Der Beitrag Wie der Suizid meines Bruders alles änderte erschien zuerst auf Mama hat AuDHS.
]]>Das ist der schwierigste, traurigste und befreiendste Blogbeitrag den ich je geschrieben habe. Für mich ist das Schreiben über meine Gefühle eine Therapie. Aber dieser Blogbeitrag ist nicht nur für mich, er ist auch für Dich mein kleiner Bruder. Ich vermisse Dich so unglaublich!
Gehen wir zurück zu dem Tag an dem ich die Nachricht bekam: der 16. Dezember 2020.
2020 war sowieso schon ein seltsames Jahr. Erst Corona (ja, ich weiß, das böse C-Wort!), dann starb meine geliebte Oma an ihrer dritten Krebserkrankung. Sie war so eine starke Frau! Mich wurmt es bis heute, dass ich mich über FaceTime verabschieden musste und meinen Bruder auf der Beerdigung nicht umarmt habe. Da hatte ich ihn das letzte Mal lebend gesehen. Am 22. September kam schließlich meine zweite Tochter auf die Welt in dieser wunderbar überwältigenden Hausgeburt. Das Wochenbett und die Zeit darüber hinaus waren sehr anstrengend und der Alltag teilweise kaum zu bewältigen. Aber das ist eine andere Geschichte – für diese ist eigentlich nur wichtig zu wissen, dass ich sowieso schon überlastet und überfordert war.
Am 16. Dezember also sollte sich alles ändern. Ich hatte sowieso schon ein schlechtes Gewissen, weil meine (andere) Oma ihren 80. Geburtstag feierte und ich noch nicht angerufen hatte. Es kündigte sich mit einer WhatsApp-Nachricht von meinem Vater an: “Ist Dennis gerade bei dir?”
Irgendwie seltsam, kein Hallo und nix – hatte wer von uns beiden was angestellt und ich hatte es nicht mitbekommen? In mir machte sich ein seltsam flaues Gefühl in der Magengegend breit. Ich antwortete: “Ja der ist im Home-Office. Wieso?” Mein Vater: “Können wir telefonieren?” Ich: “Klar”
Ich war mir ziemlich sicher, dass irgendetwas nicht stimmte. Dann klingelte mein Handy und Papa hörte sich irgendwie leise und bedrückt an. Er bat mich darum mich hinzusetzen, also nahm ich am Wohnzimmertisch Platz und bestätigte dies. Dann erzählte er es mir: “Es ist etwas schreckliches passiert… Der Max hat sich umgebracht.” Stille. Ich starrte ins halbdunkle Wohnzimmer und versuchte in meinem Gehirn irgendwie einzuordnen was ich gerade gehört hatte. Meine Gedanken sprangen zu meinen beiden Brüdern Max und Felix, irgendwie brachte ich das Gesagte nicht mit meinem Bruder zusammen. Ich brachte nur ein ersticktes “Was?” heraus. Und ich glaube dann sickerte es langsam durch und ich fragte mehrmals nach, sagte immer wieder “Nicht mein Max!”. “Was hat er denn gemacht?” Er hatte sich ein Hotelzimmer genommen, sich seinen Anzug angezogen und mit Helium erstickt. Mein Vater weinte, ich weinte… es war ein einziger Schock. Ich lief mit dem Handy irgendwie im Wohnzimmer umher und konnte keinen klaren Gedanken fassen. Das konnte und wollte ich nicht glauben! Nachdem wir noch ein wenig geredet hatten kamen wir drauf: Mama weiß es noch nicht! Scheiße, sie feierte gerade bei meiner Oma den Geburtstag und hatte keine Ahnung. Felix hatte es durch die Polizei und einen Seelsorger erfahren, mein Vater genauso. Meine Mutter hatten sie noch nicht benachrichtigen können, da sie ja nicht zu Hause war. Von mir hatte die Polizei keine Adresse, daher übernahm mein Vater den Anruf. Dennis kam im Laufe des Gesprächs aus dem Büro runter und legte die Hände auf meine Schultern, später redete er noch mit Papa am Handy. Mein einziger Gedanke im Kopf war – was ist mit Mama? Was – wie machen wir das bloß? Außerdem erzählte Papa, dass es einen Abschiedsbrief gebe, aber da stehe nicht drin warum mein Bruder sich getötet hatte. Er sendete mir ein Foto davon. Ihn zu lesen war schrecklich, aber auch ich fand keinen Anhaltspunkt: Warum?
Es war Abend und meine Mama wohnt 1 1/2 Stunden entfernt. Ich wollte nicht, dass sie alleine ist, wenn die Polizei und der Seelsorger sie besucht hatten. So beschlossen wir, dass Dennis mit Emily losfahren und sie zu uns holen würde. Ich kümmerte mich derweil um Feenja, lag einfach nur gelähmt und weinend im Bett neben ihr. Mit einem guten Freund konnte ich zum Glück direkt darüber schreiben, es half mir sehr die Zeit zu überbrücken. Dann beschloss ich meine Mama selbst anzurufen, bevor Dennis oder die Polizei kommen würden. Aber nicht solange sie noch bei meiner Oma feierte. Das Telefonat war schrecklich für uns beide, aber ich bin trotzdem froh, dass ich das übernommen hatte. Ich blieb so lange mit ihr am Hörer bis Dennis ankam – tatsächlich gleichzeitig mit der Polizei. Eigentlich wollte sie erst nicht mit zu uns, aber im Nachhinein war sie dann doch froh nicht alleine zu sein. Die nächsten Tage überlebten wir eigentlich alle nur irgendwie. Dennis, Mama und Papa nahmen sich Urlaub, wir telefonierten viel, schwiegen gemeinsam, weinten. Keiner von uns konnte oder wollte es glauben. Schon ab dem ersten Tag mussten meine Eltern vieles regeln. Der Körper meines Bruders wurde erst mal von der Staatsanwaltschaft übernommen, um zu untersuchen ob keine Straftat vorlag. Es ist so viel zu tun wenn ein Mensch stirbt… Überführung, willst du den Toten noch einmal sehen?, Sarg oder Urne?, Totenschein, Beerdigung – und die Trauer? Wo bleibe ich mit meinem Schock und meiner Trauer? Kann ich so schnell überhaupt schon trauern?
Ich versuchte viel zu reden, ich schlief schlecht, abends hatte ich teilweise einen Verwesungsgeruch in der Nase und anfangs weinte ich jeden Tag. Mein Bruder sollte nicht mehr da sein? Wieso? Das ergibt doch keinen Sinn? Warum? Wie hätten wir das verhindern können?
Plötzlich hielten wir alle ganz eng zusammen. Meine Eltern redeten wieder miteinander, meine Mutter konnte sogar mit meiner Bonusmama sprechen. Dennis war der Fels in der Brandung und das ist er immer noch. Ich bin so dankbar für die vielen liebevollen Menschen in meinem Leben, die sofort Unterstützung und Hilfe anboten und einfach da waren. Einige wenige haben sich zurückgezogen, was ich vollkommen verstehen kann. Leider gab es auch eine nahestehende Person, die damit gar nichts anfangen konnte; uns mit ihren Themen zusätzlich sehr belastete und kein Verständnis für die Situation aufbringen konnte. Das ist aber eine persönliche Geschichte, über die ich in diesem Beitrag nicht schreiben möchte.
Nicht mal einen Monat später, also fast zu schnell am 7. Januar, beerdigten wir meinen Bruder im engsten Familienkreis in einem wunderschönen Friedwald. Sein Baum ist ein wenig versteckt und sehr gerade; meine Eltern haben genau den richtigen Platz ausgesucht. Mein zweiter jüngerer Bruder hatte ein sehr schönes Bild gestaltet, welches wir am Andachtsplatz aufstellten. Die beiden standen sich sehr nahe, schon von kleinauf. Während der gesamten Beerdigung stand ich völlig neben mir und auch danach wollte ich einfach nicht wahr haben, dass das die Asche meines Bruders in der Urne ist. Trotzdem half uns dieser kleine Abschied in der Trauer ein Stückchen weiterzugehen. Wir durften eine Kleinigkeit mit ins Grab legen. Ich schrieb ihm einen Brief und faltete daraus eine Origami-Lilie, die er als Kind so oft bastelte und uns schenkte. Emily und mein kleinster Halbbruder spielten um uns herum im Wald und lockerten so die traurige Stimmung etwas auf. Das hat uns glaube ich allen gut getan.
Meine Mama brachte die Traumsteine meines Bruders mit, die früher immer unter seinem Kopfkissen lagen. Vor dem schlafen gehen sagte er immer seinen Spruch: “Ich wünsch’ Dir ganz viel Glück, damit Du ganz viele schöne Träume hast!” Das wünschte ich ihm nun ein letztes Mal.
Ich hoffe da wo du jetzt bist hast Du schöne Träume und den Frieden, den Du Dir gewünscht hast kleiner Bruder!
Mit dem Ausräumen seines WG-Zimmer und dem Beginn des Frühlings kann ich nun irgendwie akzeptieren, dass er tot ist. Annehmen mag ich es noch nicht so recht. Der Suizid hat mich verändert. Die genauen Auswirkungen kenne ich noch nicht alle, aber ich denke nun anders über den Tod. Zum einen habe ich gesehen was ein unangekündigter Suizid mit den Hinterbliebenen macht – ich werde nie wieder darüber nachdenken mich selbst töten zu wollen! An dem Punkt stand ich schon einige Male, das könnt ihr sogar hier nachlesen. Zum anderen habe ich mich viel mit dem Thema beschäftigt und habe keine Angst mehr vor dem Tod. Im Gegenteil, ich kann das Leben viel mehr annehmen und leben, wenn ich weiß es ist irgendwann vorbei. Und das ist beruhigend und gut so. Ich will ja gar nicht ewig leben.
Was mich auch nicht mehr arg belastet ist Corona oder dass Feenja öfter anstrengend ist. All diese Probleme kommen mir jetzt oft klein und nichtig vor. Es sind trotzdem anstrengende Hindernisse im Alltag, aber ganz ehrlich – ich würde ein dauerhaftes Leben mit Pandemie und Maßnahmen und Schlafmangel sofort eintauschen, wenn dafür mein Bruder wieder leben würde. Ich bin teilweise schon wieder der fröhliche Mensch, der ich vor dem Suizid war, aber die Trauer wird für immer mein ständiger Begleiter sein und mich mal mehr, mal weniger einnehmen.
Es hat mir gezeigt auf wen aus meiner Familie und von meinen Freunden ich mich verlassen kann und wo ich Unterstützung bekomme. Mit vielen fühle ich mich jetzt enger verbunden als vorher.
Am Ende dieses Beitrages fehlen mir die Worte, so wie sie mir zu dem Suizid meines Bruders irgendwie fehlen. Aber ich möchte dieses wichtige Thema nicht unausgesprochen lassen. Solltest du also merken, dass es dir schlecht geht oder jemandem in deiner Familie/deinem Bekanntenkreis, dann wende dich an die Telefonseelsorge, die immer erreichbar ist:
Die TelefonSeelsorge® ist für jeden da, für alte und junge Menschen, Berufstätige, Hausfrauen, Auszubildende oder Rentner, für Menschen jeder Glaubensgemeinschaft und auch für Menschen ohne Kirchenzugehörigkeit. Rund eine Million Gespräche werden jedes Jahr geführt, kostenfrei und rund um die Uhr. Denn Sorgen wiegen schwer und sie richten sich nicht nach Tages- oder Öffnungszeiten. Dafür haben wir auch mitten in der Nacht ein offenes Ohr. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind sich ihrer verantwortungsvollen Aufgabe bewusst und nehmen Ihren Anruf ernst – egal, ob um acht Uhr morgens oder um Mitternacht.
Fühl Dich lieb gedrückt und bleib gesund
Deine Julia Amelie
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]]>Los geht’s:
Am 20. September 2020 war ich bereits 8 Tage überfällig und befand mich in einem Wechselbad der Gefühle: Resignation – pure Vorfreude – Aufregung – genervt sein – motiviert – unmotiviert – WANN GEHT ES DENN JETZT LOS?
Meine wunderbare Hebamme Maria Huber kündigte sich für den nächsten Tag vormittags an zur Kontrolle und ich wünschte mir so so sehr, dass die Geburt endlich starten würde.
Und das tat es, sozusagen:
Morgens um 4:30 Uhr am 21. September wachte ich wie üblich mit leichten Übungswehen auf und ich dachte im ersten Moment es wäre etwas Urin ausgelaufen, weil ich zu lange gewartet hatte auf’s Klo zu gehen. Nope, als ich mich in eine stehende Position gehieft hatte lief munter das Fruchtwasser die Beine hinunter. Ich patschte etwas hilflos in der Pfütze umher und rief „WAH! WAH! DENNIS!“ Mein Mann hob verschlafen den Kopf und meinte: „Hm? Was ist denn?“ Ich schon völlig aufgeregt: „Die Fruchtblase ist geplatzt!!!“ Ab da war ich dann gefühlt ein Quellbrunnen; ich hatte aber auch mega viel Fruchtwasser. Dennis half mir die Pfütze aufzuwischen und ich wechselte Hose und Unterwäsche und packte mir eine der fetten Binden rein. Ich hatte übrigens immer noch etwa alle 10-15 Minuten leichte Kontraktionen, die aber nicht weh taten. Daher beschloss ich wieder schlafen zu gehen, auch wenn ich eigentlich zu aufgeregt war. Da ich niemanden wecken wollte und ich mich nicht in akuter Wehensituation befand schrieb ich schnell zwei Nachrichten über WhatsApp – eine an Maria und eine an meine Mama (ich wollte sie bei der Geburt dabei haben). Meine Hebamme befand sich bereits bei einer weiteren Hausgeburt und meinte sie würde dann etwas später am Vormittag kommen wenn es bei mir nicht schon früher „richtig“ losginge.
Irgendwann gegen 7 Uhr konnte ich nicht mehr wirklich schlafen und verfrachtete mich mit einer frischen Einlage und Handtüchern auf’s Sofa. Meine Mutter schrieb mir kurze Zeit später aufgeregt, dass sie direkt Sonderurlaub eingereicht hatte und gegen Nachmittag kommen würde. (Die Fahrt zu uns dauert etwas länger, teilweise über 2 Stunden)
Die Kontraktionen änderten sich nicht bis Maria ankam und mich untersuchte. Das Fruchtwasser war klar und ging immer wieder in regelmäßigen Abständen ab, die Herztöne des Babys waren super und meine Temperatur auch völlig in Ordnung. Ab der Untersuchung sollte ich etwa alle 2 Stunden messen, um zu prüfen, dass ich kein Fieber bekommen hatte. Das wäre ein Hinweis auf Keime im Bauch gewesen, aber zum Glück blieb die Temperatur bis 19:30 Uhr bei ca. 36,6 Grad. Den Tag über aß ich immer wieder kleine Portionen, trank viel Wasser und entspannte mich in meiner Sofaecke – letztendlich wartete ich eben darauf ob es jetzt richtig losging. Ich wusste echt nicht ob die Kontraktionen jetzt bereits den Muttermund öffneten oder ob das weiterhin nur Übung war.

Meine Mama traf im Laufe des Tages ein und kümmerte sich ganz toll um mich. Dennis füllte den bereits aufgestellten Geburtspool im Geburtsraum (unser Büro) mit kaltem Wasser. Wir mussten unsere Tochter dann nur davon abhalten nicht direkt ihre Kleidung auszuziehen und reinzuhüpfen. Bis etwa 17/18 Uhr genoss ich noch den Trubel um mich herum, aber dann merkte ich, dass ich mich doch in den Geburtsraum zurückziehen wollte. Die „Wehen“ kamen jetzt etwas regelmäßiger alle 10 Minuten und waren auch ein wenig stärker geworden, wenn auch immer noch schmerzfrei. Ich wuselte nun gemütlich im Raum herum, zündete Kerzen an und startete meinen Diffuser mit einer wunderbar Geborgenheit vermittelnden Duftmischung, die ich von Isabel Henseler empfohlen bekommen hatte.
Während den Kontraktionen setzte ich übrigens eine ganz bestimmte Atemtechnik um, die ich von Stefanie Reimer im Audiotraining „Deine sanfte Geburt“ in den Wochen vor der Geburt gelernt hatte. Dadurch war ich völlig ruhig und entspannt und ließ alles gelassen auf mich zukommen.

Maria kam um 19:11 Uhr und untersuchte mich im Geburtsraum. Alles top in Ordnung, aber die Geburtsreise ging eben noch nicht wirklich los. Seit etwa 17 Uhr ging weniger Fruchtwasser ab und das Baby war spürbar tiefer gerutscht. Ich war dann doch enttäuscht, dass meine Hebamme wieder nach Hause fuhr (sie benötigte aber auch dringend Schlaf durch die wache Nacht vorher) und war dann auch etwas demotiviert. Sie kündigte sich für den nächsten Tag wieder an, falls nichts vorher passieren würde.
Also redete ich noch ein wenig mit meiner Mama, saß auf dem Peziball herum und trank verdünnten Traubensaft. Essen mochte ich nichts mehr. Ich fing an mit meinem Bauch zu reden und meinte zum Baby: „So Baby, du kannst jetzt loslegen! Es darf jetzt richtig weh tun, okay!?“
Es änderte sich natürlich nichts…vorerst… und so beschloss ich mich im Geburtsraum im vorbereiteten Tagesbett schlafen zu legen. Von 22 bis 23 Uhr döste ich so vor mich hin, bis ich dann plötzlich eine schmerzhafte Wehe veratmen musste. Dann kam mit einem Schlag die Angst! Ich wollte auf keinen Fall alleine sein! Es war zu dunkel, ich war zu einsam, ich hatte Schmerzen!
Kurze Zeit später noch zwei schmerzhafte Wehen und ich musste dringend auf die Toilette. Ich bugsierte mich, immer wieder atmend und Pause machend, die Treppe runter (wir haben eine Maisonette-Wohnung) zum Klo und erzählte meiner im Wohnzimmer sitzenden Mama was los war. Mein Mann brachte gerade unsere Tochter Emily ins Bett.
Ich hatte ziemlich klar im Gefühl, dass es jetzt richtig losging. Denn diese Art von schmerzhaften Wehen kannte ich schon von der ersten Geburt. Sie kamen alle 4-5 Minuten und auch immer heftiger. Nix mit sanfter Geburt und „Wellen“!
Zurück im Geburtszimmer tat es mir gut mit den Wehen auf dem Peziball mitzugehen. Ich war recht unsicher, aber ich hatte das dringende Bedürfnis in den Pool zu steigen und meine Hebamme anzurufen. Also bat ich Dennis heißes Wasser einzulassen, was er dann auch tat und rief Maria um 23:40 Uhr an. Ich zog alles bis auf meinen BH aus und bewegte mich ein wenig im Wasser bis ich meine Position gefunden hatte. Während der Wehen setze ich den Tipp von Steffi Reimer um, mit einer Hand einen Kamm zu umfassen und die Zinken zwischen Finger und Handfläche reinzudrücken. So kniete ich relativ bald am Poolrand, hatte die Augen fest geschlossen und konzentrierte mich nur noch auf das atmen. Es wurde ziemlich anstrengend und ich merkte immer mehr wie heftig der Muttermund „zog“.
Am 22. September um 0:28 Uhr war Maria da. Ich freute mich zwar und registrierte, dass sie sich vor dem Pool hinsetzte, aber letztendlich habe ich sie glaube ich ziemlich ignoriert. Genauso wie meinen Mann, der sich auf die andere Seite des Pools setzte, mir die Hand hielt und mir gut zuredete. Meine Hebamme überprüfte den Herzschlag des Babys, es war alles in Ordnung. Dazu musste ich meine Position ändern, was sehr unangenehm, aber eben auch sehr wichtig war. Maria gab mir immer wieder den Tipp, dass ich mich bewegen konnte – wie könnte ich mich noch mehr öffnen, eine gute Position finden?
Ich habe währenddessen glaube ich fast nichts gesagt und alles in mir selber ausgefochten. So auch die Position am Poolrand, ich hatte gar kein Bedürfnis danach mich zu bewegen. Mit jeder Wehe spürte ich wie der Muttermund heftiger zog und ich konnte die Atemtechnik, die ich mir angelernt hatte nicht mehr umsetzen.
0:44 Uhr wurde mir plötzlich sehr übel – auch das kannte ich von der ersten Geburt. „Kannst du mir einen Eimer bringen? Mir ist übel!“ oder so ähnlich sagte ich zu Dennis. Letztendlich kam es dann nicht oben raus, sondern mit der vermutlich ersten Presswehe hinten. Was ja nicht so schlimm ist, der Körper macht während der Geburt eben Platz. Ab da konnte ich während der heftigen Schmerzen nicht mehr leise sein. Ich tönte mit, während diese enorme Urkraft mich einfach jedes Mal überrollte. Mein Mann (so kannte ich ihn noch gar nicht) machte mit. Im ersten Moment fand ich das total doof und dachte: „Boah ich hab hier diese schlimmen Schmerzen, die ich gar nicht haben will, mir geht es richtig schlecht und der tönt hier einfach mit rum!“
Ich hatte sowas wie ein Engelchen und ein Teufelchen auf den Schultern sitzen. Das Engelchen redete mir so wie Maria und Dennis gut zu und das Teufelchen motzte herum.
Ab 0:55 Uhr spürte ich das kleine Köpfchen und flauschige Haare während einer Wehenpause. Ich ließ auch meinen Mann nachfühlen. Mir war nicht wirklich bewusst, dass ich schon mitten in den Presswehen steckte, aber ich realisierte, dass mein Baby raus wollte. Zwischendurch trank ich von meinem verdünnten Saft und ansonsten presste ich bei jedem Drang mit was das Zeug hielt. Ich konnte richtig spüren wie das Köpfchen jedes Mal ein Stückchen weiter kam und dann wieder zurückrutschte. Die Herztöne blieben weiterhin super und ich merkte teilweise wie das Baby in den Presswehen mit den Füßen mitdrückte.
Um 1:28 Uhr ging ich von den Knien in den sogenannten Hirtenstand und richtete mich Richtung Maria aus. Das heißt, ich kniete mit dem linken Bein und das rechte hatte ich angewinkelt. So lehnte ich mich aufrecht nach hinten, die Arme stützte ich auf dem Poolrand ab. Ich fühlte mich offen, weit und fast wie eine Göttin, wenn auch unter furchtbaren Schmerzen.
Achja, meine Mama stand übrigens fasziniert im Zimmer und konnte gar nicht viel machen (sie hatte allerdings schon diverses vorbereitet, wie Handtücher im Ofen warm werden lassen usw.).
Dann kam plötzlich eine Presswehe bei der ich spürte, dass das Köpfchen fast durch war. Ich sagte zu meiner Hebamme: „Es sind nur noch ein oder zwei Presswehen!“ Maria bat meine Mutter nun runter zu gehen und heißes Wasser zu holen, da es im Pool schon ziemlich kalt geworden war.
In dem Moment, genau 1:47 Uhr passierte es, die letzte Presswehe war da! Ich schob kräftig mit und das Köpfchen war durch – aber die Wehe war noch nicht vorbei und ich wollte das Baby raushaben (ich glaube das Baby wollte das auch) und so presste ich nochmal voller Kraft mit und WOW – der kleine Körper rutschte so schnell hinterher, dass ich dem aufgeregten „Nimm dein Baby Julia!“ von Maria kaum folgen konnte. Ich glaube Dennis, Maria und ich fassten alle vorsichtig nach dem kleinen nackten Mensch, der da plötzlich vor mir im Pool schwamm und endlich durfte ich mein Baby im Arm halten!
Es war ein wahnsinnig toller Moment; ich glaube der schönste Moment in meinem ganzen Leben!
…und meine Mama hatte ihn verpasst!!!
Maria lief in den Flur hinaus und rief runter, dass das Baby da wäre und sie schnell warme Handtücher bringen solle. Apropo, das kleine Menschlein testete schon ordentlich seine Lungen aus und brüllte kräftig, wenn auch etwas heiser. Meine Hebamme schaute nach dem Geschlecht (was wir bis dato ja noch nicht wussten) und wir hatten eine gesunde kleine Tochter! Wir waren doch ziemlich überrascht, weil ich fest davon ausging, dass es ein Junge werden würde.
Ich weiß wirklich nicht mehr was ich gesagt habe, aber ich konnte mich nicht satt sehen an diesem kleinen rosa Wesen mit den wuscheligen, nassen Haaren. Kurz darauf kam auch schon meine Mama und das Baby und ich bekamen kuschelige warme Handtücher umgelegt. Ich war total kaputt, aber auch überglücklich – endlich war es geschafft!
Und das letztendlich ja in unter drei Stunden!
Nun war die Geburt ja noch gar nicht abgeschlossen, denn die Plazenta war noch nicht geboren. Ich durfte vom Pool ins Bett wechseln und zog den klitschnassen BH aus. Dort haben die Kleine, Dennis und ich erst mal gekuschelt und sind ein wenig angekommen.

Die zweite Hebamme Nicole kam an und unterstützte Maria. Währenddessen durfte die Nabelschnur in Ruhe auspulsieren und schon spürte ich die Nachwehen. Kurze Zeit später wurschtelte sich das Baby auch schon zu meiner Brust und fing direkt an zu saugen.
Ich versuchte im liegen bei den Nachwehen mitzuschieben, aber es tat sich leider nichts, obwohl die Plazenta schon gelöst war, also schon von der Gebärmutter abgegangen war. Um 2:51 Uhr hatte ich meine Position gewechselt und gebar die Plazenta in einer tiefen Hocke vor dem Bett. Zwischendrin aß ich übrigens immer wieder Snacks und trank ordentlich. Dadurch war ich zwar recht zittrig auf den Beinen, aber stabil und auch der Kreislauf hielt gut durch.
Die Kleine saugte nun bereits an der anderen Brust, als ich mich wieder ins Bett legte und Maria prüfte, ob ich mir Geburtsverletzungen zugezogen hatte. Ja hatte ich und wie! Dabei hatte ich unter der Geburt wirklich nichts davon mitbekommen!
Letztendlich kam ich mit einem Dammriss 2. Grades, einem Scheidenriss, zwei Schürfwunden und einem Bluterguss davon, aber ich musste definitiv genäht werden.
Zuerst einmal durfte aber die Nabelschnur durchgeschnitten werden. Nur war Dennis gerade unten, weil Emily aufgewacht war! Na dann durfte eben Oma, also meine Mama, ran! Das war glaube ich ein ganz besonderer, toller Moment für sie.
Kurz danach wurde auch schon die U1 durchgeführt. Das mochte die Kleine nun nicht so besonders, aber es war natürlich wichtig. Was ein Wonneproppen! 4070g schwer, 53cm lang und einen Kopfumfang von 36,3cm – kein Wunder, dass ich solche Geburtsverletzungen davon hatte!
Ab 3:29 Uhr vernähte mich Maria eine Stunde lang super genau und fast schmerzfrei. Dann durfte Dennis mit der Kleinen bonden und legte sie sich auf die nackte Brust. Ich versuchte das erste Mal Urin abzugeben und ging dazu wieder vor dem Bett in die Hocke. Das ist gar nicht so einfach nach einer Geburt, da der Harndrang ausbleibt. Mit einigen Positionswechseln und versuchter Entspannung gelang es mir dann auch endlich. Ich war allerdings nicht die einzige die sich erleichtern konnte. Das Baby beschloss auch gleich mal, dass es entspannt genug war um seinen Papa mit ordentlich Stuhlgang zu überraschen. Daraufhin musste sie erst mal gebadet werden und mein Mann gleich mit. Ich lag schon wieder gut eingepackt im Bett und durfte mit meinem sauberen Neugeborenen kuscheln.
Meine beiden wunderbaren Hebammen verabschiedeten sich gegen 5 Uhr und durften endlich wohlverdienten Schlaf nachholen.
Und wir? Ich beschloss die restliche Nacht im eigenen Bett zu verbringen und ging vorsichtig und langsam die Treppe runter.
Ein langer spannender Tag war vorbei, unsere gesunde kleine Tochter auf der Welt und wir alle glücklich und müde. Wir entschieden uns erst bei Tageslicht einen Namen für unser Baby auszusuchen.
Wie schön, dass ich dich mit auf meine Geburtsreise nehmen durfte! Bald kommen dann noch Teil 1 – Die Schwangerschaft und Teil 3 – Das Wochenbett, versprochen! 
Liebe Grüße
Deine Julia Amelie
Der Beitrag Meine Traumgeburt zu Hause erschien zuerst auf Mama hat AuDHS.
]]>Der Beitrag Was darf der Frauenarzt? Unnötige Grenzüberschreitung in der Gynäkologie erschien zuerst auf Mama hat AuDHS.
]]>Ganz voran, ich bin schwanger (10. Woche) und bin sehr glücklich darüber. Vor einigen Monaten hatte ich noch gesagt ich will nie wieder Kinder bekommen aufgrund des Geburtstraumas und der folgenden Depressionen. Nachdem ich den Schmerz 2018 bis letztes Jahr sehr gut aufarbeiten und annehmen konnte, habe ich letztendlich doch angefangen an ein zweites Baby zu denken. Vor allem aber mit dem Wissen, dass ich so viel dazugelernt habe: Über Schwangerschaft und Geburt, über die Babyzeit, Bindung und Beziehung. Es geht immer anders und vor allem darf ich über mich und meinen Körper selbst bestimmen. So beschloss ich also: Wenn ich nochmal schwanger werde, dann wird es eine selbstbestimmte Hausgeburt auf die ich mich mit Hypnobirthing vorbereite. Und selbst wenn ich bei einem Notfall ins Krankenhaus muss will ich entsprechende Entspannungsmethoden dabeihaben und mich gegen falsche Behandlungen von Ärzten oder Hebammen durchsetzen können. Denn bei der Geburt geht es um mich und mein Baby und ich darf entscheiden, was mit meinem Körper gemacht werden darf und was nicht. Aus gesundheitlichen und zeitlichen Gründen wird oft ein Programm in der Klinik abgespult – sehr zum Nachteil der Gebärenden. Einleitung, unmögliche Geburtspositionen, tagelange Schmerzen bis zur völligen Erschöpfung, manchmal verbale und körperliche Gewalt durch Klinikpersonal und letztendlich der Notkaiserschnitt, oft mit stundenlanger Trennung vom Baby. Dazu werde ich gesondert einen Artikel verfassen, denn Gewalt in der Geburtshilfe ist leider alltäglich geworden (oder war es schon immer?). Mehr zu meiner ersten Alptraum-Geburt kannst du hier lesen:
Meine Traumgeburt, die zum Alptraum wurde
An Silvester machte ich den ersten Schwangerschaftstest, leider zu früh. Er war negativ und ich dachte: “Schade, hat leider nicht geklappt…” und war traurig. Dann blieb meine Periode aus, normalerweise auch nicht ungewöhnlich. Teilweise ist das bei mir bis zu einer Woche so. Meine Brüste waren aber gegenüber dem normalen ziehen sehr berührungsempfindlich und so langsam keimte in mir der Gedanke, dass der erste Test vielleicht falsch gewesen war. Nach 4 Tagen ausbleibender Periode wagte ich den nächsten Versuch und siehe da: Schwanger!
So wie ich bei der ersten Schwangerschaft vor Schock und Überraschung weinte, kamen mir dieses Mal pure Freudentränen. “Da wächst wieder ein kleines Wunder in mir!”
Ich hatte vorher viele Ängste – “kann ich überhaupt wieder schwanger werden? Was wenn beim Kaiserschnitt doch irgendwas kaputtgegangen ist, ein Eierstock verklebt ist?” und so weiter und so fort…
Mein Mann freut sich sehr mit mir; diesmal ist es ein richtiges Wunschbaby. Kurze Zeit später begann auch schon die Übelkeit; ich hatte mich sowieso schon gewundert so wenig Energie zu haben und im Treppenhaus (wir wohnen im 3. Stock ohne Aufzug) immer so schnell aus der Puste zu sein.
Zum Glück hing ich nicht wie in der ersten Schwangerschaft über der Kloschüssel und seit letzter Woche ist die Übelkeit bereits verschwunden. Insgesamt fühle ich mich sehr wohl und freue mich sehr auf die Geburt. Nach ein wenig Suche habe ich eine super liebe Hebamme gefunden, die mich vor und während der Hausgeburt begleitet.
Ich erkundigte mich bei Freunden und bei ihr wie es denn mit dem Frauenarzt aussieht. Wie viele Untersuchungen muss ich machen und welche sind wirklich wichtig?
Mir war von vornherein klar: Nach meiner Erfahrung von stündlichen bis halbstündlichen (teils sehr schmerzhaften) vaginalen Untersuchungen während der Geburt will ich das nicht beim Frauenarzt haben und auch während der Hausgeburt nur so viel untersucht werden wie nötig. Ich möchte mich auf meinen Körper verlassen und keine alten Erinnerungen hochkommen lassen.
Tatsächlich herausgefunden habe ich: Nichts muss, alles kann!
Keine einzige Untersuchung muss ich über mich ergehen lassen, ich darf auch hier über meinen Körper bestimmen. Also beschloss ich für mich: Blut abnehmen und oberhalb des Bauches schallen ist für mich vollkommen in Ordnung; mehr als die drei Ultraschalluntersuchungen will ich nicht. Für die Hebamme war das völlig in Ordnung, was mir auch nochmal ein gutes Gefühl der Sicherheit gab.
Jetzt komme ich zum eigentlich schmerzlichen Teil des Beitrages. Ja, ich habe eine Frauenarztpraxis gefunden. Nein, ich konnte beim Termin ausmachen nicht fragen welche der vielen Frauenärzte ich bekomme und ob meine Wünsche bezüglich der 3 Untersuchungen berücksichtigt werden. Also fuhr ich mit der Einstellung hin genau das von Anfang an klarzustellen und einzufordern.
Meine Tochter war natürlich dabei, da ich sie zu Hause betreue. Im Wartezimmer saßen wir etwa eine halbe Stunde und Emily spielte wunderbar mit dem angebotenen Spielzeug. Dann saßen wir etwa 20 Minuten im Flur vor dem Untersuchungszimmer und ich füllte den Anmeldebogen aus. Emily wurde verständlicherweise langsam ungeduldig und ich vertröstete sie mit Keksen, Gummibärchen und Bücher lesen. Endlich kam ich dran und lernte die Frauenärztin kennen. Im Zimmer wurde mir übel, weil es nach irgendeinem grauenhaft süßlichen Duft roch (Parfüm oder Duftlampe?). Das war schon etwas seltsam, weil ich dachte es sei bekannt, dass Schwangere geruchsempfindlich sind. Sie klärte mit mir noch Krankheitsfälle in der Familie und die üblichen Fragen eben und ging dann den Mutterpass zur ersten Schwangerschaft durch. Ganz sympathisch war sie mir nicht, aber ich dachte mir ich gebe ihr eben eine Chance. Ich erzählte von meinem Geburtstrauma und den Depressionen und fragte ob es nur die drei Ultraschalluntersuchungen wären. Sie bestätigte und meinte, dass ich ja öfter da wäre und bei der ersten Aufnahme auch ein Abstrich zur Krebsvorsorge gemacht wird. Da hakte ich direkt ein und meinte, dass ich so oft während der ersten Geburt vaginal untersucht wurde, dass ich das bei ihr nicht mitmachen möchte. Daraufhin gab es ein Hin und Her, wobei sie hauptsächlich meinte ohne diese vaginale Untersuchungen könne sie den Mutterpass nicht anlegen und es wird nun mal immer so gemacht. Ich war kurz vorm heulen, weil ich nicht genau wusste was ich jetzt machen soll. “Ach das machen wir jetzt gemeinsam, das ist alles in Ordnung!” meinte sie nur. Ich fragte wieder ob es keine andere Möglichkeit gibt und war innerlich schon ziemlich erstarrt. Schon die Vorstellung mich gleich untersuchen lassen zu müssen erzeugten in mir Fluchtgedanken. In meinem Kopf schwirrte alles und dann rastete das alte Muster ein: “Stell dich nicht so an, sonst kriegst du keinen Mutterpass! Gib der Ärztin eine Chance, sie weiß was sie tut und es wird sicher nicht so schlimm wie du es dir einredest!” Die Fluchtgedanken wurden leiser. Dann sagte sie bestimmt zu mir: “Gehen Sie bitte in die Umkleide und machen sich untenrum frei!” Ich folgte, stand mit etwas wackeligen Beinen auf und lief mit Emily in die Umkleidekabine. Beim ausziehen dachte ich für einen lauten Moment: “Jetzt ist die letzte Chance! Geh raus und brech das Ganze ab! Du willst das doch gar nicht!” Aber wie in einer Automation mit einem Klumpen im Magen ging ich zum Untersuchungsstuhl (mir fiel auf, dass es im Raum gar keine Liege gab, nur diesen schrecklichen Stuhl). Ich fühlte mich völlig ausgeliefert. Der Abstrich zur Krebsvorsorge tat richtig weh. Ich biss die Zähne zusammen, unterdrückte erneut die Tränen und versuchte durchzuhalten. Die Frauenärztin versuchte ständig über belangloses Zeug zu reden, abgewechselt von “Ist doch gar nicht schlimm, schon vorbei, alles in Ordnung!” und “Na die Geburt ist ja schon lange rum, das machen wir jetzt!”. Doch für mich war es schlimm und ich sagte ihr auch, dass mir die Untersuchung weh tat. Ich hoffte nur, dass es schnell vorbei sei und ich gehen könne. Sie tat alle meine Beschwerden ab, als sei ich ein kleines Kind, dem man weismachen will, dass ein Beinbruch doch nicht schlimm sei. Gips drauf und alles gut!
Die Ultraschalluntersuchung tat wieder schrecklich weh und dieses Mal untersuchte sie länger. Ich konnte mich nicht über das kleine gesunde Baby freuen, das auf dem Bildschirm erschien. In meinem Kopf versuchte ich irgendwie zusammenzukratzen wie ich mit den Schmerzen umgehen soll. Versuchen den Unterleib zu entspannen, atmen, durchbeißen… Es half nichts, die Schmerzen wurden nur schlimmer. Das Ultraschallbild ist völlig verschwommen und im Endeffekt für den Müll. Letztendlich habe ich herausgefunden, dass ich schwanger bin, ein gesundes Baby in genau der richtigen Größe habe und das wars gewesen. Das wusste ich auch vorher schon. Die ganze Untersuchung hätte ich mir wirklich ersparen können!
Endlich war es vorbei und ich zog mich leicht zitternd um. Die Brust untersuchte sie noch, das war einigermaßen in Ordnung. Kurze Eintragung, eine Aufklärung über weitere Blutuntersuchungen, die ich selbst bezahlen müsste und Tschüss. War ja alles nicht so schlimm…
Im Flur mussten wir wieder warten und mir wurde Blut abgenommen. Ich sagte dazu, dass ich kein Blut sehen kann. Trotzdem wurde ich direkt danach an den Empfang gebeten. Mein Arm tat weh, mein Unterleib schmerzte und ich bekam den nächsten Termin in die Hand gedrückt.
Emily hatte Hunger und wir gingen zum Bäcker um die Ecke. Ich kaufte einen großen Milchkaffee und erst als ich saß und kurz Ruhe hatte – da fiel mir auf, dass ich am ganzen Körper zitterte. Mir ging es nicht gut. Wieder war ich kurz vor den Tränen und wollte nur noch nach Hause. Warum hatte ich das zugelassen? Warum habe ich schon wieder jemanden über mich bestimmen lassen?
Zu Hause weinte ich mich aus, rollte meinen schmerzenden Körper auf dem Sofa zusammen und kuschelte meine Tochter. Ich schreib mit einer guten Freundin und meinem Mann.
Heute habe ich den nächsten Termin in der Praxis abgesagt und die Schwangerschaftsvorsorge abgebrochen. Ich kann dort nie wieder hingehen. Mein altes Muster ist hervorgebrochen (Zähne zusammenbeißen und durchstehen), die Wunden und Erinnerungen von den Untersuchungen während der ersten Geburt sind wieder aufgerissen und meine körperlichen Grenzen wurden weit überschritten. Im Nachhinein fühle ich mich, als hätte ich einer Vergewaltigung zugestimmt.
Letzte Nacht hat sich mein Darm völlig verkrampft und entleert. Mein Körper zeigt mir mit aller Macht, dass ich mit den Eingriffen nicht klarkomme. Es wird noch eine Weile dauern bis ich das verarbeitet habe. Darüber schreiben ist wie immer ein erster Schritt!
Und warum habe ich das öffentlich getan? Weil ich damit zeigen möchte, wie leicht hochsensible Menschen beeinflusst und manipuliert werden können. Weil wir unseren Körper beschützen müssen! Weil es so wichtig ist unsere Grenzen zu kennen und zu wahren!
Ich habe auf sehr sehr schmerzhafte Weise lernen müssen, das nächste Mal für mich einzustehen. Es ist mein Körper und ich bestimme alleine wer mich anfassen und untersuchen darf!
Lass dir von niemandem etwas anderes einreden!
Ich werde mit meiner Hebamme reden und mir für die letzten beiden Ultraschalluntersuchungen einen anderen Frauenarzt suchen. Dieses Mal ist mein Vertrauen in Ärzte vollkommen gebrochen. Ich werde mich nur noch auf mich, meinen Körper und meine Wünsche einlassen. Und wenn ich dafür Widerspruchserklärungen unterschreiben oder zehn Mal die Praxis wechseln muss.
In meinen Mutterpass wurde übrigens nichts eingetragen; es fühlt sich völlig umsonst an untersucht worden zu sein…
Pass auf Dich auf!
Deine Julia Amelie
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]]>Der Beitrag Neubeginn, Umzug und Depression – Mein Jahresrückblick 2019 erschien zuerst auf Mama hat AuDHS.
]]>Das “Mama goes Business”-Programm von Lena Busch. “Dein Business-Baby in 9 Monaten”. Begleitung für ein Jahr, Module im Mitgliederbereich, Gruppencalls und die vielen wunderbaren Frauen, die den gleichen Weg gehen wie ich. Gemeinsam lösen wir Mindfucks, helfen uns wo wir können, motivieren und bauen uns auf. Ich hätte nie, wirklich nie gedacht darüber so tolle Freundinnen kennenzulernen, die sich bei unserem ersten Live-Treffen im November in Frankfurt anfühlten, als würde ich sie wirklich schon ewig kennen.
Ziel des Ganzen: Ein bedürfnisorientiertes Business aufbauen, das mir und meiner Familie gerecht wird. Von zu Hause arbeiten und für meinen Mann und meine Tochter da sein können. Mein Herzensthema rausbringen und mich persönlich weiterentwickeln.
Ich gehe nicht zu weit wenn ich sage, dass mich das Ganze aus der Depression gezogen hat. Endlich konnte ich Altes aufarbeiten, Glaubenssätze umwandeln oder auflösen und ein Fundament schaffen, mit dem ich nächstes Jahr Geld verdienen möchte. Nicht arbeiten macht mich krank. Ich fühle mich allein und unterfordert und Lena hat mir einfach die Hand gereicht und gesagt: Komm mit auf diese Reise!

Ich bereue keinen Cent, den ich ausgegeben habe, im Gegenteil: Ihre Arbeit ist so viel mehr wert und darum wird ihr Angebot dieses Jahr auch teurer.
Und ja, das ist Werbung, eine Herzensempfehlung von mir, wenn du in deinem Job unter Wert arbeitest und unglücklich bist. Wenn du zwischen Job und Familie stehst und keinen Bedürfnissen gerecht wirst!
Hol dir Hilfe und guck dir Lenas Angebot einfach mal an:
https://familienleicht.de/interessenten-beduerfnisorientierte-mama-online-business-2/
Am 13. März 2019 wurde mein Blog, noch unter dem Namen “große Kleine Füße” ein Jahr alt. Mein erster Beitrag vom 13. März 2018 erzählt von dem Wunsch in die Selbständigkeit zu gehen:
Aufbruch in unbekannte Welten
Innerhalb eines Jahres hatte ich 9 veröffentlichte Blogbeiträge.
Das Schreiben tut mir genauso gut wie eine Therapie, auch wenn diese damit niemals ersetzt werden kann. So verarbeitete ich mein Geburtstrauma, hier nachzulesen:
Meine Traumgeburt, die zum Alptraum wurde
…und schrieb darüber, wie ich zu meiner postnatalen Depression kam:
Von der Geburt zur Depression
Ich bekam unglaublich nettes und liebevolles Feedback, viel Unterstützung und es motivierte mich immer mehr mit dem Thema herauszugehen und darüber zu sprechen.
Soweit, dass ich nun vielen Eltern helfen möchte, die eine traumatische Geburt erlebt haben oder danach unter postnatalen Depressionen leiden. Ich schreibe explizit ELTERN – denn es trifft sehr oft auch die Väter.
So viele, wie ich am Anfang, denken sie sind damit alleine – keiner in der Familie kennt sich damit aus. Da steht die Überzeugung im Weg, die Schuld liegt bei einem selbst, ich bin eine schlechte Mutter, ein schlechter Vater. Ich werde meinem Kind nicht gerecht, ich kann nicht helfen. Und dann beginnt sie – mal direkt, mal durch Verdrängung erst nach Monaten:
Die Depression!
Fehler sind schlimm, Versagen, Aufgeben des Selbst, warum kann ich nichts richtig machen?
Der Teufelskreis verwandelt sich in eine Spirale, die immer weiter hinabführt und jegliche Hoffnung auf ihrem Weg verschlingt. Dann ist da nur noch dieser eine Gedanke: Alles ist schrecklich und anstrengend – es wird nie wieder besser!
Aus diesem Sumpf habe ich es herausgeschafft, aber nicht ohne Hilfe. Deshalb hat für mich der alte Name “große Kleine Füße” nicht mehr gepasst. Tja, und wie kam ich zu dem neuen Namen?
Mein Mann ist schuld und behauptet immer noch es sollte ein Witz sein.
Aber ich liebe, liebe den Film “Die fabelhafte Welt der Amelie”! Und ich heiße mit meinem zweiten Vorname schließlich Amelie.
Ich klärte ob ich denn einen Filmtitel umbenennen und als Markenname verwenden darf – ja, darf ich!

Den gesamten Oktober 2019 feierte ich den neuen Namen “Die Postnatale Welt der Amelie” mit einem “Bogtober”!
Was ist das schon wieder? Das was da steht; ich habe versucht jeden Tag einen Blogbeitrag zu veröffentlichen.
Bis auf drei Stück habe ich das auch wirklich geschafft; allerdings nicht alleine.
Acht wunderbare Frauen haben mir einen Gastartikel verfasst und die werde ich nun kurz vorstellen:
Corinna Nordhausen – Mein Körper tut genau das Richtige
Isabel Schönig – Entspannte Eltern = Entspannte Babys (?)
Bettina Gruber – Wie Babys zur Sprache finden
Lisa Sons – Die Suche nach dem “richtigen” Kinderarzt
Katherine – Stillen, Daddeln, Baby schnuppern – Medien im Wochenbett
Stefanie Bühn – Über das Mutter werden und Mutter sein
Manuela Schillinger-Gabriel – Mein Sternenkind – Trauer auch nach 26 Jahren
Lucie Körber – Horrorschwester Estha oder „Das Boobcamp im Krankenhaus“
Der Blogtober hat echt viel Spaß gemacht, den wird es 2020 wieder geben!
Meine Homepage hat ein neues Gesicht und eine eigene Domain bekommen, so dass ich im neuen Jahr richtig damit durchstarten kann!
Im Juni haben wir eine wunderschöne Maisonette-Wohnung in Leonberg-Gebersheim ergattert. Ich nenne sie liebevoll MaisonOtte-Wohnung, hihi. Der Umzug im Juli war schlecht geplant und heftig anstrengend. Jedenfalls wissen wir jetzt, dass wir das nicht nochmal so machen werden. Wir hatten zum Glück unglaublich tolle Umzugshelfer-Freunde, die geschleppt, auseinander gebaut und den Transporter gefahren haben. Neue liebe Nachbarn haben sich ein wenig währenddessen um unsere Tochter gekümmert.
Nach dem Umzug war es noch nicht vorbei, die alte Wohnung wollte fertig aus- und aufgeräumt werden. Wieder anstrengend und wieder hatten wir tolle Hilfe.
Danke Euch vielmals dafür, die dabei waren und das hier lesen!!!
Eineinhalb Wochen lief es wunderbar in der neuen Wohnung. Wir richteten uns ein, machten neue Bekanntschaften und die Beziehung lief super.
Dann – ein Tag vor dem ersten Arbeitstag meines Mannes – bekam Emily den schlimmsten Fieberkrampf, den sie je hatte. Wir mussten den Krankenwagen rufen. Die Geschichte kannst du hier nachlesen:
Der Tag an dem ich den Notruf wählte
Der Umzug und meine Panikattacke während des Fieberkrampfes plus der Krankenhausaufenthalt haben mir eine wirklich schlimme Depression verpasst. Selbst darüber habe ich es geschafft zu schreiben:
Was ist wenn ich nicht mehr leben will…!?
Eigentlich wollte ich mir Hilfe suchen, aber das Schreiben und darüber Sprechen hat mir so sehr geholfen – mir geht es gut!
Ich habe die Depression wieder einmal überwunden und ich bin stolz und glücklich darüber.
Auch diese intensiven Erlebnisse haben mich gelehrt, dass ich mich zu oft übernehme und zu wenig abgebe. Ich habe gelernt Termine abzusagen, Dinge mal nicht sofort erledigen zu müssen, besser zu planen und mir wo es geht Hilfe, Hilfe und nochmal Hilfe zu holen!
Es gehörte auch dazu über die Weihnachtsfeiertage den Besuch bei meinen Schwiegereltern abzusagen. Mein Mann ist nun alleine hingefahren und ich bin mit Emily zu Hause geblieben. Sie hatte am 1. Weihnachtsfeiertag einen leichten Fieberkrampf und es war sowas von die richtige Entscheidung nicht die fast 600km zu fahren. Meine Mama war da und wir hatten einige wundervolle gemeinsame Tage.
Wow, das war ein turbulentes Jahr 2019 und irgendwie ist es verdammt schnell rumgegangen.
Wir fühlen uns wunderbar wohl in der neuen Wohnung; ich bin total glücklich mit dem neuen Namen meines Business und ich gehe gestärkt aus der Überwindung einer Depression.
Und was habe ich 2020 so vor?
Definitiv mein erstes eigenes Geld verdienen; das aber eher im Hintergrund – vordergründig möchte ich meine ersten Coachings anbieten, meinen Podcast starten, meine Community ausbauen und einen Newsletter anbieten. Soviel zu meinem Business!
Ich will mal wieder richtig Urlaub mit meiner Familie machen, das ist 2019 auf der Strecke geblieben – jepp, du liest richtig! – wir hatten 2019 keinen Urlaub. Ab nach Baerenthal auf die Spielefortbildung und mit meiner Mama in den Europapark oder Tripsdrill!
Außerdem beginnt im Januar meine Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie – yeah! Ich bin so gespannt!
Ich wünsche mir 2020 viel Besuch, enge Freundschaften, persönliche Weiterentwicklung, einen Besuch bei meiner Oma, Frieden mit den Nachbarn untendrunter, eine neue Schwangerschaft, ein Auto, welches meinem Mann mehr Zeit für uns verschafft und einen bedürfnisorientierten Job für meine Mama!
Boah, Du hast bis hierhin gelesen? Dafür wirst Du jetzt virtuell herzlich geknuddelt und ich wünsche Dir einen wunderbaren Rutsch ins neue Jahr!
Deine Julia Amelie

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Laufe wer kann! Ich habe mal wieder gezeichnet… Darin habe ich zwar keine Übung, aber ich schätze ich kann die Gefühle trotzdem gut rüberbringen. Auch wenn mein Mann dazu kichert und “Süß” sagt… *grml*
Dann übe ich mal weiter, vielleicht kommt bald die nächste Zeichnung von mir!
Deine Julia Amelie
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]]>Der Beitrag 31. Blogtober – Horrorschwester Estha oder „Das Boobcamp im Krankenhaus“ erschien zuerst auf Mama hat AuDHS.
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Die Geburt ist endlich geschafft, nach nur 22 Stunden Wehen, davon das erste Drittel herzlich unwirksame, dafür schnell aufeinander folgende Wehen aufgrund Einleitung. Der erste Tag mit Baby (im Krankenhaus) ist überstanden. Ich bin froh fast nur liegen zu müssen. Mit einem Dammriss III. Grades ist bewegen auch echt unangenehm. Sohn K, unser erstes Kind, liegt sauber, trocken und friedlich im Bettchen neben mir. Mein Mann schläft. Ich auch.
Helles Licht weckt mich unsanft. Eine Schwester steht im Raum und sagt irgendetwas unfreundlich klingendes. Mein verwirrtes Blick zur Uhr bestätigt dass es eine sehr unchristliche Zeit ist: ca 2 Uhr nachts. Ich schaue die Nachtschwester irritiert an. Sie wiederholt, genauso unfreundlich, etwas davon ob sie meine Mamillen ansehen dürfe. Okay, es ist also 2 Uhr nachts, ich übermüdet, zwar mit Lateinkenntnissen aber trotzdem vollkommen irritiert und ohne Ahnung von dem, was sie will. Noch einmal gefragt „Ma- was bitte?“ Sie erklärt knapp dass sie natürlich die Brustwarzen meint. Ach so! Muss Frau ja wissen. Dann will sie wissen ob ich stillen will. „Ja, klar“, kann ich nur sagen, da nickt sie, verschwindet kurz und kommt mit einem Beutel mit verschieden großen Kugeln wieder. Erklärt, dass der Magen des Babys jetzt so groß wäre und nach und nach wachsen würde. Ich muss gestehen, ich habe das Meiste schon wieder vergessen. Nachts um 2 bin ich einfach nicht sehr aufnahmefähig. Sie dozierte aber eine ganze Weile mit einem mäßig verständlichen Akzent über Magengrößen von Babys, Milchmengen und Stillpositionen. Dann bittet sie unwirsch darum, dass ich mich hinsetzen soll, auf die Bettkante. Ich setze mich also mühsam auf und werde gleich angeherrscht „FALSCH!“ Ich muss es in Großbuchstaben schreiben, genau so kam es bei mir an. Es wird nicht gesagt was ich hätte anders oder besser machen sollen. Mir kommen die Tränen. Mein Mann fragt ob er sie rauswerfen soll. Ich kann nur nicken. Also bittet er die Dame mühsam beherrscht darum dass wir doch bitte die andere Nachtschwester haben wollen.
Ohne meinen Mann wäre diese Episode vermutlich nicht so harmlos für mich ausgegangen – wir haben die andere Nachtschwester bekommen und mittlerweile kann ich darüber lachen. In der Situation selber war es nicht so angenehm.
Als Schwester Estha bei der Geburt der kleinen Schwester dann diejenige war, die mich aus dem Kreißsaal auf Station brachte, brachte mich dann auch eher zum lachen, aber das ist eine andere Geschichte.
Ich heiße Lucie, bin 38 Jahre alt, seit 7 Jahren mit meinem Mann verheiratet, den ich schon seit fast 19 Jahren kenne, und Mutter von zwei Kindern (Sohn, fast 5, und Tochter, fast 3). Ich habe mich seit der ersten Schwangerschaft mit Bedürfnisorientierung beschäftigt und bin dann bei unerzogen gelandet und auf dem Weg zu einer friedvolleren Haltung sowohl Kindern als auch Erwachsenen gegenüber. Da der Sohn so gar nicht in „Schema F“ im Kindergarten passen wollte, habe ich mich mit Hochbegabung, Hochsensibilität und „anders lernen“ auseinander gesetzt.
Studiert habe ich Luft- und Raumfahrttechnik, dann als Qualitätsingenieur bei den Autos gelandet und nebenbei mit viel Herzblut kreativ. Derzeit arbeite ich an einem Spiel, das als Ziel hat, als Familie oder Einzelperson selber Geschichten zu erfinden. So strukturiert wie man es braucht, so frei wie man es möchte, mit vielen Vorschlägen drin und viel Platz für eigene Ideen.
Für kommendes Jahr ist ein online Kongress zum Thema „Lernen anders denken“ zusammen mit familiengeflecht angedacht. Außerdem bin ich bei Instagram als @beychaliban aktiv, meist zu den Themen Gedichte und Rollenspiel, und blogge gelegentlich etwas über Lernen oder Hochbegabung bei Kindern auf meiner Homepage www.luciestumm.de
Photo by Graham Ruttan on Unsplash
Der Beitrag 31. Blogtober – Horrorschwester Estha oder „Das Boobcamp im Krankenhaus“ erschien zuerst auf Mama hat AuDHS.
]]>Der Beitrag 30. Blogtober – Mein Sternenkind – Trauer auch nach 26 Jahren erschien zuerst auf Mama hat AuDHS.
]]>Ich kann es noch spüren, vor genau 26 Jahren verlor ich mein erstes nicht geborenes Baby in der 8. SSW.
Ich war 19 Jahre jung, verliebt & verlobt, glücklich und in der Ausbildung zur Kinderpflegerin. Ich liebe Kinder und ich wollte immer mit Kindern arbeiten und selbst viele Kinder bekommen.
Meine erste Schwangerschaft, Aufregung, Unsicherheit, Stolz und etwas Angst, was kommt da auf mich zu.
Etwas naiv bin ich an die Schwangerschaft herangegangen, alles was ich wusste war: Übelkeit in den ersten 3 Monaten ist normal, der Körper verändert sich, auftretende Stimmungsschwankungen, nicht schwer heben, regelmäßig zum Gynäkologen gehen, auf gesundes Essen achten, auf gute Eisenwerte achten und kein Alkohol trinken.
Alles war so klar, in 9 Monaten wirst du dann ein kleines Würmchen im Arm halten! Fehlgeburt war für mich ein Fremdwort!
Ich kannte es nicht und wusste davon auch nichts. Schwangerschaftsprobleme gab es in Deutschland für mich nicht!
Bis Tag X ! 01.10.1993 es war ein Freitag, ich ging auf die Toilette, mir war irgendwie komisch und da war mein heranwachsendes Baby in meiner Binde! Schock und starr mit Herzrasen bin ich zu meinem Ex-Mann gegangen und hielt ihm das Kind einfach unter die Nase!
Wir sind dann ins Klinikum gefahren. Dort angekommen wurde ich abgefertigt wie in Massen, ich bekam mein Baby im Reagenzglas mit und es hieß, dass ich eine Fehlgeburt hätte !
Es war Freitag. „Bitte kommen sie am Montag wieder, damit wir die Ausschabung vornehmen können und bringen sie das Reagenzglas mit ! Sie sind noch jung und können noch viele Kinder bekommen“ !
Wie unter Trance und Schock bin ich zu meinem Ex-Mann gelaufen und wir nahmen uns in die Arme, weinten, weil ich mein Baby verloren hatte!
Wie in Trance bin ich nach Hause gefahren und alle meinten: „Du bist jung, das wird wieder, reiß dich zusammen, du wirst noch viele Kinder bekommen, für Trauer ist keine Zeit!” Ich habe mich entsetzlich gefühlt und mit jeder Schwangerschaft war die Angst da, es könnte wieder passieren!
Es hat viele Jahre gedauert, bis ich durch meine 3. Fehlgeburt, also 18 Jahre später, dieses Thema so einigermaßen aufgearbeitet habe!
Ich denke an dich mein nicht geborenes Baby! Am 01. Oktober diesen Jahres war dieser Tag und es macht mich nicht mehr traurig – es ist vielmehr der Umgang damals mit mir, der mir sehr zugesetzt hat! Diesem Tabuthema „Fehlgeburt“ möchte ich Raum geben, so wie ich ihn mir genommen habe, damit sich keine Frau zu schämen braucht, sie ein Recht hat zu trauern, wegen dem, was in ihr gewachsen und jetzt plötzlich weg ist!
Nehmt Euch Zeit und Raum, so wie ich ihn mir immer noch nehme, 26 Jahre danach! Trauer hat keine Regeln, es wird leichter, mein erstes Sternenkind hat ein Platz in unserer Familie und ich habe mich versöhnt mit diesem wunderbaren Wesen. Ich wünsche Dir, Du das jetzt liest, das Du Deinem Sternenkind Raum gibst und es ganz fest an Dein Herz drückst und ihm Dankst für seinen Lebensimpuls für Dich.
Ich denke an dich, mein erstes nicht lebendes Baby und spüre in meinem Herzen, dass ich dich liebe und Du für immer einen Platz in unserer Familie haben wirst!
Deine Mama
PS: wollt ihr Euch die ganze Geschichte auf Youtube anhören, hier ist der Link:
Manuela Schillinger- Gabriel, Mutter von 8 Kindern, davon 4 Sternenkinder, hat sich auf das Thema Trauer und Trauerbewältigung spezialisiert, wobei sie in Kursen Hilfe für Trauernde anbietet, damit sie wieder in das neue Leben zurückfinden können.
Durch ihre eigene Biographie hat sie selbst erfahren ,wie der Trauerweg gegangen werden kann, damit man nicht in der Trauer feststeckt und zurück in das Leben findet. Diese einfache Frau hat mehr Schicksalsschläge erlebt, als jeder andere und hat dennoch eine große Tiefe, Wissen und Liebe in sich.
Sie ist achtfache Mutter von vier lebenden Kindern und vier Sternenkinder. Durch den Suizid ihres zweiten Ehemannes, die Trauer um ihre 4 Sternenkinder, das nicht aufwachsen ihrer zwei Erstgeborenen Kinder aus erster Ehe und dessen Trauerbewältigung mit professioneller Hilfe fasste sie den Entschluss, anderen Trauernden mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Durch Qualifikation und Weiterbildung zur intuitiven und holistischen Trauerbegleiterin, Autorin, Kongressveranstalterin und Kongresssupport und Mindsetbegleiter, systhemische,- aroma – und familientherapeutischer Beraterin mit den Schwerpunkten EFT, Aroma, Systhemische, Aktive und Ernährungsberatung hat sie ihr Wissen erweitert und vertieft. Mit diesem Wissen kann sie Trauernden helfen, die Trauer anzunehmen um in ein neues Leben zu finden.

Webseite: www.manuelaschilingergabriel.com
Online Kongressseite: www.mut-zur-trauer.com
Private Sternenkindermama Facebook Gruppe: https://www.facebook.com/groups/SternenkinderMamas/
(Bilder von Manuela Schillinger-Gabriel)
Der Beitrag 30. Blogtober – Mein Sternenkind – Trauer auch nach 26 Jahren erschien zuerst auf Mama hat AuDHS.
]]>Der Beitrag 27. Blogtober – Über das Mutter werden und Mutter sein erschien zuerst auf Mama hat AuDHS.
]]>Als ich das erste Mal Mutter wurde, wusste ich nicht, was auf mich zukommt. Ich war als eine der ersten im Freundeskreis schwanger und hatte daher wenig Beispiele und Ratschläge von außen. Ich genoss meine Schwangerschaft und es ging mir gut.
Mit der Geburt unser Tochter wurde ich zur Mutter.
Bilder von Müttern gab es zu genüge, in den Medien, in der eigenen Familie und im Umfeld. Ich habe mich nie groß mit ihnen auseinander gesetzt. Erst als ich selber Mutter wurde, habe ich gemerkt, wie sehr sie mich geprägt haben, wie sehr sie in meinem Kopf verankert waren. Wie sehr das Bild, was in der Gesellschaft, in der Öffentlichkeit herrscht mein Bild vom Mutter sein geprägt hat. Das Bild des Mutter seins, dass mir von außen gezeigt wurde, enthielt viele schöne Momente tiefster Verbundenheit, tiefster Liebe und Dankbarkeit. Ich sah lachende, entspannte Mütter die mit ihren Kindern gemeinsam die Welt entdeckten. Ich sah selbstbewusste Mütter, die die Balance zwischen Kindern und Karriere meisterten, die eine zufriedene und erfüllte Partnerschaft führten und dabei weder ihre Figur noch ihre Vitalität einbüßen mussten.
Aber so, wie oben beschrieben, war es nicht. Es gab viele Momente des Zweifels, der Unsicherheit, der Sorgen und der tiefen Erschöpfung. Momente in denen meine Kraft nicht reichte, meine Geduld schon gar nicht und mir alles zu viel wurde. Ich wusste nicht, wie wichtig es ist, auf mich selbst zu achten und gut für mich selbst zu sorgen. Die Hebamme gab mir zwar den Ratschlag, ich solle mich hinlegen, wenn das Kind schläft, aber das tat ich nicht. Anstatt mich auszuruhen, habe ich oft die Zeit genutzt um noch schnell die Wäsche zu erledigen oder die Spülmaschine auszuräumen. Anstatt auf mich und meine Bedürfnisse zu schauen, habe ich versucht allen Ansprüchen gerecht zu werden. Ich dachte, das würde eine gute Mutter ausmachen.
Bis ich irgendwann nicht mehr konnte und das Bild der Mutter, die alles im Griff hatte nicht mehr spielen konnte und wollte. Bis ich lernen durfte, alles zu überdenken und ich meinen Weg wieder zurück zu mir selbst fand. Bis ich lernte Pausen zu machen, bewusste Entscheidungen zu treffen und meinen Akku präventiv immer wieder aufzuladen, bevor er im roten Bereich landete und kurz vorm totalen Leerstand war. Ich durfte spüren, wie wichtig es ist, gut für mich selbst zu sorgen und mich auch an meinen eigenen Bedürfnissen zu orientieren. Bekomme ich genug Schlaf? Habe ich gesund gegessen, getrunken und mich genug bewegt? Wie sieht es aus mit sozialen Kontakten? Habe ich genug Kontakt zu anderen Menschen, auch ohne Kinder? Bekomme ich genug Wertschätzung?
Ich habe mir bewusst Auszeiten gegönnt, in denen ich mich gefragt habe, wie es mir geht und was ich gerade brauchte. Ich habe mir Zeiten der Pause genommen, obwohl ich noch nicht aus dem letzten Loch pfiff. Ich habe mich bewusst hingesetzt, einen Tee getrunken und aus dem Fenster geschaut oder habe bewusst einen Spaziergang im Wald gemacht. Ich habe aufgehört direkt „Hier“ zu schreien, wenn sich mal wieder keiner beim Elternabend als Elternvertreter meldete. Ich habe Dinge outgesourct, an meinen Mann, die Familie oder Freunde. Und trotzdem war und ist es nicht immer leicht, mich zurück zu nehmen und loszulassen. Zu akzeptieren, dass die Dinge nicht nach meinen Vorstellungen liefen.
Ich musste meine Erwartung und meinen Perfektionismus loslassen. Wenn’s beim Papa immer nur Nudeln mit Tomatensoße gab, zum Beispiel. Oder nicht aufzuräumen, obwohl Besuch kam. Ich lernte wieder mehr auf mein Bauchgefühl zu vertrauen, was mir zeigte, was sich für mich richtig anfühlte und wichtig war. Ich fragte mich immer wieder, ob es jetzt gerade wirklich wichtig ist, zu putzen oder etwas anderes wichtiger ist. Und ich fragte mich, ob ich putze, weil ich es selbst wichtig finde und ich ein Bedürfnis nach Ordnung habe oder ob ich es machte, weil „man“ das eben macht. Insgesamt wurde ich mutiger für meine Bedürfnisse einzustehen. Mutig Nein zu sagen.
Stefanie Bühn ist Frau, Mensch und Mutter von drei wundervoll wilden Kindern. Sie ist Gesundheitswissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Stressmanagement zur Prävention von Erschöpfung. Ihre Vision ist es, Familien u.a. durch Selbstfürsorge ein gesünderes, friedvolleres und stressfreieres Miteinander zu ermöglichen. Sie schreibt unter @querherzein auf Instagram und auf Facebook. In Kürze findet ihr mehr unter www.querherzein.de.

Fotos von Stefanie Bühn
Der Beitrag 27. Blogtober – Über das Mutter werden und Mutter sein erschien zuerst auf Mama hat AuDHS.
]]>Der Beitrag 25. Blogtober – Ich bin hochsensibel und das ist gut so erschien zuerst auf Mama hat AuDHS.
]]>Dadurch das ich meine Sensibilität zu schätzen gelernt habe konnte ich bei meiner Tochter sehr schnell feststellen wie ähnlich sie mir doch in dieser Hinsicht ist. Genauso meine Mutter und meine Oma. Wir sind alle auf unsere Art und Weise hochsensibel.
Ich war 17 oder 18, da hat mir mein Exfreund vorgeworfen ich solle doch nicht immer so sensibel sein. Das Gleiche bekam ich öfter von meinem Vater zu hören. Es waren also hauptsächlich die Menschen den ich sehr nah stand. Sensibel hieß, dass ich schnell emotional wurde. Ich machte mir sehr schnell Sorgen, fing schnell an zu weinen (zumindest wenn ich alleine war, ich habe das normalerweise sehr stark kontrolliert), jammerte und reagierte pessimistisch auf Probleme. „Gib doch nicht immer gleich auf!“ hieß es dann. Ab da dachte ich immer ich sei schwach und falsch. Empfindsam, zu lieb, sensibel, schwach, unselbständig, kein Selbstvertrauen…. Das wurde alles in einen Topf geworfen und ins negative gedreht.
Dann lernte ich eine wundervolle Frau kennen; die Mutter meines Exfreundes. Sie sah etwas in dieser Sensibilität was ich lange nicht annehmen konnte. Mitgefühl, ein Leuchten in mir, Empathie, Menschenkenntnis, gute Selbsteinschätzung, Spiritualität, ein tiefes Vertrauen und Verbundenheit.
Ein gutes Gefühl dafür wie ich mit anderen Menschen umgehe und mit der Stimmung in der sie sich gerade befinden. Das sind Stärken, die ich mittlerweile beständig weiter ausbaue und auf sie vertraue.
Was ich nicht mag oder nicht gut mit kann?
Ich bin sehr sehr schnell überreizt. In Menschenmengen (Weihnachtsmarkt zum Beispiel) kann ich mich nicht besonders lange aufhalten. Es ist total anstrengend, ich kann mich kaum auf eine Sache konzentrieren. Alleine mich mitten im Gewusel mit einer Person unterhalten macht mich völlig fertig. Es entzieht mir unglaublich viel Energie. Daher meide ich solche Situationen wo es nur geht. Im Studium haben mich sogar zu volle Vorlesungssäle abgeschreckt. Im Nachhinein konnte ich meistens kaum schlafen und musste mich regelrecht erholen. Mit sehr viel Ruhe und passiven Tätigkeiten.
Meine Haut und mein Körper sind ebenfalls „empfindlich“. Ich mag nachts niemanden an mir dran haben. Allergien geben mir direkt Ausschläge, die so sehr jucken, dass ich mich im Schlaf blutig kratze. Mich braucht nur jemand leicht an einer falschen Stelle am Körper berühren und ich hab Schmerzen. Wenn ich auf dem Boden krabbel habe ich anschließende blaue Knie.
Ich habe mehr Online-Freunde als regelmäßig welche persönlich zu treffen. Nicht verwechseln, ich bin nicht unsozial, aber ich bin introvertiert. Probleme kann ich am besten schriftlich lösen, weil ich beim reden zu aufgeregt bin um wirklich das zu sagen was ich eigentlich denke.
Damit habe ich sehr viele Bedürfnisse, zuvorderst das nach Ruhe. Ich war nie wirklich gerne ein Partygänger, auch wenn ich mal gerne auf ein Konzert gehe. Aber seit ich das entdeckt habe kann ich so viel besser darauf eingehen. Wenn ich mich gestresst und überfordert fühle schaffe ich es immer öfter mich einen Moment aus der Situation zu nehmen und zu gucken was ich gerade wirklich brauche.
Ich sage Termine ab wenn ich merke, dass es mir zu viel wird und das war bis jetzt immer die richtige Entscheidung.
Eigentlich wollte ich gestern bis morgen auf die SPIEL in Essen gehen. Es war alles geplant, von Hotel zu Auto und Tickets kaufen… Dann habe ich realisiert – ich krieg das derzeit nicht hin! Diese Menschenmassen, diese Unmengen an Reizen. Ein fremdes Bett, früh aufstehen, lange Autofahrten. Wahrscheinlich noch Lebensmittel konsumieren gegen die ich allergisch bin und dann geht es mir schlecht. Der Preis war mir zu groß und ich habe auf mich gehört. Ich bin natürlich traurig, weil ich die Messe verpasse, aber ich bin sehr froh, diese Bedürfnisse rechtzeitig erkannt zu haben und mir nicht die Schuld zu geben, dass ich eben zu „empfindlich“ bin.
Genau aus diesem Grund leben wir derzeit Kitafrei, weil Emily sehr sensibel ist. Sie schnappt Stimmungen von meinem Mann und mir auf und spiegelt sie hemmungslos. Mit vielen Kindern und großen Menschenmengen ist sie schnell überfordert und als Baby hat sie wegen Bauchschmerzen und Überreizung sehr viel gebrüllt. Auch damit habe ich gelernt gut umzugehen. Zum Glück erkenne ich schnell wenn etwas zu viel für sie ist und ziehe sie aus der Situation raus.
Ich bin so froh mich mit dieser „Gabe“ auszukennen und kann damit sehr gut auf sie eingehen.
Hoffentlich kann sie so von mir lernen, dass es nicht negativ ist hochsensibel zu sein. Im Gegenteil, es liegt so viel Potenzial darin!
So genieße ich mit meiner Tochter den Alltag und die Ruhe, sie nicht in den Kindergarten bringen zu müssen.
Bist du auch hochsensibel? Schreib mir gerne darüber!
Deine Julia Amelie
Photo by Oleg Ivanov on Unsplash
Der Beitrag 25. Blogtober – Ich bin hochsensibel und das ist gut so erschien zuerst auf Mama hat AuDHS.
]]>Der Beitrag 24. Blogtober – Tetrapack und Vogelfutter erschien zuerst auf Mama hat AuDHS.
]]>Ob Terrasse oder Balkon, für dieses Upcycling-Vogelhaus brauchst du nur eine kleine geschützte Stelle, damit das Haus nicht nass wird.
Was du sonst noch benötigst:
So geht’s:
Auf zwei Seiten rechteckige Felder aus dem Tetrapack schneiden. Unten genug Platz für die Stange und das Futter lassen. Unterhalb der freien Flächen zwei Kreuze einschneiden und die Stange durchschieben. Oben die Laschen hochklappen und zwei Löcher reinbohren. Schnur daran befestigen und Vogelfutter einfüllen.
Zack ist das Häuschen fertig!
Es wird ein wenig dauern bis die Vögel die Futterstelle akzeptieren, deshalb ist es gut es jetzt bereits aufzuhängen.
Auf Smarticular gibt es eine tolle Anleitung wie du eine Futterstelle aus einer PET-Flasche basteln kannst.
Viel Spaß beim basteln
Deine Julia Amelie
Der Beitrag 24. Blogtober – Tetrapack und Vogelfutter erschien zuerst auf Mama hat AuDHS.
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