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Bedürfnisse Archive - Mama hat AuDHS https://postnatalewelt.de/blog/category/beduerfnisse/ Mein Leben mit der Autismus & ADHS Kombi Thu, 08 Apr 2021 08:02:46 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.6.5 Neubeginn, Umzug und Depression – Mein Jahresrückblick 2019 https://postnatalewelt.de/blog/2019/12/29/neubeginn-umzug-und-depression-mein-jahresrueckblick-2019/ https://postnatalewelt.de/blog/2019/12/29/neubeginn-umzug-und-depression-mein-jahresrueckblick-2019/#comments Sun, 29 Dec 2019 19:05:14 +0000 https://postnatalewelt.de/?p=615 2018 schlich ich schon drumherum, aber ich hatte lauter Ausreden – zu wenig Geld und das kann ich ja nicht machen und bla bla bla!Aber das Angebot ist einfach einmalig und letztendlich: Eine Investition in mich!Also schlug ich im Februar 2019 zu und das war eine der besten Entscheidungen, die ich in diesem Jahr getroffen habe: Mama goes Business Das “Mama goes Business”-Programm von Lena Busch. “Dein Business-Baby in 9 Monaten”. Begleitung für ein Jahr, Module im Mitgliederbereich, Gruppencalls und die vielen wunderbaren Frauen, die den gleichen Weg gehen wie ich. Gemeinsam lösen wir Mindfucks, helfen uns wo wir können, motivieren und bauen uns auf. Ich hätte nie, wirklich nie gedacht darüber so tolle Freundinnen kennenzulernen, die sich bei unserem ersten Live-Treffen im November in Frankfurt anfühlten, als würde ich sie wirklich schon ewig kennen. Ziel des Ganzen: Ein bedürfnisorientiertes Business aufbauen, das mir und meiner Familie gerecht wird. Von zu Hause arbeiten und für meinen Mann und meine Tochter da sein können. Mein Herzensthema rausbringen und mich persönlich weiterentwickeln. Ich gehe nicht zu weit wenn ich sage, dass mich das Ganze aus der Depression gezogen hat. Endlich konnte ich Altes aufarbeiten, Glaubenssätze umwandeln oder auflösen und ein Fundament schaffen, mit dem ich nächstes Jahr Geld verdienen möchte. Nicht arbeiten macht mich krank. Ich fühle mich allein und unterfordert und Lena hat mir einfach die Hand gereicht und gesagt: Komm mit auf diese Reise! Ich bereue keinen Cent, den ich ausgegeben habe, im Gegenteil: Ihre Arbeit ist so viel mehr wert und darum wird ihr Angebot dieses Jahr auch teurer. Und ja, das ist Werbung, eine Herzensempfehlung von mir, wenn du in deinem Job unter Wert arbeitest und unglücklich bist. Wenn du zwischen Job und Familie stehst und keinen Bedürfnissen gerecht wirst!Hol dir Hilfe und guck dir Lenas Angebot einfach mal an:https://familienleicht.de/interessenten-beduerfnisorientierte-mama-online-business-2/ Blog wird zu richtiger Homepage Am 13. März 2019 wurde mein Blog, noch unter dem Namen “große Kleine Füße” ein Jahr alt. Mein erster Beitrag vom 13. März 2018 erzählt von dem Wunsch in die Selbständigkeit zu gehen:Aufbruch in unbekannte Welten Innerhalb eines Jahres hatte ich 9 veröffentlichte Blogbeiträge. Das Schreiben tut mir genauso gut wie eine Therapie, auch wenn diese damit niemals ersetzt werden kann. So verarbeitete ich mein Geburtstrauma, hier nachzulesen: Meine Traumgeburt, die zum Alptraum wurde …und schrieb darüber, wie ich zu meiner postnatalen Depression kam:Von der Geburt zur Depression Ich bekam unglaublich nettes und liebevolles Feedback, viel Unterstützung und es motivierte mich immer mehr mit dem Thema herauszugehen und darüber zu sprechen. Soweit, dass ich nun vielen Eltern helfen möchte, die eine traumatische Geburt erlebt haben oder danach unter postnatalen Depressionen leiden. Ich schreibe explizit ELTERN – denn es trifft sehr oft auch die Väter. So viele, wie ich am Anfang, denken sie sind damit alleine – keiner in der Familie kennt sich damit aus. Da steht die Überzeugung im Weg, die Schuld liegt bei einem selbst, ich bin eine schlechte Mutter, ein schlechter Vater. Ich werde meinem Kind nicht gerecht, ich kann nicht helfen. Und dann beginnt sie – mal direkt, mal durch Verdrängung erst nach Monaten: Die Depression!Fehler sind schlimm, Versagen, Aufgeben des Selbst, warum kann ich nichts richtig machen?Der Teufelskreis verwandelt sich in eine Spirale, die immer weiter hinabführt und jegliche Hoffnung auf ihrem Weg verschlingt. Dann ist da nur noch dieser eine Gedanke: Alles ist schrecklich und anstrengend – es wird nie wieder besser! Aus diesem Sumpf habe ich es herausgeschafft, aber nicht ohne Hilfe. Deshalb hat für mich der alte Name “große Kleine Füße” nicht mehr gepasst. Tja, und wie kam ich zu dem neuen Namen?Mein Mann ist schuld und behauptet immer noch es sollte ein Witz sein.Aber ich liebe, liebe den Film “Die fabelhafte Welt der Amelie”! Und ich heiße mit meinem zweiten Vorname schließlich Amelie. Ich klärte ob ich denn einen Filmtitel umbenennen und als Markenname verwenden darf – ja, darf ich! Den gesamten Oktober 2019 feierte ich den neuen Namen “Die Postnatale Welt der Amelie” mit einem “Bogtober”!Was ist das schon wieder? Das was da steht; ich habe versucht jeden Tag einen Blogbeitrag zu veröffentlichen. Bis auf drei Stück habe ich das auch wirklich geschafft; allerdings nicht alleine. 😉 Acht wunderbare Frauen haben mir einen Gastartikel verfasst und die werde ich nun kurz vorstellen: Corinna Nordhausen – Mein Körper tut genau das Richtige Isabel Schönig – Entspannte Eltern = Entspannte Babys (?) Bettina Gruber – Wie Babys zur Sprache finden Lisa Sons – Die Suche nach dem “richtigen” Kinderarzt Katherine – Stillen, Daddeln, Baby schnuppern – Medien im Wochenbett Stefanie Bühn – Über das Mutter werden und Mutter sein Manuela Schillinger-Gabriel – Mein Sternenkind – Trauer auch nach 26 Jahren Lucie Körber – Horrorschwester Estha oder „Das Boobcamp im Krankenhaus“ Der Blogtober hat echt viel Spaß gemacht, den wird es 2020 wieder geben! Meine Homepage hat ein neues Gesicht und eine eigene Domain bekommen, so dass ich im neuen Jahr richtig damit durchstarten kann! Umzug und Krankenhaus Im Juni haben wir eine wunderschöne Maisonette-Wohnung in Leonberg-Gebersheim ergattert. Ich nenne sie liebevoll MaisonOtte-Wohnung, hihi. Der Umzug im Juli war schlecht geplant und heftig anstrengend. Jedenfalls wissen wir jetzt, dass wir das nicht nochmal so machen werden. Wir hatten zum Glück unglaublich tolle Umzugshelfer-Freunde, die geschleppt, auseinander gebaut und den Transporter gefahren haben. Neue liebe Nachbarn haben sich ein wenig währenddessen um unsere Tochter gekümmert. Nach dem Umzug war es noch nicht vorbei, die alte Wohnung wollte fertig aus- und aufgeräumt werden. Wieder anstrengend und wieder hatten wir tolle Hilfe. Danke Euch vielmals dafür, die dabei waren und das hier lesen!!! Eineinhalb Wochen lief es wunderbar in der neuen Wohnung. Wir richteten uns ein, machten neue Bekanntschaften und die Beziehung lief super. Dann – ein Tag vor dem ersten Arbeitstag meines Mannes – bekam Emily den schlimmsten Fieberkrampf, den sie je hatte. Wir mussten den Krankenwagen rufen. Die Geschichte kannst du hier nachlesen:Der Tag an dem ich den Notruf wählte Der Umzug und meine Panikattacke während des Fieberkrampfes plus der Krankenhausaufenthalt haben mir eine wirklich schlimme Depression verpasst. Selbst darüber habe ich es geschafft zu schreiben:Was ist wenn ich nicht mehr leben will…!? Eigentlich wollte ich mir Hilfe suchen, aber das Schreiben und darüber Sprechen hat mir so sehr geholfen – mir geht es gut! Ich habe die Depression wieder einmal überwunden und ich bin stolz und glücklich darüber. Auch diese intensiven Erlebnisse haben mich gelehrt, dass ich mich zu oft übernehme und zu wenig abgebe. Ich habe gelernt Termine abzusagen, Dinge mal nicht sofort erledigen zu müssen, besser zu planen und mir wo es geht Hilfe, Hilfe und nochmal Hilfe zu holen! Es gehörte auch dazu über die Weihnachtsfeiertage den Besuch bei meinen Schwiegereltern abzusagen. Mein Mann ist nun alleine hingefahren und ich bin mit Emily zu Hause geblieben. Sie hatte am 1. Weihnachtsfeiertag einen leichten Fieberkrampf und es war sowas von die richtige Entscheidung nicht die fast 600km zu fahren. Meine Mama war da und wir hatten einige wundervolle gemeinsame Tage. Fazit und Aussicht auf 2020 Wow, das war ein turbulentes Jahr 2019 und irgendwie ist es verdammt schnell rumgegangen. Wir fühlen uns wunderbar wohl in der neuen Wohnung; ich bin total glücklich mit dem neuen Namen meines Business und ich gehe gestärkt aus der Überwindung einer Depression. Und was habe ich 2020 so vor? Definitiv mein erstes eigenes Geld verdienen; das aber eher im Hintergrund – vordergründig möchte ich meine ersten Coachings anbieten, meinen Podcast starten, meine Community ausbauen und einen Newsletter anbieten. Soviel zu meinem Business! Ich will mal wieder richtig Urlaub mit meiner Familie machen, das ist 2019 auf der Strecke geblieben – jepp, du liest richtig! – wir hatten 2019 keinen Urlaub. Ab nach Baerenthal auf die Spielefortbildung und mit meiner Mama in den Europapark oder Tripsdrill! Außerdem beginnt im Januar meine Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie – yeah! Ich bin so gespannt! Ich wünsche mir 2020 viel Besuch, enge Freundschaften, persönliche Weiterentwicklung, einen Besuch bei meiner Oma, Frieden mit den Nachbarn untendrunter, eine neue Schwangerschaft, ein Auto, welches meinem Mann mehr Zeit für uns verschafft und einen bedürfnisorientierten Job für meine Mama! Boah, Du hast bis hierhin gelesen? Dafür wirst Du jetzt virtuell herzlich geknuddelt und ich wünsche Dir einen wunderbaren Rutsch ins neue Jahr! Deine Julia Amelie

Der Beitrag Neubeginn, Umzug und Depression – Mein Jahresrückblick 2019 erschien zuerst auf Mama hat AuDHS.

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2018 schlich ich schon drumherum, aber ich hatte lauter Ausreden – zu wenig Geld und das kann ich ja nicht machen und bla bla bla!
Aber das Angebot ist einfach einmalig und letztendlich: Eine Investition in mich!
Also schlug ich im Februar 2019 zu und das war eine der besten Entscheidungen, die ich in diesem Jahr getroffen habe:

Mama goes Business

Das “Mama goes Business”-Programm von Lena Busch. “Dein Business-Baby in 9 Monaten”. Begleitung für ein Jahr, Module im Mitgliederbereich, Gruppencalls und die vielen wunderbaren Frauen, die den gleichen Weg gehen wie ich. Gemeinsam lösen wir Mindfucks, helfen uns wo wir können, motivieren und bauen uns auf. Ich hätte nie, wirklich nie gedacht darüber so tolle Freundinnen kennenzulernen, die sich bei unserem ersten Live-Treffen im November in Frankfurt anfühlten, als würde ich sie wirklich schon ewig kennen.

Ziel des Ganzen: Ein bedürfnisorientiertes Business aufbauen, das mir und meiner Familie gerecht wird. Von zu Hause arbeiten und für meinen Mann und meine Tochter da sein können. Mein Herzensthema rausbringen und mich persönlich weiterentwickeln.

Ich gehe nicht zu weit wenn ich sage, dass mich das Ganze aus der Depression gezogen hat. Endlich konnte ich Altes aufarbeiten, Glaubenssätze umwandeln oder auflösen und ein Fundament schaffen, mit dem ich nächstes Jahr Geld verdienen möchte. Nicht arbeiten macht mich krank. Ich fühle mich allein und unterfordert und Lena hat mir einfach die Hand gereicht und gesagt: Komm mit auf diese Reise!

Ich mit Lena Busch von FamilienLeicht in Frankfurt (1. Dezember 2019)


Ich bereue keinen Cent, den ich ausgegeben habe, im Gegenteil: Ihre Arbeit ist so viel mehr wert und darum wird ihr Angebot dieses Jahr auch teurer.

Und ja, das ist Werbung, eine Herzensempfehlung von mir, wenn du in deinem Job unter Wert arbeitest und unglücklich bist. Wenn du zwischen Job und Familie stehst und keinen Bedürfnissen gerecht wirst!
Hol dir Hilfe und guck dir Lenas Angebot einfach mal an:
https://familienleicht.de/interessenten-beduerfnisorientierte-mama-online-business-2/

Blog wird zu richtiger Homepage

Am 13. März 2019 wurde mein Blog, noch unter dem Namen “große Kleine Füße” ein Jahr alt. Mein erster Beitrag vom 13. März 2018 erzählt von dem Wunsch in die Selbständigkeit zu gehen:
Aufbruch in unbekannte Welten

Innerhalb eines Jahres hatte ich 9 veröffentlichte Blogbeiträge.
Das Schreiben tut mir genauso gut wie eine Therapie, auch wenn diese damit niemals ersetzt werden kann. So verarbeitete ich mein Geburtstrauma, hier nachzulesen:
Meine Traumgeburt, die zum Alptraum wurde

…und schrieb darüber, wie ich zu meiner postnatalen Depression kam:
Von der Geburt zur Depression

Ich bekam unglaublich nettes und liebevolles Feedback, viel Unterstützung und es motivierte mich immer mehr mit dem Thema herauszugehen und darüber zu sprechen.

Soweit, dass ich nun vielen Eltern helfen möchte, die eine traumatische Geburt erlebt haben oder danach unter postnatalen Depressionen leiden. Ich schreibe explizit ELTERN – denn es trifft sehr oft auch die Väter.

So viele, wie ich am Anfang, denken sie sind damit alleine – keiner in der Familie kennt sich damit aus. Da steht die Überzeugung im Weg, die Schuld liegt bei einem selbst, ich bin eine schlechte Mutter, ein schlechter Vater. Ich werde meinem Kind nicht gerecht, ich kann nicht helfen. Und dann beginnt sie – mal direkt, mal durch Verdrängung erst nach Monaten:
Die Depression!
Fehler sind schlimm, Versagen, Aufgeben des Selbst, warum kann ich nichts richtig machen?
Der Teufelskreis verwandelt sich in eine Spirale, die immer weiter hinabführt und jegliche Hoffnung auf ihrem Weg verschlingt. Dann ist da nur noch dieser eine Gedanke: Alles ist schrecklich und anstrengend – es wird nie wieder besser!

Aus diesem Sumpf habe ich es herausgeschafft, aber nicht ohne Hilfe. Deshalb hat für mich der alte Name “große Kleine Füße” nicht mehr gepasst. Tja, und wie kam ich zu dem neuen Namen?
Mein Mann ist schuld und behauptet immer noch es sollte ein Witz sein.
Aber ich liebe, liebe den Film “Die fabelhafte Welt der Amelie”! Und ich heiße mit meinem zweiten Vorname schließlich Amelie.
Ich klärte ob ich denn einen Filmtitel umbenennen und als Markenname verwenden darf – ja, darf ich!

Den gesamten Oktober 2019 feierte ich den neuen Namen “Die Postnatale Welt der Amelie” mit einem “Bogtober”!
Was ist das schon wieder? Das was da steht; ich habe versucht jeden Tag einen Blogbeitrag zu veröffentlichen.
Bis auf drei Stück habe ich das auch wirklich geschafft; allerdings nicht alleine. 😉

Acht wunderbare Frauen haben mir einen Gastartikel verfasst und die werde ich nun kurz vorstellen:

Corinna Nordhausen – Mein Körper tut genau das Richtige

Isabel Schönig – Entspannte Eltern = Entspannte Babys (?)

Bettina Gruber – Wie Babys zur Sprache finden

Lisa Sons – Die Suche nach dem “richtigen” Kinderarzt

Katherine – Stillen, Daddeln, Baby schnuppern – Medien im Wochenbett

Stefanie Bühn – Über das Mutter werden und Mutter sein

Manuela Schillinger-Gabriel – Mein Sternenkind – Trauer auch nach 26 Jahren

Lucie Körber – Horrorschwester Estha oder „Das Boobcamp im Krankenhaus“

Der Blogtober hat echt viel Spaß gemacht, den wird es 2020 wieder geben!

Meine Homepage hat ein neues Gesicht und eine eigene Domain bekommen, so dass ich im neuen Jahr richtig damit durchstarten kann!

Umzug und Krankenhaus

Im Juni haben wir eine wunderschöne Maisonette-Wohnung in Leonberg-Gebersheim ergattert. Ich nenne sie liebevoll MaisonOtte-Wohnung, hihi. Der Umzug im Juli war schlecht geplant und heftig anstrengend. Jedenfalls wissen wir jetzt, dass wir das nicht nochmal so machen werden. Wir hatten zum Glück unglaublich tolle Umzugshelfer-Freunde, die geschleppt, auseinander gebaut und den Transporter gefahren haben. Neue liebe Nachbarn haben sich ein wenig währenddessen um unsere Tochter gekümmert.
Nach dem Umzug war es noch nicht vorbei, die alte Wohnung wollte fertig aus- und aufgeräumt werden. Wieder anstrengend und wieder hatten wir tolle Hilfe.
Danke Euch vielmals dafür, die dabei waren und das hier lesen!!!

Eineinhalb Wochen lief es wunderbar in der neuen Wohnung. Wir richteten uns ein, machten neue Bekanntschaften und die Beziehung lief super.
Dann – ein Tag vor dem ersten Arbeitstag meines Mannes – bekam Emily den schlimmsten Fieberkrampf, den sie je hatte. Wir mussten den Krankenwagen rufen. Die Geschichte kannst du hier nachlesen:
Der Tag an dem ich den Notruf wählte

Der Umzug und meine Panikattacke während des Fieberkrampfes plus der Krankenhausaufenthalt haben mir eine wirklich schlimme Depression verpasst. Selbst darüber habe ich es geschafft zu schreiben:
Was ist wenn ich nicht mehr leben will…!?

Eigentlich wollte ich mir Hilfe suchen, aber das Schreiben und darüber Sprechen hat mir so sehr geholfen – mir geht es gut!
Ich habe die Depression wieder einmal überwunden und ich bin stolz und glücklich darüber.

Auch diese intensiven Erlebnisse haben mich gelehrt, dass ich mich zu oft übernehme und zu wenig abgebe. Ich habe gelernt Termine abzusagen, Dinge mal nicht sofort erledigen zu müssen, besser zu planen und mir wo es geht Hilfe, Hilfe und nochmal Hilfe zu holen!

Es gehörte auch dazu über die Weihnachtsfeiertage den Besuch bei meinen Schwiegereltern abzusagen. Mein Mann ist nun alleine hingefahren und ich bin mit Emily zu Hause geblieben. Sie hatte am 1. Weihnachtsfeiertag einen leichten Fieberkrampf und es war sowas von die richtige Entscheidung nicht die fast 600km zu fahren. Meine Mama war da und wir hatten einige wundervolle gemeinsame Tage.

Fazit und Aussicht auf 2020

Wow, das war ein turbulentes Jahr 2019 und irgendwie ist es verdammt schnell rumgegangen.
Wir fühlen uns wunderbar wohl in der neuen Wohnung; ich bin total glücklich mit dem neuen Namen meines Business und ich gehe gestärkt aus der Überwindung einer Depression.

Und was habe ich 2020 so vor?

Definitiv mein erstes eigenes Geld verdienen; das aber eher im Hintergrund – vordergründig möchte ich meine ersten Coachings anbieten, meinen Podcast starten, meine Community ausbauen und einen Newsletter anbieten. Soviel zu meinem Business!

Ich will mal wieder richtig Urlaub mit meiner Familie machen, das ist 2019 auf der Strecke geblieben – jepp, du liest richtig! – wir hatten 2019 keinen Urlaub. Ab nach Baerenthal auf die Spielefortbildung und mit meiner Mama in den Europapark oder Tripsdrill!

Außerdem beginnt im Januar meine Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie – yeah! Ich bin so gespannt!

Ich wünsche mir 2020 viel Besuch, enge Freundschaften, persönliche Weiterentwicklung, einen Besuch bei meiner Oma, Frieden mit den Nachbarn untendrunter, eine neue Schwangerschaft, ein Auto, welches meinem Mann mehr Zeit für uns verschafft und einen bedürfnisorientierten Job für meine Mama!

Boah, Du hast bis hierhin gelesen? Dafür wirst Du jetzt virtuell herzlich geknuddelt und ich wünsche Dir einen wunderbaren Rutsch ins neue Jahr!

Deine Julia Amelie


Der Beitrag Neubeginn, Umzug und Depression – Mein Jahresrückblick 2019 erschien zuerst auf Mama hat AuDHS.

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https://postnatalewelt.de/blog/2019/12/29/neubeginn-umzug-und-depression-mein-jahresrueckblick-2019/feed/ 1
31. Blogtober – Horrorschwester Estha oder „Das Boobcamp im Krankenhaus“ https://postnatalewelt.de/blog/2019/10/31/31-blogtober-horrorschwester-estha-oder-das-boobcamp-im-krankenhaus/ https://postnatalewelt.de/blog/2019/10/31/31-blogtober-horrorschwester-estha-oder-das-boobcamp-im-krankenhaus/#comments Thu, 31 Oct 2019 16:11:20 +0000 https://postnatalewelt.de/?p=550 Ein schockierender Gastbeitrag von Lucie Stumm! 😉 Horrorschwester Estha oder „Das Boobcamp im Krankenhaus“ Die Geburt ist endlich geschafft, nach nur 22 Stunden Wehen, davon das erste Drittel herzlich unwirksame, dafür schnell aufeinander folgende Wehen aufgrund Einleitung. Der erste Tag mit Baby (im Krankenhaus) ist überstanden. Ich bin froh fast nur liegen zu müssen. Mit einem Dammriss III. Grades ist bewegen auch echt unangenehm. Sohn K, unser erstes Kind, liegt sauber, trocken und friedlich im Bettchen neben mir. Mein Mann schläft. Ich auch. Helles Licht weckt mich unsanft. Eine Schwester steht im Raum und sagt irgendetwas unfreundlich klingendes. Mein verwirrtes Blick zur Uhr bestätigt dass es eine sehr unchristliche Zeit ist: ca 2 Uhr nachts. Ich schaue die Nachtschwester irritiert an. Sie wiederholt, genauso unfreundlich, etwas davon ob sie meine Mamillen ansehen dürfe. Okay, es ist also 2 Uhr nachts, ich übermüdet, zwar mit Lateinkenntnissen aber trotzdem vollkommen irritiert und ohne Ahnung von dem, was sie will. Noch einmal gefragt „Ma- was bitte?“ Sie erklärt knapp dass sie natürlich die Brustwarzen meint. Ach so! Muss Frau ja wissen. Dann will sie wissen ob ich stillen will. „Ja, klar“, kann ich nur sagen, da nickt sie, verschwindet kurz und kommt mit einem Beutel mit verschieden großen Kugeln wieder. Erklärt, dass der Magen des Babys jetzt so groß wäre und nach und nach wachsen würde. Ich muss gestehen, ich habe das Meiste schon wieder vergessen. Nachts um 2 bin ich einfach nicht sehr aufnahmefähig. Sie dozierte aber eine ganze Weile mit einem mäßig verständlichen Akzent über Magengrößen von Babys, Milchmengen und Stillpositionen. Dann bittet sie unwirsch darum, dass ich mich hinsetzen soll, auf die Bettkante. Ich setze mich also mühsam auf und werde gleich angeherrscht „FALSCH!“ Ich muss es in Großbuchstaben schreiben, genau so kam es bei mir an. Es wird nicht gesagt was ich hätte anders oder besser machen sollen. Mir kommen die Tränen. Mein Mann fragt ob er sie rauswerfen soll. Ich kann nur nicken. Also bittet er die Dame mühsam beherrscht darum dass wir doch bitte die andere Nachtschwester haben wollen. Ohne meinen Mann wäre diese Episode vermutlich nicht so harmlos für mich ausgegangen – wir haben die andere Nachtschwester bekommen und mittlerweile kann ich darüber lachen. In der Situation selber war es nicht so angenehm. Als Schwester Estha bei der Geburt der kleinen Schwester dann diejenige war, die mich aus dem Kreißsaal auf Station brachte, brachte mich dann auch eher zum lachen, aber das ist eine andere Geschichte. Über Lucie Stumm: Ich heiße Lucie, bin 38 Jahre alt, seit 7 Jahren mit meinem Mann verheiratet, den ich schon seit fast 19 Jahren kenne, und Mutter von zwei Kindern (Sohn, fast 5, und Tochter, fast 3). Ich habe mich seit der ersten Schwangerschaft mit Bedürfnisorientierung beschäftigt und bin dann bei unerzogen gelandet und auf dem Weg zu einer friedvolleren Haltung sowohl Kindern als auch Erwachsenen gegenüber. Da der Sohn so gar nicht in „Schema F“ im Kindergarten passen wollte, habe ich mich mit Hochbegabung, Hochsensibilität und „anders lernen“ auseinander gesetzt. Studiert habe ich Luft- und Raumfahrttechnik, dann als Qualitätsingenieur bei den Autos gelandet und nebenbei mit viel Herzblut kreativ. Derzeit arbeite ich an einem Spiel, das als Ziel hat, als Familie oder Einzelperson selber Geschichten zu erfinden. So strukturiert wie man es braucht, so frei wie man es möchte, mit vielen Vorschlägen drin und viel Platz für eigene Ideen. Für kommendes Jahr ist ein online Kongress zum Thema „Lernen anders denken“ zusammen mit familiengeflecht angedacht. Außerdem bin ich bei Instagram als @beychaliban aktiv, meist zu den Themen Gedichte und Rollenspiel, und blogge gelegentlich etwas über Lernen oder Hochbegabung bei Kindern auf meiner Homepage www.luciestumm.de Photo by Graham Ruttan on Unsplash

Der Beitrag 31. Blogtober – Horrorschwester Estha oder „Das Boobcamp im Krankenhaus“ erschien zuerst auf Mama hat AuDHS.

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Ein schockierender Gastbeitrag von Lucie Stumm! 😉

Horrorschwester Estha oder „Das Boobcamp im Krankenhaus“

Die Geburt ist endlich geschafft, nach nur 22 Stunden Wehen, davon das erste Drittel herzlich unwirksame, dafür schnell aufeinander folgende Wehen aufgrund Einleitung. Der erste Tag mit Baby (im Krankenhaus) ist überstanden. Ich bin froh fast nur liegen zu müssen. Mit einem Dammriss III. Grades ist bewegen auch echt unangenehm. Sohn K, unser erstes Kind, liegt sauber, trocken und friedlich im Bettchen neben mir. Mein Mann schläft. Ich auch.

Helles Licht weckt mich unsanft. Eine Schwester steht im Raum und sagt irgendetwas unfreundlich klingendes. Mein verwirrtes Blick zur Uhr bestätigt dass es eine sehr unchristliche Zeit ist: ca 2 Uhr nachts. Ich schaue die Nachtschwester irritiert an. Sie wiederholt, genauso unfreundlich, etwas davon ob sie meine Mamillen ansehen dürfe. Okay, es ist also 2 Uhr nachts, ich übermüdet, zwar mit Lateinkenntnissen aber trotzdem vollkommen irritiert und ohne Ahnung von dem, was sie will. Noch einmal gefragt „Ma- was bitte?“ Sie erklärt knapp dass sie natürlich die Brustwarzen meint. Ach so! Muss Frau ja wissen. Dann will sie wissen ob ich stillen will. „Ja, klar“, kann ich nur sagen, da nickt sie, verschwindet kurz und kommt mit einem Beutel mit verschieden großen Kugeln wieder. Erklärt, dass der Magen des Babys jetzt so groß wäre und nach und nach wachsen würde. Ich muss gestehen, ich habe das Meiste schon wieder vergessen. Nachts um 2 bin ich einfach nicht sehr aufnahmefähig. Sie dozierte aber eine ganze Weile mit einem mäßig verständlichen Akzent über Magengrößen von Babys, Milchmengen und Stillpositionen. Dann bittet sie unwirsch darum, dass ich mich hinsetzen soll, auf die Bettkante. Ich setze mich also mühsam auf und werde gleich angeherrscht „FALSCH!“ Ich muss es in Großbuchstaben schreiben, genau so kam es bei mir an. Es wird nicht gesagt was ich hätte anders oder besser machen sollen. Mir kommen die Tränen. Mein Mann fragt ob er sie rauswerfen soll. Ich kann nur nicken. Also bittet er die Dame mühsam beherrscht darum dass wir doch bitte die andere Nachtschwester haben wollen.

Ohne meinen Mann wäre diese Episode vermutlich nicht so harmlos für mich ausgegangen – wir haben die andere Nachtschwester bekommen und mittlerweile kann ich darüber lachen. In der Situation selber war es nicht so angenehm.

Als Schwester Estha bei der Geburt der kleinen Schwester dann diejenige war, die mich aus dem Kreißsaal auf Station brachte, brachte mich dann auch eher zum lachen, aber das ist eine andere Geschichte.

Über Lucie Stumm:

Ich heiße Lucie, bin 38 Jahre alt, seit 7 Jahren mit meinem Mann verheiratet, den ich schon seit fast 19 Jahren kenne, und Mutter von zwei Kindern (Sohn, fast 5, und Tochter, fast 3). Ich habe mich seit der ersten Schwangerschaft mit Bedürfnisorientierung beschäftigt und bin dann bei unerzogen gelandet und auf dem Weg zu einer friedvolleren Haltung sowohl Kindern als auch Erwachsenen gegenüber. Da der Sohn so gar nicht in „Schema F“ im Kindergarten passen wollte, habe ich mich mit Hochbegabung, Hochsensibilität und „anders lernen“ auseinander gesetzt.

Studiert habe ich Luft- und Raumfahrttechnik, dann als Qualitätsingenieur bei den Autos gelandet und nebenbei mit viel Herzblut kreativ. Derzeit arbeite ich an einem Spiel, das als Ziel hat, als Familie oder Einzelperson selber Geschichten zu erfinden. So strukturiert wie man es braucht, so frei wie man es möchte, mit vielen Vorschlägen drin und viel Platz für eigene Ideen.

Für kommendes Jahr ist ein online Kongress zum Thema „Lernen anders denken“ zusammen mit familiengeflecht angedacht. Außerdem bin ich bei Instagram als @beychaliban aktiv, meist zu den Themen Gedichte und Rollenspiel, und blogge gelegentlich etwas über Lernen oder Hochbegabung bei Kindern auf meiner Homepage www.luciestumm.de

Photo by Graham Ruttan on Unsplash

Der Beitrag 31. Blogtober – Horrorschwester Estha oder „Das Boobcamp im Krankenhaus“ erschien zuerst auf Mama hat AuDHS.

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27. Blogtober – Über das Mutter werden und Mutter sein https://postnatalewelt.de/blog/2019/10/27/27-blogtober-ueber-das-mutter-werden-und-mutter-sein/ https://postnatalewelt.de/blog/2019/10/27/27-blogtober-ueber-das-mutter-werden-und-mutter-sein/#respond Sun, 27 Oct 2019 09:17:15 +0000 https://postnatalewelt.de/?p=532 Ein Herzens-Gastbeitrag von Stefanie Bühn! Über das Mutter werden und Mutter sein Als ich das erste Mal Mutter wurde, wusste ich nicht, was auf mich zukommt. Ich war als eine der ersten im Freundeskreis schwanger und hatte daher wenig Beispiele und Ratschläge von außen. Ich genoss meine Schwangerschaft und es ging mir gut. Mit der Geburt unser Tochter wurde ich zur Mutter.  Doch was macht eigentlich eine Mutter aus? Bilder von Müttern gab es zu genüge, in den Medien, in der eigenen Familie und im Umfeld. Ich habe mich nie groß mit ihnen auseinander gesetzt. Erst als ich selber Mutter wurde, habe ich gemerkt, wie sehr sie mich geprägt haben, wie sehr sie in meinem Kopf verankert waren. Wie sehr das Bild, was in der Gesellschaft, in der Öffentlichkeit herrscht mein Bild vom Mutter sein geprägt hat. Das Bild des Mutter seins, dass mir von außen gezeigt wurde,  enthielt viele schöne Momente tiefster Verbundenheit, tiefster Liebe und Dankbarkeit. Ich sah lachende, entspannte Mütter die mit ihren Kindern gemeinsam die Welt entdeckten. Ich sah selbstbewusste Mütter, die die Balance zwischen Kindern und Karriere meisterten, die eine zufriedene und erfüllte Partnerschaft führten und dabei weder ihre Figur noch ihre Vitalität einbüßen mussten.  Und wie sah meine Realität aus? Aber so, wie oben beschrieben, war es nicht. Es gab viele Momente des Zweifels, der Unsicherheit, der Sorgen und der tiefen Erschöpfung. Momente in denen meine Kraft nicht reichte, meine Geduld schon gar nicht und mir alles zu viel wurde. Ich wusste nicht, wie wichtig es ist, auf mich selbst zu achten und gut für mich selbst zu sorgen. Die Hebamme gab mir zwar den Ratschlag, ich solle mich hinlegen, wenn das Kind schläft, aber das tat ich nicht. Anstatt mich auszuruhen, habe ich oft die Zeit genutzt um noch schnell die Wäsche zu erledigen oder die Spülmaschine auszuräumen. Anstatt auf mich und meine Bedürfnisse zu schauen, habe ich versucht allen Ansprüchen gerecht zu werden. Ich dachte, das würde eine gute Mutter ausmachen.  Was war der Wendepunkt? Bis ich irgendwann nicht mehr konnte und das Bild der Mutter, die alles im Griff hatte nicht mehr spielen konnte und wollte. Bis ich lernen durfte, alles zu überdenken und ich meinen Weg wieder zurück zu mir selbst fand. Bis ich lernte Pausen zu machen, bewusste Entscheidungen zu treffen und meinen Akku präventiv immer wieder aufzuladen, bevor er im roten Bereich landete und kurz vorm totalen Leerstand war. Ich durfte spüren, wie wichtig es ist, gut für mich selbst zu sorgen und mich auch an meinen eigenen Bedürfnissen zu orientieren. Bekomme ich genug Schlaf? Habe ich gesund gegessen, getrunken und mich genug bewegt? Wie sieht es aus mit sozialen Kontakten? Habe ich genug Kontakt zu anderen Menschen, auch ohne Kinder? Bekomme ich genug Wertschätzung?  Wie Veränderung leben? Ich habe mir bewusst Auszeiten gegönnt, in denen ich mich gefragt habe, wie es mir geht und was ich gerade brauchte. Ich habe mir Zeiten der Pause genommen, obwohl ich noch nicht aus dem letzten Loch pfiff. Ich habe mich bewusst hingesetzt, einen Tee getrunken und aus dem Fenster geschaut oder habe bewusst einen Spaziergang im Wald gemacht. Ich habe aufgehört direkt „Hier“ zu schreien, wenn sich mal wieder keiner beim Elternabend als Elternvertreter meldete. Ich habe Dinge outgesourct, an meinen Mann, die Familie oder Freunde. Und trotzdem war und ist es nicht immer leicht, mich zurück zu nehmen und loszulassen. Zu akzeptieren, dass die Dinge nicht nach meinen Vorstellungen liefen. Ich musste meine Erwartung und meinen Perfektionismus loslassen. Wenn’s beim Papa immer nur Nudeln mit Tomatensoße gab, zum Beispiel. Oder nicht aufzuräumen, obwohl Besuch kam. Ich lernte wieder mehr auf mein Bauchgefühl zu vertrauen, was mir zeigte, was sich für mich richtig anfühlte und wichtig war. Ich fragte mich immer wieder, ob es jetzt gerade wirklich wichtig ist, zu putzen oder etwas anderes wichtiger ist. Und ich fragte mich, ob ich putze, weil ich es selbst wichtig finde und ich ein Bedürfnis nach Ordnung habe oder ob ich es machte, weil „man“ das eben macht. Insgesamt wurde ich mutiger für meine Bedürfnisse einzustehen. Mutig Nein zu sagen. Über Stefanie Bühn: Stefanie Bühn ist Frau, Mensch und Mutter von drei wundervoll wilden Kindern. Sie ist Gesundheitswissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Stressmanagement zur Prävention von Erschöpfung. Ihre Vision ist es, Familien u.a. durch Selbstfürsorge ein gesünderes, friedvolleres und stressfreieres Miteinander zu ermöglichen. Sie schreibt unter @querherzein auf Instagram und auf Facebook. In Kürze findet ihr mehr unter www.querherzein.de.  Fotos von Stefanie Bühn

Der Beitrag 27. Blogtober – Über das Mutter werden und Mutter sein erschien zuerst auf Mama hat AuDHS.

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Ein Herzens-Gastbeitrag von Stefanie Bühn!

Über das Mutter werden und Mutter sein

Als ich das erste Mal Mutter wurde, wusste ich nicht, was auf mich zukommt. Ich war als eine der ersten im Freundeskreis schwanger und hatte daher wenig Beispiele und Ratschläge von außen. Ich genoss meine Schwangerschaft und es ging mir gut.

Mit der Geburt unser Tochter wurde ich zur Mutter. 

Doch was macht eigentlich eine Mutter aus?

Bilder von Müttern gab es zu genüge, in den Medien, in der eigenen Familie und im Umfeld. Ich habe mich nie groß mit ihnen auseinander gesetzt. Erst als ich selber Mutter wurde, habe ich gemerkt, wie sehr sie mich geprägt haben, wie sehr sie in meinem Kopf verankert waren. Wie sehr das Bild, was in der Gesellschaft, in der Öffentlichkeit herrscht mein Bild vom Mutter sein geprägt hat. Das Bild des Mutter seins, dass mir von außen gezeigt wurde,  enthielt viele schöne Momente tiefster Verbundenheit, tiefster Liebe und Dankbarkeit. Ich sah lachende, entspannte Mütter die mit ihren Kindern gemeinsam die Welt entdeckten. Ich sah selbstbewusste Mütter, die die Balance zwischen Kindern und Karriere meisterten, die eine zufriedene und erfüllte Partnerschaft führten und dabei weder ihre Figur noch ihre Vitalität einbüßen mussten. 

Und wie sah meine Realität aus?

Aber so, wie oben beschrieben, war es nicht. Es gab viele Momente des Zweifels, der Unsicherheit, der Sorgen und der tiefen Erschöpfung. Momente in denen meine Kraft nicht reichte, meine Geduld schon gar nicht und mir alles zu viel wurde. Ich wusste nicht, wie wichtig es ist, auf mich selbst zu achten und gut für mich selbst zu sorgen. Die Hebamme gab mir zwar den Ratschlag, ich solle mich hinlegen, wenn das Kind schläft, aber das tat ich nicht. Anstatt mich auszuruhen, habe ich oft die Zeit genutzt um noch schnell die Wäsche zu erledigen oder die Spülmaschine auszuräumen. Anstatt auf mich und meine Bedürfnisse zu schauen, habe ich versucht allen Ansprüchen gerecht zu werden. Ich dachte, das würde eine gute Mutter ausmachen. 

Was war der Wendepunkt?

Bis ich irgendwann nicht mehr konnte und das Bild der Mutter, die alles im Griff hatte nicht mehr spielen konnte und wollte. Bis ich lernen durfte, alles zu überdenken und ich meinen Weg wieder zurück zu mir selbst fand. Bis ich lernte Pausen zu machen, bewusste Entscheidungen zu treffen und meinen Akku präventiv immer wieder aufzuladen, bevor er im roten Bereich landete und kurz vorm totalen Leerstand war. Ich durfte spüren, wie wichtig es ist, gut für mich selbst zu sorgen und mich auch an meinen eigenen Bedürfnissen zu orientieren. Bekomme ich genug Schlaf? Habe ich gesund gegessen, getrunken und mich genug bewegt? Wie sieht es aus mit sozialen Kontakten? Habe ich genug Kontakt zu anderen Menschen, auch ohne Kinder? Bekomme ich genug Wertschätzung? 

Wie Veränderung leben?

Ich habe mir bewusst Auszeiten gegönnt, in denen ich mich gefragt habe, wie es mir geht und was ich gerade brauchte. Ich habe mir Zeiten der Pause genommen, obwohl ich noch nicht aus dem letzten Loch pfiff. Ich habe mich bewusst hingesetzt, einen Tee getrunken und aus dem Fenster geschaut oder habe bewusst einen Spaziergang im Wald gemacht. Ich habe aufgehört direkt „Hier“ zu schreien, wenn sich mal wieder keiner beim Elternabend als Elternvertreter meldete. Ich habe Dinge outgesourct, an meinen Mann, die Familie oder Freunde. Und trotzdem war und ist es nicht immer leicht, mich zurück zu nehmen und loszulassen. Zu akzeptieren, dass die Dinge nicht nach meinen Vorstellungen liefen.
Ich musste meine Erwartung und meinen Perfektionismus loslassen. Wenn’s beim Papa immer nur Nudeln mit Tomatensoße gab, zum Beispiel. Oder nicht aufzuräumen, obwohl Besuch kam. Ich lernte wieder mehr auf mein Bauchgefühl zu vertrauen, was mir zeigte, was sich für mich richtig anfühlte und wichtig war. Ich fragte mich immer wieder, ob es jetzt gerade wirklich wichtig ist, zu putzen oder etwas anderes wichtiger ist. Und ich fragte mich, ob ich putze, weil ich es selbst wichtig finde und ich ein Bedürfnis nach Ordnung habe oder ob ich es machte, weil „man“ das eben macht. Insgesamt wurde ich mutiger für meine Bedürfnisse einzustehen. Mutig Nein zu sagen.

Über Stefanie Bühn:

Stefanie Bühn ist Frau, Mensch und Mutter von drei wundervoll wilden Kindern. Sie ist Gesundheitswissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Stressmanagement zur Prävention von Erschöpfung. Ihre Vision ist es, Familien u.a. durch Selbstfürsorge ein gesünderes, friedvolleres und stressfreieres Miteinander zu ermöglichen. Sie schreibt unter @querherzein auf Instagram und auf Facebook. In Kürze findet ihr mehr unter www.querherzein.de

Fotos von Stefanie Bühn

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25. Blogtober – Ich bin hochsensibel und das ist gut so https://postnatalewelt.de/blog/2019/10/25/25-blogtober-ich-bin-hochsensibel-und-das-ist-gut-so/ https://postnatalewelt.de/blog/2019/10/25/25-blogtober-ich-bin-hochsensibel-und-das-ist-gut-so/#respond Fri, 25 Oct 2019 16:02:46 +0000 https://postnatalewelt.de/?p=522 Das Thema Hochsensibilität kommt zum Glück immer mehr auf. Besonders wenn die Kinder damit anfangen fängt mensch doch irgendwann an sich damit zu beschäftigen. Dadurch das ich meine Sensibilität zu schätzen gelernt habe konnte ich bei meiner Tochter sehr schnell feststellen wie ähnlich sie mir doch in dieser Hinsicht ist. Genauso meine Mutter und meine Oma. Wir sind alle auf unsere Art und Weise hochsensibel. Wie ich der Sensibilität auf die Spur kam Ich war 17 oder 18, da hat mir mein Exfreund vorgeworfen ich solle doch nicht immer so sensibel sein. Das Gleiche bekam ich öfter von meinem Vater zu hören. Es waren also hauptsächlich die Menschen den ich sehr nah stand. Sensibel hieß, dass ich schnell emotional wurde. Ich machte mir sehr schnell Sorgen, fing schnell an zu weinen (zumindest wenn ich alleine war, ich habe das normalerweise sehr stark kontrolliert), jammerte und reagierte pessimistisch auf Probleme. „Gib doch nicht immer gleich auf!“ hieß es dann. Ab da dachte ich immer ich sei schwach und falsch. Empfindsam, zu lieb, sensibel, schwach, unselbständig, kein Selbstvertrauen….  Das wurde alles in einen Topf geworfen und ins negative gedreht. Dann lernte ich eine wundervolle Frau kennen; die Mutter meines Exfreundes. Sie sah etwas in dieser Sensibilität was ich lange nicht annehmen konnte. Mitgefühl, ein Leuchten in mir, Empathie, Menschenkenntnis, gute Selbsteinschätzung, Spiritualität, ein tiefes Vertrauen und Verbundenheit. Ein gutes Gefühl dafür wie ich mit anderen Menschen umgehe und mit der Stimmung in der sie sich gerade befinden. Das sind Stärken, die ich mittlerweile beständig weiter ausbaue und auf sie vertraue.  Die „negativen“ Seiten Was ich nicht mag oder nicht gut mit kann?  Ich bin sehr sehr schnell überreizt. In Menschenmengen (Weihnachtsmarkt zum Beispiel) kann ich mich nicht besonders lange aufhalten. Es ist total anstrengend, ich kann mich kaum auf eine Sache konzentrieren. Alleine mich mitten im Gewusel mit einer Person unterhalten macht mich völlig fertig. Es entzieht mir unglaublich viel Energie. Daher meide ich solche Situationen wo es nur geht. Im Studium haben mich sogar zu volle Vorlesungssäle abgeschreckt. Im Nachhinein konnte ich meistens kaum schlafen und musste mich regelrecht erholen. Mit sehr viel Ruhe und passiven Tätigkeiten.  Meine Haut und mein Körper sind ebenfalls „empfindlich“. Ich mag nachts niemanden an mir dran haben. Allergien geben mir direkt Ausschläge, die so sehr jucken, dass ich mich im Schlaf blutig kratze. Mich braucht nur jemand leicht an einer falschen Stelle am Körper berühren und ich hab Schmerzen. Wenn ich auf dem Boden krabbel habe ich anschließende blaue Knie. Ich habe mehr Online-Freunde als regelmäßig welche persönlich zu treffen. Nicht verwechseln, ich bin nicht unsozial, aber ich bin introvertiert. Probleme kann ich am besten schriftlich lösen, weil ich beim reden zu aufgeregt bin um wirklich das zu sagen was ich eigentlich denke. Mehr Bedürfnisse Damit habe ich sehr viele Bedürfnisse, zuvorderst das nach Ruhe. Ich war nie wirklich gerne ein Partygänger, auch wenn ich mal gerne auf ein Konzert gehe. Aber seit ich das entdeckt habe kann ich so viel besser darauf eingehen. Wenn ich mich gestresst und überfordert fühle schaffe ich es immer öfter mich einen Moment aus der Situation zu nehmen und zu gucken was ich gerade wirklich brauche.  Ich sage Termine ab wenn ich merke, dass es mir zu viel wird und das war bis jetzt immer die richtige Entscheidung.  Eigentlich wollte ich gestern bis morgen auf die SPIEL in Essen gehen. Es war alles geplant, von Hotel zu Auto und Tickets kaufen… Dann habe ich realisiert – ich krieg das derzeit nicht hin! Diese Menschenmassen, diese Unmengen an Reizen. Ein fremdes Bett, früh aufstehen, lange Autofahrten. Wahrscheinlich noch Lebensmittel konsumieren gegen die ich allergisch bin und dann geht es mir schlecht. Der Preis war mir zu groß und ich habe auf mich gehört. Ich bin natürlich traurig, weil ich die Messe verpasse, aber ich bin sehr froh, diese Bedürfnisse rechtzeitig erkannt zu haben und mir nicht die Schuld zu geben, dass ich eben zu „empfindlich“ bin. Mein Kind gehört auch dazu Genau aus diesem Grund leben wir derzeit Kitafrei, weil Emily sehr sensibel ist. Sie schnappt Stimmungen von meinem Mann und mir auf und spiegelt sie hemmungslos. Mit vielen Kindern und großen Menschenmengen ist sie schnell überfordert und als Baby hat sie wegen Bauchschmerzen und Überreizung sehr viel gebrüllt. Auch damit habe ich gelernt gut umzugehen. Zum Glück erkenne ich schnell wenn etwas zu viel für sie ist und ziehe sie aus der Situation raus.  Ich bin so froh mich mit dieser „Gabe“ auszukennen und kann damit sehr gut auf sie eingehen.  Hoffentlich kann sie so von mir lernen, dass es nicht negativ ist hochsensibel zu sein. Im Gegenteil, es liegt so viel Potenzial darin!  So genieße ich mit meiner Tochter den Alltag und die Ruhe, sie nicht in den Kindergarten bringen zu müssen. Bist du auch hochsensibel? Schreib mir gerne darüber!Deine Julia Amelie Photo by Oleg Ivanov on Unsplash

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Das Thema Hochsensibilität kommt zum Glück immer mehr auf. Besonders wenn die Kinder damit anfangen fängt mensch doch irgendwann an sich damit zu beschäftigen.

Dadurch das ich meine Sensibilität zu schätzen gelernt habe konnte ich bei meiner Tochter sehr schnell feststellen wie ähnlich sie mir doch in dieser Hinsicht ist. Genauso meine Mutter und meine Oma. Wir sind alle auf unsere Art und Weise hochsensibel.

Wie ich der Sensibilität auf die Spur kam

Ich war 17 oder 18, da hat mir mein Exfreund vorgeworfen ich solle doch nicht immer so sensibel sein. Das Gleiche bekam ich öfter von meinem Vater zu hören. Es waren also hauptsächlich die Menschen den ich sehr nah stand. Sensibel hieß, dass ich schnell emotional wurde. Ich machte mir sehr schnell Sorgen, fing schnell an zu weinen (zumindest wenn ich alleine war, ich habe das normalerweise sehr stark kontrolliert), jammerte und reagierte pessimistisch auf Probleme. „Gib doch nicht immer gleich auf!“ hieß es dann. Ab da dachte ich immer ich sei schwach und falsch. Empfindsam, zu lieb, sensibel, schwach, unselbständig, kein Selbstvertrauen….  Das wurde alles in einen Topf geworfen und ins negative gedreht.

Dann lernte ich eine wundervolle Frau kennen; die Mutter meines Exfreundes. Sie sah etwas in dieser Sensibilität was ich lange nicht annehmen konnte. Mitgefühl, ein Leuchten in mir, Empathie, Menschenkenntnis, gute Selbsteinschätzung, Spiritualität, ein tiefes Vertrauen und Verbundenheit.

Ein gutes Gefühl dafür wie ich mit anderen Menschen umgehe und mit der Stimmung in der sie sich gerade befinden. Das sind Stärken, die ich mittlerweile beständig weiter ausbaue und auf sie vertraue. 

Die „negativen“ Seiten

Was ich nicht mag oder nicht gut mit kann? 

Ich bin sehr sehr schnell überreizt. In Menschenmengen (Weihnachtsmarkt zum Beispiel) kann ich mich nicht besonders lange aufhalten. Es ist total anstrengend, ich kann mich kaum auf eine Sache konzentrieren. Alleine mich mitten im Gewusel mit einer Person unterhalten macht mich völlig fertig. Es entzieht mir unglaublich viel Energie. Daher meide ich solche Situationen wo es nur geht. Im Studium haben mich sogar zu volle Vorlesungssäle abgeschreckt. Im Nachhinein konnte ich meistens kaum schlafen und musste mich regelrecht erholen. Mit sehr viel Ruhe und passiven Tätigkeiten. 

Meine Haut und mein Körper sind ebenfalls „empfindlich“. Ich mag nachts niemanden an mir dran haben. Allergien geben mir direkt Ausschläge, die so sehr jucken, dass ich mich im Schlaf blutig kratze. Mich braucht nur jemand leicht an einer falschen Stelle am Körper berühren und ich hab Schmerzen. Wenn ich auf dem Boden krabbel habe ich anschließende blaue Knie.

Ich habe mehr Online-Freunde als regelmäßig welche persönlich zu treffen. Nicht verwechseln, ich bin nicht unsozial, aber ich bin introvertiert. Probleme kann ich am besten schriftlich lösen, weil ich beim reden zu aufgeregt bin um wirklich das zu sagen was ich eigentlich denke.

Mehr Bedürfnisse

Damit habe ich sehr viele Bedürfnisse, zuvorderst das nach Ruhe. Ich war nie wirklich gerne ein Partygänger, auch wenn ich mal gerne auf ein Konzert gehe. Aber seit ich das entdeckt habe kann ich so viel besser darauf eingehen. Wenn ich mich gestresst und überfordert fühle schaffe ich es immer öfter mich einen Moment aus der Situation zu nehmen und zu gucken was ich gerade wirklich brauche. 

Ich sage Termine ab wenn ich merke, dass es mir zu viel wird und das war bis jetzt immer die richtige Entscheidung. 

Eigentlich wollte ich gestern bis morgen auf die SPIEL in Essen gehen. Es war alles geplant, von Hotel zu Auto und Tickets kaufen… Dann habe ich realisiert – ich krieg das derzeit nicht hin! Diese Menschenmassen, diese Unmengen an Reizen. Ein fremdes Bett, früh aufstehen, lange Autofahrten. Wahrscheinlich noch Lebensmittel konsumieren gegen die ich allergisch bin und dann geht es mir schlecht. Der Preis war mir zu groß und ich habe auf mich gehört. Ich bin natürlich traurig, weil ich die Messe verpasse, aber ich bin sehr froh, diese Bedürfnisse rechtzeitig erkannt zu haben und mir nicht die Schuld zu geben, dass ich eben zu „empfindlich“ bin.

Mein Kind gehört auch dazu

Genau aus diesem Grund leben wir derzeit Kitafrei, weil Emily sehr sensibel ist. Sie schnappt Stimmungen von meinem Mann und mir auf und spiegelt sie hemmungslos. Mit vielen Kindern und großen Menschenmengen ist sie schnell überfordert und als Baby hat sie wegen Bauchschmerzen und Überreizung sehr viel gebrüllt. Auch damit habe ich gelernt gut umzugehen. Zum Glück erkenne ich schnell wenn etwas zu viel für sie ist und ziehe sie aus der Situation raus. 

Ich bin so froh mich mit dieser „Gabe“ auszukennen und kann damit sehr gut auf sie eingehen. 

Hoffentlich kann sie so von mir lernen, dass es nicht negativ ist hochsensibel zu sein. Im Gegenteil, es liegt so viel Potenzial darin! 

So genieße ich mit meiner Tochter den Alltag und die Ruhe, sie nicht in den Kindergarten bringen zu müssen.

Bist du auch hochsensibel? Schreib mir gerne darüber!
Deine Julia Amelie

Photo by Oleg Ivanov on Unsplash

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21. Blogtober – Was kann ich eigentlich? https://postnatalewelt.de/blog/2019/10/21/21-blogtober-was-kann-ich-eigentlich/ https://postnatalewelt.de/blog/2019/10/21/21-blogtober-was-kann-ich-eigentlich/#respond Mon, 21 Oct 2019 16:21:59 +0000 https://postnatalewelt.de/?p=506 Weißt du worin du gut bist? Wertschätzt du das an dir selbst? Wenn du jetzt laut JA sagst brauchst du nicht weiterlesen: Herzlichen Glückwunsch! Wenn du jetzt fragend dasitzt und erst mal überlegen musst: Willkommen in meiner Welt!  Mein Weg bis dorthin war lang und dauert immer noch an, aber es ist so wunderbar ständig neue Seiten von mir kennenzulernen. Eine Reise Ich lade dich ein dich auf eine kleine Reise mit mir zu begeben. Eine Reise zu dir und deinen wundervollen Facetten. Normalerweise würde ich jetzt sagen: Bitte schließe deine Augen und folge meiner Stimme… aber dann kannst du schlecht weiterlesen. 😉 Das wäre vielleicht eine Sache für den Podcast den ich plane.  Ok, also einfach in Ruhe lesen und fühlen: Wir gehen zurück in deine Kindheit, so um die Grundschule herum. Welche schöne Erinnerung ploppt in dir direkt auf? Was hat dir Spaß gemacht, was war toll, was hat dich begeistert? Damit meine ich nicht direkt etwas wofür du ausführlich gelobt wurdest, sondern mehr etwas was du gemacht hast und dich danach über dich selbst gefreut hast.  Fühle dich ganz in diesen Moment hinein und spüre rein – lass dieses Glücksgefühl durch dich hindurchströmen. Atme ein, langsam durch die Nase Atme langsam wieder aus Atme langsam ein Atme langsam wieder aus Lass deine Gedanken ruhig wandern. Was fällt dir zu diesem glücklichen Moment direkt noch ein? Vielleicht bist du jetzt bereits älter? Hast mehr Erfahrungen gesammelt. Haben sich deine Interessen geändert?Was hat dich als Jugendliche/r erfüllt? Wenn dir eine besonders glückliche Situation einfällt, verharre auch hier. Wer war bei dir oder warst du alleine? Hast du laut gelacht oder dich eher still gefreut?Wie hat sich das angefühlt? Atme ein, langsam durch die Nase Atme langsam wieder aus Atme langsam ein Atme langsam wieder aus Und ruhig deine Gedanken wandern lassen.  Welcher wunderbare Moment liegt noch gar nicht so lange zurück? Womit hast du dich und eventuell auch andere begeistert? Hast du einen Flow erlebt und Energie gewonnen? Verharre einen Moment ausführlich in dieser Situation und erlebe sie nochmal voll und ganz. Atme ein, langsam durch die Nase Atme langsam wieder aus Atme langsam ein Atme langsam wieder aus Ich darf dir sagen: Du bist gut, du bist genug!  Und aus diesen glücklichen Erinnerungen kannst du jederzeit Energie und Glück ziehen. Vielleicht erkennst du sogar etwas, das sich wie ein roter Faden durch dein Leben zieht.  Du bist besonders, denn niemand ist so wie du – mit all deinen Erfahrungen!  Das möchte ich dir für heute mitgeben und dich erinnernDeine Julia Amelie Photo by Brooke Lark on Unsplash

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Weißt du worin du gut bist? Wertschätzt du das an dir selbst?

Wenn du jetzt laut JA sagst brauchst du nicht weiterlesen: 
Herzlichen Glückwunsch!

Wenn du jetzt fragend dasitzt und erst mal überlegen musst: 
Willkommen in meiner Welt! 

Mein Weg bis dorthin war lang und dauert immer noch an, aber es ist so wunderbar ständig neue Seiten von mir kennenzulernen.

Eine Reise

Ich lade dich ein dich auf eine kleine Reise mit mir zu begeben. Eine Reise zu dir und deinen wundervollen Facetten.

Normalerweise würde ich jetzt sagen:
Bitte schließe deine Augen und folge meiner Stimme… aber dann kannst du schlecht weiterlesen. 😉 
Das wäre vielleicht eine Sache für den Podcast den ich plane. 

Ok, also einfach in Ruhe lesen und fühlen:

Wir gehen zurück in deine Kindheit, so um die Grundschule herum.

Welche schöne Erinnerung ploppt in dir direkt auf?
Was hat dir Spaß gemacht, was war toll, was hat dich begeistert? 
Damit meine ich nicht direkt etwas wofür du ausführlich gelobt wurdest, sondern mehr etwas was du gemacht hast und dich danach über dich selbst gefreut hast. 

Fühle dich ganz in diesen Moment hinein und spüre rein – lass dieses Glücksgefühl durch dich hindurchströmen.

Atme ein, langsam durch die Nase

Atme langsam wieder aus

Atme langsam ein

Atme langsam wieder aus

Lass deine Gedanken ruhig wandern.

Was fällt dir zu diesem glücklichen Moment direkt noch ein?
Vielleicht bist du jetzt bereits älter? Hast mehr Erfahrungen gesammelt.
Haben sich deine Interessen geändert?
Was hat dich als Jugendliche/r erfüllt? 
Wenn dir eine besonders glückliche Situation einfällt, verharre auch hier. Wer war bei dir oder warst du alleine?
Hast du laut gelacht oder dich eher still gefreut?
Wie hat sich das angefühlt?

Atme ein, langsam durch die Nase

Atme langsam wieder aus

Atme langsam ein

Atme langsam wieder aus

Und ruhig deine Gedanken wandern lassen. 

Welcher wunderbare Moment liegt noch gar nicht so lange zurück?
Womit hast du dich und eventuell auch andere begeistert?
Hast du einen Flow erlebt und Energie gewonnen?

Verharre einen Moment ausführlich in dieser Situation und erlebe sie nochmal voll und ganz.

Atme ein, langsam durch die Nase

Atme langsam wieder aus

Atme langsam ein

Atme langsam wieder aus

Ich darf dir sagen: Du bist gut, du bist genug! 

Und aus diesen glücklichen Erinnerungen kannst du jederzeit Energie und Glück ziehen. Vielleicht erkennst du sogar etwas, das sich wie ein roter Faden durch dein Leben zieht. 

Du bist besonders, denn niemand ist so wie du – mit all deinen Erfahrungen! 

Das möchte ich dir für heute mitgeben und dich erinnern
Deine Julia Amelie


Photo by Brooke Lark on Unsplash

Der Beitrag 21. Blogtober – Was kann ich eigentlich? erschien zuerst auf Mama hat AuDHS.

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https://postnatalewelt.de/blog/2019/10/21/21-blogtober-was-kann-ich-eigentlich/feed/ 0
15. Blogtober – Vom Gefühl eine schlechte Mutter zu sein https://postnatalewelt.de/blog/2019/10/15/vom-gefuehl-eine-schlechte-mutter-zu-sein/ https://postnatalewelt.de/blog/2019/10/15/vom-gefuehl-eine-schlechte-mutter-zu-sein/#respond Tue, 15 Oct 2019 11:45:24 +0000 https://postnatalewelt.de/?p=444 Eines gleich zu Anfang: DU – ja genau DU – bist RICHTIG so wie DU bist! Frisch geborene Mama War ich aufgeregt, als ich Mama wurde. Mein Start war alles andere als schön: Nachzulesen im Beitrag Meine Traumgeburt, die zum Alptraum wurde Aber egal wie du als Mama startest; niemand kann dich darauf vorbereiten, am allerwenigsten du selbst. Plötzlich ist da dieses kleine Würmchen, das Tag und Nacht körperliche Bedürfnisse hat und zusätzlich Geborgenheit, Sicherheit und Nähe braucht.  Wir geraten da ziemlich schnell in der Schiene nicht mehr auf unsere Bedürfnisse zu achten, wenn wir nicht aufpassen. Auch dazu hatte ich bereits geschrieben: Warum Bedürfnisse missachten so eine schlechte Idee ist Das gesamte Leben krempelt sich um. Unternehmungen werden anders, die Beziehung zum Partner ändert sich und am allerwichtigsten: Deine Persönlichkeit ändert sich mit.  Denn du hast ein Neues Teil-Ich entwickelt: Mama sein! Das kann wunderschön sein, aber auch sehr anstrengend und belastend. Ich will eine perfekte Mama sein Da geht es los!  Jedes Schreien meines Kindes ist ja ein Hilferuf – natürlich muss ich irgendwie helfen. Wickeln, nachts da sein, am besten noch den Partner schonen, weil der geht ja arbeiten. Oder: Du bist alleinbegleitend und hast niemanden in der Nähe, der mal aushilft. Da fangen die ersten Stresssituationen an. Bei den anderen sieht das doch so einfach aus. Die haben immer dieses perfekte niedliche Kind, das niemals schreit und bereits durchschläft! Dann mit dem Partner ins Kino und lecker essen, weil die Großeltern nichts lieber tun als mehrmals die Woche auf den Nachwuchs aufzupassen. Mit einem Jahr geht das Kind ohne Probleme in den Kindergarten und Mama wieder arbeiten. Der Haushalt sieht immer perfekt aus usw… Ähm, ja irgendwie beschreibe ich grad so eine Barbie-Familie oder? Wir neigen so schnell dazu uns mit anderen zu vergleichen und dann picken wir uns das raus was bei uns schief läuft und bei anderen anscheinend so perfekt.  So, jetzt ist der Druck da! Warum krieg ich das nicht hin?Warum sehe ich nicht perfekt aus, habe einen sauberen Haushalt, ein wohlerzogenes braves Kind, ein spannendes Sexualleben und eine Karriere in meinem Traumberuf?  Ernsthaft? Wer hat das wirklich?  Wie unsere Erziehung uns prägt Woher kommt es, dass wir „perfekt“ sein wollen?  Eigentlich – meine Meinung – wollen wir doch „glücklich“ sein oder? Als Kind haben wir mindestens eine Bezugsperson. Wir sind abhängig von ihr, körperlich sowie psychisch. Sehr schnell fangen wir an eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln, die Umgebung mit allen Sinnen zu erforschen und spielerisch zu lernen.  Was die Bezugsperson sehr schnell tut: Grenzen und Regeln beibringen, oft leider willkürlich. Viele unserer Eltern machen das auch nicht mit Absicht. Da schwingen die eigenen Ängste und Sorgen mit. Wir wollen alle nur das Beste für unsere Kinder! Je nachdem wie wir erzogen wurden sagt uns unser „Bauchgefühl“ wie wir unsere Kinder erziehen.  Als Kind und Jugendlicher wurden wir von den Menschen um uns herum bereits maßgeblich beeinflusst. Wir haben versucht nachzuahmen, irgendwann auch uns untereinander zu messen. Lob tut gut, gewinnen ist toll, der Beste in etwas zu sein machte mich kurzzeitig glücklich! In meiner Familie schwang für mich immer mit, dass ich irgendwie falsch bin und gute Noten haben muss oder dünn sein muss um später/in der Zukunft etwas zu werden. Gesagt wurde mir nur letzteres mit den Noten und der Figur.  Bestimmtes Verhalten oder Gefühle wurden nicht gerne gesehen. Wut sollte verdrängt werden indem ich auf mein Zimmer geschickt wurde (das kam mit der Zeit immer seltener vor) Ich war ein sehr schüchternes und ruhiges Kind, achja und immer lieb…  Aber als Jugendliche konnte ich keine Verantwortung übernehmen und war schlecht in der Schule. Ich konnte mir bestimmte Sachen nicht merken und war faul sowie chaotisch. Ich habe versucht mich anzupassen, mich immer weiter zurückgezogen, Gefühle verdrängt.  Meine Eltern haben mich also tief geprägt und ich habe den Eindruck gewonnen falsch zu sein. Das habe ich später als Mutter immer noch geglaubt. Ich hatte also ständig das Gefühl ich sei eine schlechte Mutter – ich könne meinem Kind nicht helfen, obwohl ich mich schon aufopferte und immer mein Bestes gab. Ich dachte ich wäre ein Versager. In Wirklichkeit kamen diese ganzen Annahmen aus meiner eigenen Erziehung. Weil ich nicht so angenommen wurde wie ich war. Der Frust war groß, weil ich es einfach nicht schaffte perfekt zu sein. Und nein, ich bin immer noch nicht perfekt und vielleicht auch keine gute Mutter. Ist das wichtig? Der Traum wird Realität Bei mir sieht es immer aus wie bei Hempels unterm Sofa – stört übrigens keinen Besuch mehr seit ich das Thema losgelassen habe. (Oder sie sind so höflich und sagen nichts, hihi) Meine Tochter ist hochsensibel – wie ich – und geht nicht in den Kindergarten, aber dadurch bekomme ich sämtliche Entwicklungsschritte zu Hause mit und sie ist durch diese Nähe gefühlt „braver“ als viele andere Kinder.  Die Beziehung zu meinem Mann ist eher auf das Wochenende reduziert, aber durch Zeitfenster in denen wir ausführlich reden und wunderschöne Ausflüge zu dritt habe ich keine Defizite mehr.  Mein Studium musste ich abbrechen, aber jetzt kann ich das tun was ich mich sonst nie getraut hätte: Ein eigenes Online-Business mit meinem Herzensthema aufbauen.  Und ich mag meinen Körper wie er ist. Mag ich etwas nicht, dann stelle ich was um! Derzeit verzichte zum Beispiel auf Süßigkeiten und mache mehr Sport. Schon fühle ich mich besser.  Mein Leben ist alles andere als perfekt, aber ich bin glücklich und ich bin richtig so wie ich bin! Meine Tochter zeigt mir sehr deutlich wenn ich mich gerade daneben benommen habe – also in dem Moment eine doofe Mama war – aber so schnell sie sauer und frustriert ist, so schnell vergibt sie mir auch wieder. Und ich entschuldige mich für meine Wutausbrüche, die echt nie was mit meiner Tochter zu tun haben.  Wir haben eine wunderbar starke Bindung aufgebaut in der wir doof sein dürfen, ja in der wir einfach sein dürfen.  Keine perfekte Mama, keine perfekte Tochter, aber eine richtige und ehrliche Beziehung.  Sei unperfekt mit mir Deine Julia Amelie Photo by Jon Flobrant on Unsplash

Der Beitrag 15. Blogtober – Vom Gefühl eine schlechte Mutter zu sein erschien zuerst auf Mama hat AuDHS.

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Eines gleich zu Anfang: DU – ja genau DU – bist RICHTIG so wie DU bist!

Frisch geborene Mama

War ich aufgeregt, als ich Mama wurde. Mein Start war alles andere als schön: Nachzulesen im Beitrag Meine Traumgeburt, die zum Alptraum wurde

Aber egal wie du als Mama startest; niemand kann dich darauf vorbereiten, am allerwenigsten du selbst. 
Plötzlich ist da dieses kleine Würmchen, das Tag und Nacht körperliche Bedürfnisse hat und zusätzlich Geborgenheit, Sicherheit und Nähe braucht. 

Wir geraten da ziemlich schnell in der Schiene nicht mehr auf unsere Bedürfnisse zu achten, wenn wir nicht aufpassen. Auch dazu hatte ich bereits geschrieben: Warum Bedürfnisse missachten so eine schlechte Idee ist

Das gesamte Leben krempelt sich um. Unternehmungen werden anders, die Beziehung zum Partner ändert sich und am allerwichtigsten: Deine Persönlichkeit ändert sich mit. 

Denn du hast ein Neues Teil-Ich entwickelt: Mama sein!

Das kann wunderschön sein, aber auch sehr anstrengend und belastend.

Ich will eine perfekte Mama sein

Da geht es los! 

Jedes Schreien meines Kindes ist ja ein Hilferuf – natürlich muss ich irgendwie helfen. Wickeln, nachts da sein, am besten noch den Partner schonen, weil der geht ja arbeiten. Oder: Du bist alleinbegleitend und hast niemanden in der Nähe, der mal aushilft. Da fangen die ersten Stresssituationen an.

Bei den anderen sieht das doch so einfach aus. Die haben immer dieses perfekte niedliche Kind, das niemals schreit und bereits durchschläft! Dann mit dem Partner ins Kino und lecker essen, weil die Großeltern nichts lieber tun als mehrmals die Woche auf den Nachwuchs aufzupassen. Mit einem Jahr geht das Kind ohne Probleme in den Kindergarten und Mama wieder arbeiten. Der Haushalt sieht immer perfekt aus usw…

Ähm, ja irgendwie beschreibe ich grad so eine Barbie-Familie oder?

Wir neigen so schnell dazu uns mit anderen zu vergleichen und dann picken wir uns das raus was bei uns schief läuft und bei anderen anscheinend so perfekt. 

So, jetzt ist der Druck da! Warum krieg ich das nicht hin?
Warum sehe ich nicht perfekt aus, habe einen sauberen Haushalt, ein wohlerzogenes braves Kind, ein spannendes Sexualleben und eine Karriere in meinem Traumberuf? 

Ernsthaft? Wer hat das wirklich? 

Wie unsere Erziehung uns prägt

Woher kommt es, dass wir „perfekt“ sein wollen? 

Eigentlich – meine Meinung – wollen wir doch „glücklich“ sein oder?

Als Kind haben wir mindestens eine Bezugsperson. Wir sind abhängig von ihr, körperlich sowie psychisch. Sehr schnell fangen wir an eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln, die Umgebung mit allen Sinnen zu erforschen und spielerisch zu lernen. 

Was die Bezugsperson sehr schnell tut: Grenzen und Regeln beibringen, oft leider willkürlich.

Viele unserer Eltern machen das auch nicht mit Absicht. Da schwingen die eigenen Ängste und Sorgen mit. Wir wollen alle nur das Beste für unsere Kinder!

Je nachdem wie wir erzogen wurden sagt uns unser „Bauchgefühl“ wie wir unsere Kinder erziehen. 

Als Kind und Jugendlicher wurden wir von den Menschen um uns herum bereits maßgeblich beeinflusst. Wir haben versucht nachzuahmen, irgendwann auch uns untereinander zu messen. Lob tut gut, gewinnen ist toll, der Beste in etwas zu sein machte mich kurzzeitig glücklich!

In meiner Familie schwang für mich immer mit, dass ich irgendwie falsch bin und gute Noten haben muss oder dünn sein muss um später/in der Zukunft etwas zu werden. Gesagt wurde mir nur letzteres mit den Noten und der Figur. 

Bestimmtes Verhalten oder Gefühle wurden nicht gerne gesehen. Wut sollte verdrängt werden indem ich auf mein Zimmer geschickt wurde (das kam mit der Zeit immer seltener vor)

Ich war ein sehr schüchternes und ruhiges Kind, achja und immer lieb… 

Aber als Jugendliche konnte ich keine Verantwortung übernehmen und war schlecht in der Schule. Ich konnte mir bestimmte Sachen nicht merken und war faul sowie chaotisch. 
Ich habe versucht mich anzupassen, mich immer weiter zurückgezogen, Gefühle verdrängt. 

Meine Eltern haben mich also tief geprägt und ich habe den Eindruck gewonnen falsch zu sein.

Das habe ich später als Mutter immer noch geglaubt.

Ich hatte also ständig das Gefühl ich sei eine schlechte Mutter – ich könne meinem Kind nicht helfen, obwohl ich mich schon aufopferte und immer mein Bestes gab. Ich dachte ich wäre ein Versager.

In Wirklichkeit kamen diese ganzen Annahmen aus meiner eigenen Erziehung. Weil ich nicht so angenommen wurde wie ich war. Der Frust war groß, weil ich es einfach nicht schaffte perfekt zu sein.

Und nein, ich bin immer noch nicht perfekt und vielleicht auch keine gute Mutter. Ist das wichtig?

Der Traum wird Realität

Bei mir sieht es immer aus wie bei Hempels unterm Sofa – stört übrigens keinen Besuch mehr seit ich das Thema losgelassen habe. (Oder sie sind so höflich und sagen nichts, hihi)

Meine Tochter ist hochsensibel – wie ich – und geht nicht in den Kindergarten, aber dadurch bekomme ich sämtliche Entwicklungsschritte zu Hause mit und sie ist durch diese Nähe gefühlt „braver“ als viele andere Kinder. 

Die Beziehung zu meinem Mann ist eher auf das Wochenende reduziert, aber durch Zeitfenster in denen wir ausführlich reden und wunderschöne Ausflüge zu dritt habe ich keine Defizite mehr. 

Mein Studium musste ich abbrechen, aber jetzt kann ich das tun was ich mich sonst nie getraut hätte: Ein eigenes Online-Business mit meinem Herzensthema aufbauen. 

Und ich mag meinen Körper wie er ist. Mag ich etwas nicht, dann stelle ich was um! Derzeit verzichte zum Beispiel auf Süßigkeiten und mache mehr Sport. Schon fühle ich mich besser. 

Mein Leben ist alles andere als perfekt, aber ich bin glücklich und ich bin richtig so wie ich bin!

Meine Tochter zeigt mir sehr deutlich wenn ich mich gerade daneben benommen habe – also in dem Moment eine doofe Mama war – aber so schnell sie sauer und frustriert ist, so schnell vergibt sie mir auch wieder. Und ich entschuldige mich für meine Wutausbrüche, die echt nie was mit meiner Tochter zu tun haben. 

Wir haben eine wunderbar starke Bindung aufgebaut in der wir doof sein dürfen, ja in der wir einfach sein dürfen. 

Keine perfekte Mama, keine perfekte Tochter, aber eine richtige und ehrliche Beziehung. 

Sei unperfekt mit mir 
Deine Julia Amelie

Photo by Jon Flobrant on Unsplash

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Entspannte Eltern = Entspannte Babys (?) https://postnatalewelt.de/blog/2019/10/08/8-blogtober-entspannte-eltern-entspannte-babys/ https://postnatalewelt.de/blog/2019/10/08/8-blogtober-entspannte-eltern-entspannte-babys/#comments Tue, 08 Oct 2019 13:32:56 +0000 https://grossekleinefuesse.de/?p=392 8. Blogtober – Ein berührender Gastartikel von Isabel Schönig! Entspannte Eltern = Entspannte Babys Ohje, wie habe ich diesen Satz gehasst! Wie oft habe ich genau wegen diesem Satz geweint, weil er mir in schwierigen Situationen gesagt wurde oder er mir dann prompt im Kopf herum gespukt ist. DU, Mama, bist dafür verantwortlich, dass dein kleines Baby unglücklich ist! DU, Mama, bist Schuld, wenn dein kleines Baby so viel weint und sich nicht beruhigen lässt. NEIN, würde ich am liebsten immer noch schreien, denn dieser Satz verantwortlich zu sein für die Gefühle, Lautstärke und Temperament meiner Tochter schwingt noch in mir. Gerade, wenn mich in einer Autonomiesituation die Blicke der Vorbeigehenden treffen oder der laute Schrei, da etwas nicht so klappt wie gedacht, ganz sicher bei den Nachbarn angekommen ist.  Doch was steckt dahinter: Entspannte Eltern – entspannte Babys? Ja, Säuglinge und auch größere Kinder können leichter entspannen, wenn  ihre Bindungsperson entspannt ist, wenn sie von außen spüren, dass kein Löwe um die Ecke kommen könnte oder Mama so voller Adrenalin ist, da sie 100 und 11 Sachen im Kopf behalten muss, die dank stillen und Schlafmangel vergessen zu werden drohen (hier haben sich meine Klebezettel bewährt). Das kleine Wesen spürt, meine Bindungsperson ist entspannt, also darf ich auch los lassen – schlafen, zur Ruhe kommen oder fröhlich umher schauen (wenn sie dann größer sind, die Welt erkunden). Doch dann passiert´s: Ich bin entspannt, kein Löwe droht, ich bin im hier und jetzt bei meinem Kind und es schreit und schreit. Windeln sind gewechselt, es hat gestillt usw. und es schreit. Um mich herum laufen alle weg – zwar mit dem Satz: „Ich glaube ihr braucht Ruhe“, aber bei mir kommt an: „Boah, bist du nicht in der Lage, dein Kind zu beruhigen, ich geh mal lieber!“  Stress kommt auf, Tränen und ein blödes Gefühl. Du bist wieder so angespannt, sonst wäre das anders. Was hilft nun aus dieser Verantwortungsfalle? Bitte das nicht falsch verstehen, klar sind wir als primäre Bezugspersonen für unsere Kinder verantwortlich, denn je jünger sie sind, umso abhängiger sind sie auch von uns. Doch mal hängt ein Pups quer oder die Gefühle fahren Achterbahn. Das kann ich als Mama begleiten, mitfühlen, mit aushalten und mittragen. MIT. Ich kann Coregulieren und da sein. Das Kind darf es annehmen oder nicht und ich darf zuhören – von Aufregung der Geburt, von Neuem das erschreckt, von zu viel Aktion oder oder oder. Und hier kommt für mich die Entspannung der Bindungsperson ins Spiel. Je entspannter ich zu höre, je näher ich beim Kind bin und es laut sein darf – je möglicher wird es, dass das gesagt ist, was gesagt werden muss. Und hier war für mich mein Umfeld von wichtiger Bedeutung. Eine Freundin hat mich durch das Schreien meiner Tochter begleitet. War ganz unaufgeregt einfach da und ist geblieben. Wir haben uns weiter unterhalten während ich um den Tisch lief, stillte oder leicht hin und her schaukelte bis meine Tochter schlief. Ab da war der Knoten geplatzt. Ich bin so dankbar und merke im Schreiben, dass ich ihr das mal wieder sagen darf. Danke, dass du da geblieben bist. Das schreien wurde nicht weniger intensiv, aber ich konnte, nachdem alle Bedürfnisse abgecheckt waren ruhiger zuhören und es annehmen, ja entspannter sein. Entspannte Eltern=entspannte Babys: Nein, aber leichter damit umzugehen! Über Isabel Schönig: Ich bin Mama zweier wunderbarer Töchter, Sozialpädagogin, Entwicklungspsychologische Beraterin und Entspannungspädagogin. Außerdem freiberuflicher Coach bei Familie rundherum, bei dem ich Frauen mit Kinderwunsch, Schwangere und Mamas mit Babys im ersten Lebensjahr begleite – hin zu einer bindungsstarken Beziehung zu ihrem Kind. Ganz besonders liegen mir Frauen am Herzen, die in ihrer Kindheit negative Erfahrungen gemacht haben und diese nicht an ihre Kinder weiter geben möchten. Falls Du mehr wissen möchtest:Mein Coachingangebot findest du auf meiner Homepage: Isabel Schönig – traumasensible GeburtsvorbereitungFacebook: Isabel Schönig – traumasensible GeburtsvorbereitungUnd mit jeder Menge tollen Interviews auf Instagram: Isabel Schönig (Photo von Isabel Schönig)

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8. Blogtober – Ein berührender Gastartikel von Isabel Schönig!

Entspannte Eltern = Entspannte Babys

Ohje, wie habe ich diesen Satz gehasst! Wie oft habe ich genau wegen diesem Satz geweint, weil er mir in schwierigen Situationen gesagt wurde oder er mir dann prompt im Kopf herum gespukt ist.

DU, Mama, bist dafür verantwortlich, dass dein kleines Baby unglücklich ist! 
DU, Mama, bist Schuld, wenn dein kleines Baby so viel weint und sich nicht beruhigen lässt.

NEIN, würde ich am liebsten immer noch schreien, denn dieser Satz verantwortlich zu sein für die Gefühle, Lautstärke und Temperament meiner Tochter schwingt noch in mir. Gerade, wenn mich in einer Autonomiesituation die Blicke der Vorbeigehenden treffen oder der laute Schrei, da etwas nicht so klappt wie gedacht, ganz sicher bei den Nachbarn angekommen ist. 

Doch was steckt dahinter: Entspannte Eltern – entspannte Babys?

Ja, Säuglinge und auch größere Kinder können leichter entspannen, wenn  ihre Bindungsperson entspannt ist, wenn sie von außen spüren, dass kein Löwe um die Ecke kommen könnte oder Mama so voller Adrenalin ist, da sie 100 und 11 Sachen im Kopf behalten muss, die dank stillen und Schlafmangel vergessen zu werden drohen (hier haben sich meine Klebezettel bewährt).

Das kleine Wesen spürt, meine Bindungsperson ist entspannt, also darf ich auch los lassen – schlafen, zur Ruhe kommen oder fröhlich umher schauen (wenn sie dann größer sind, die Welt erkunden).

Doch dann passiert´s: Ich bin entspannt, kein Löwe droht, ich bin im hier und jetzt bei meinem Kind und es schreit und schreit. Windeln sind gewechselt, es hat gestillt usw. und es schreit. Um mich herum laufen alle weg – zwar mit dem Satz: „Ich glaube ihr braucht Ruhe“, aber bei mir kommt an: „Boah, bist du nicht in der Lage, dein Kind zu beruhigen, ich geh mal lieber!“ 

Stress kommt auf, Tränen und ein blödes Gefühl. Du bist wieder so angespannt, sonst wäre das anders. Was hilft nun aus dieser Verantwortungsfalle? Bitte das nicht falsch verstehen, klar sind wir als primäre Bezugspersonen für unsere Kinder verantwortlich, denn je jünger sie sind, umso abhängiger sind sie auch von uns. Doch mal hängt ein Pups quer oder die Gefühle fahren Achterbahn. Das kann ich als Mama begleiten, mitfühlen, mit aushalten und mittragen. MIT. Ich kann Coregulieren und da sein. Das Kind darf es annehmen oder nicht und ich darf zuhören – von Aufregung der Geburt, von Neuem das erschreckt, von zu viel Aktion oder oder oder.

Und hier kommt für mich die Entspannung der Bindungsperson ins Spiel. Je entspannter ich zu höre, je näher ich beim Kind bin und es laut sein darf – je möglicher wird es, dass das gesagt ist, was gesagt werden muss. Und hier war für mich mein Umfeld von wichtiger Bedeutung.

Eine Freundin hat mich durch das Schreien meiner Tochter begleitet. War ganz unaufgeregt einfach da und ist geblieben. Wir haben uns weiter unterhalten während ich um den Tisch lief, stillte oder leicht hin und her schaukelte bis meine Tochter schlief. Ab da war der Knoten geplatzt. Ich bin so dankbar und merke im Schreiben, dass ich ihr das mal wieder sagen darf. Danke, dass du da geblieben bist. Das schreien wurde nicht weniger intensiv, aber ich konnte, nachdem alle Bedürfnisse abgecheckt waren ruhiger zuhören und es annehmen, ja entspannter sein.

Entspannte Eltern=entspannte Babys: Nein, aber leichter damit umzugehen!

Über Isabel Schönig:

Ich bin Mama zweier wunderbarer Töchter, Sozialpädagogin, Entwicklungspsychologische Beraterin und Entspannungspädagogin. Außerdem freiberuflicher Coach bei Familie rundherum, bei dem ich Frauen mit Kinderwunsch, Schwangere und Mamas mit Babys im ersten Lebensjahr begleite – hin zu einer bindungsstarken Beziehung zu ihrem Kind. Ganz besonders liegen mir Frauen am Herzen, die in ihrer Kindheit negative Erfahrungen gemacht haben und diese nicht an ihre Kinder weiter geben möchten.

Falls Du mehr wissen möchtest:
Mein Coachingangebot findest du auf meiner Homepage:
Isabel Schönig – traumasensible Geburtsvorbereitung
Facebook: Isabel Schönig – traumasensible Geburtsvorbereitung
Und mit jeder Menge tollen Interviews auf Instagram: Isabel Schönig

(Photo von Isabel Schönig)

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Einsamkeit mit Baby – Warum Bedürfnisse missachten so eine schlechte Idee ist! https://postnatalewelt.de/blog/2019/03/06/einsamkeit-mit-baby-warum-beduerfnisse-missachten-so-eine-schlechte-idee-ist/ https://postnatalewelt.de/blog/2019/03/06/einsamkeit-mit-baby-warum-beduerfnisse-missachten-so-eine-schlechte-idee-ist/#respond Wed, 06 Mar 2019 16:50:54 +0000 http://grossekleinefuesse.blog/?p=159 “Mir bricht das Dach über dem Kopf zusammen!” Kennt ihr diesen Satz? Zu Beginn ist alles so spannend und neu – ein kleiner Mensch der mich Tag und Nacht braucht. Der Besuch (Familie und Freunde) war für mich fast zu viel, aber ich wollte ja niemandem das Baby vorenthalten. Verhaltene Reaktionen, weil meine Tochter natürlich viel schlief oder dann auch immer öfter brüllte. Ehrlich gesagt versuchte ich anfangs sogar ein wenig nach Buch zu gehen. Gestillt? Gewickelt? Rumgetragen? Was kann sie jetzt noch haben? Warum ist sie einfach nicht glücklich? Anfangs hat sie nachts tatsächlich nur ein Mal getrunken und wir waren darüber total glücklich, aber das änderte sich nach 2 Monaten und es wurde richtig schlimm. Ich war oft mit meinem Mann abends draußen und er hatte sie im Tragetuch, weil sie tagsüber nur dort schlafen konnte. Abgepumpte Milch akzeptierte sie nicht und so konnte ich auch nicht wirklich mal für 2-3 Stunden alleine weg. Eigentlich war ich schon froh wenn ich zwischendrin mal schlafen durfte. Deshalb war ich sehr froh mich mit anderen Müttern aus meinem Geburtsvorbereitungskurs treffen zu können und es war Sommer; draußen trifft es sich leichter. Diese Treffen wurden mit der Zeit allerdings weniger und ich war nie alleine unterwegs. Emily war also, bis auf die Momente wo mein Mann sie übernahm, an mich gebunden. Da hatte ich also dieses wunderbare kleine Wesen, das ich nicht lieben konnte und wünschte mir meine Ruhe! Ich hatte eine Trauminsel die ich besuchen wollte – alleine, nur ein Buch und ein großes Bett. Schlafen, baden gehen, essen, lesen – ich brauchte so dringend Erholung! Ich machte mir riesige Vorwürfe deswegen. Wieso liebe ich mein Kind nicht? Wieso ist sie ständig so unglücklich? Wie kann ich es ihr nur Recht machen; ich gebe mich doch schon völlig selbst auf? Wieso kann ich nicht so stark sein wie andere Mütter? Warum kann mein Kind nicht anders sein und nach 6 Wochen durchschlafen? Ich sehnte mich nach Kontakt zu anderen. Nicht über das Kind reden, nicht Mama sein. Aber das war total schwierig. Erst mal überhaupt alleine rauszukommen, das war fast unmöglich bis sie 16 Monate alt war (da habe ich abgestillt). Und wenn doch mal jemand zu Besuch war oder ich unterwegs war – was war mein Thema? Genau: Meine Tochter! Ich hatte ja nichts anderes zu erzählen, denn mein Alltag bestand aus Baby. Den anderen ging ich sicher auf die Nerven, wenn ich fragte ob ich ihnen mit meinen Geschichten auf die Nerven gehe. Ehrlich gesagt war ich gleichzeitig geistig unterfordert und körperlich überfordert. Ich habe meine Bedürfnisse ignoriert und ich hätte mir von Anfang an mehr Unterstützung holen sollen. Das weiß ich jetzt, aber damals war ich einfach nur müde und fertig. Trotz Baby habe ich mich einsam gefühlt. Ich konnte mit meiner Tochter ja keine tiefgehenden Gespräche führen. Besser wurde es erst als ich abgestillt hatte, zum Therapeuten ging, mehr Schlaf bekam und auch endlich die Gelegenheit bekam wieder alleine unter die Leute zu kommen. Bei meinem zweiten Baby weiß ich also wie ich diese Einsamkeit verhindern kann. Aber der Lernfaktor war mir eine Spur zu heftig. Falls du also gerade schwanger bist oder dir das alles bekannt vorkommt: Such dir Unterstützung und übergehe nicht deine Bedürfnisse! Es hilft dir und deinem Baby nicht wenn du dich aufgibst und deine Grenzen übergehst. Der Haushalt kann auch mal liegen bleiben wenn du dafür etwas zu essen bekommst oder eine Runde Schlaf. Achte auf dich und liebe Grüße Deine Julia

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“Mir bricht das Dach über dem Kopf zusammen!”

Kennt ihr diesen Satz?

Zu Beginn ist alles so spannend und neu – ein kleiner Mensch der mich Tag und Nacht braucht. Der Besuch (Familie und Freunde) war für mich fast zu viel, aber ich wollte ja niemandem das Baby vorenthalten. Verhaltene Reaktionen, weil meine Tochter natürlich viel schlief oder dann auch immer öfter brüllte. Ehrlich gesagt versuchte ich anfangs sogar ein wenig nach Buch zu gehen. Gestillt? Gewickelt? Rumgetragen? Was kann sie jetzt noch haben? Warum ist sie einfach nicht glücklich?

Anfangs hat sie nachts tatsächlich nur ein Mal getrunken und wir waren darüber total glücklich, aber das änderte sich nach 2 Monaten und es wurde richtig schlimm. Ich war oft mit meinem Mann abends draußen und er hatte sie im Tragetuch, weil sie tagsüber nur dort schlafen konnte. Abgepumpte Milch akzeptierte sie nicht und so konnte ich auch nicht wirklich mal für 2-3 Stunden alleine weg. Eigentlich war ich schon froh wenn ich zwischendrin mal schlafen durfte. Deshalb war ich sehr froh mich mit anderen Müttern aus meinem Geburtsvorbereitungskurs treffen zu können und es war Sommer; draußen trifft es sich leichter. Diese Treffen wurden mit der Zeit allerdings weniger und ich war nie alleine unterwegs. Emily war also, bis auf die Momente wo mein Mann sie übernahm, an mich gebunden.

Da hatte ich also dieses wunderbare kleine Wesen, das ich nicht lieben konnte und wünschte mir meine Ruhe! Ich hatte eine Trauminsel die ich besuchen wollte – alleine, nur ein Buch und ein großes Bett. Schlafen, baden gehen, essen, lesen – ich brauchte so dringend Erholung! Ich machte mir riesige Vorwürfe deswegen. Wieso liebe ich mein Kind nicht? Wieso ist sie ständig so unglücklich? Wie kann ich es ihr nur Recht machen; ich gebe mich doch schon völlig selbst auf? Wieso kann ich nicht so stark sein wie andere Mütter? Warum kann mein Kind nicht anders sein und nach 6 Wochen durchschlafen?

Ich sehnte mich nach Kontakt zu anderen. Nicht über das Kind reden, nicht Mama sein. Aber das war total schwierig. Erst mal überhaupt alleine rauszukommen, das war fast unmöglich bis sie 16 Monate alt war (da habe ich abgestillt). Und wenn doch mal jemand zu Besuch war oder ich unterwegs war – was war mein Thema? Genau: Meine Tochter! Ich hatte ja nichts anderes zu erzählen, denn mein Alltag bestand aus Baby. Den anderen ging ich sicher auf die Nerven, wenn ich fragte ob ich ihnen mit meinen Geschichten auf die Nerven gehe.

Ehrlich gesagt war ich gleichzeitig geistig unterfordert und körperlich überfordert. Ich habe meine Bedürfnisse ignoriert und ich hätte mir von Anfang an mehr Unterstützung holen sollen. Das weiß ich jetzt, aber damals war ich einfach nur müde und fertig. Trotz Baby habe ich mich einsam gefühlt. Ich konnte mit meiner Tochter ja keine tiefgehenden Gespräche führen.

Besser wurde es erst als ich abgestillt hatte, zum Therapeuten ging, mehr Schlaf bekam und auch endlich die Gelegenheit bekam wieder alleine unter die Leute zu kommen. Bei meinem zweiten Baby weiß ich also wie ich diese Einsamkeit verhindern kann. Aber der Lernfaktor war mir eine Spur zu heftig.

Falls du also gerade schwanger bist oder dir das alles bekannt vorkommt: Such dir Unterstützung und übergehe nicht deine Bedürfnisse! Es hilft dir und deinem Baby nicht wenn du dich aufgibst und deine Grenzen übergehst. Der Haushalt kann auch mal liegen bleiben wenn du dafür etwas zu essen bekommst oder eine Runde Schlaf.

Achte auf dich und liebe Grüße
Deine Julia

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Von der Geburt zur Depression https://postnatalewelt.de/blog/2019/02/25/von-der-geburt-zur-depression/ https://postnatalewelt.de/blog/2019/02/25/von-der-geburt-zur-depression/#comments Mon, 25 Feb 2019 16:33:45 +0000 http://grossekleinefuesse.blog/?p=116 Ich hatte bereits von meiner schlimmen Geburt erzählt und hier geht die Geschichte nun weiter. Die ersten beiden Jahre mit meiner Tochter – kurz angeschnitten; ich lege den Fokus auf mich und wie es mir dabei erging. Auf dem Bild ist meine Tochter Emily etwa einen halben Tag alt und ich durfte sie das erste Mal stillen. Ich hatte ein wenig Angst, dass sie nicht gestillt werden möchte, aber ihre erste Flaschenmahlzeit war zum Glück kein Hindernis. Das Foto hat meine Mutter mit dem Smartphone aufgenommen, die diesen Moment total süß fand – ich war einfach noch voller Glückshormone. Diese lassen allerdings nach etwa 2-4 Tagen nach. Bereits am 2. Tag brüllte meine Tochter gefühlt stundenlang und egal was wir taten (stillen, tragen, wickeln) – sie ließ sich nicht beruhigen. Nach etwa 2 Stunden kam endlich eine Krankenschwester ins Zimmer und half uns; wir waren bereits total aufgelöst. Sie zeigte uns den Fliegergriff und dieser Tipp war Gold wert. Anscheinend hatte Emily sehr oft Probleme bei der Verdauung und nur so konnte sie entspannen. Das Schreien wurde mit den Wochen immer mehr und somit haben wir sie fast nur noch getragen. In der Tragetasche, im Fliegergriff und später hat sie fast ausschließlich auf dem Bauch auf uns drauf geschlafen. Teilweise durften wir uns nicht mal hinsetzen sonst wachte sie sofort auf und beschwerte sich. Es war eine unglaublich anstrengende Zeit für uns, die sich bis zum 2. Lebensjahr zog. Direkt nach der Geburt erzählte ich natürlich meiner Familie von meinen schlimmen Erlebnissen, aber irgendwie wurde das Thema immer so umgelenkt, dass ja alles gut ausgegangen sei. Emily sei gesund und ich sei ja auch fast wieder fit. Jetzt müssten wir eben schauen, dass wir alles für das Baby tun, nur mein Mann darf natürlich nicht die Arbeit vernachlässigen. Viele Mütter reagierten schockiert, aber sie hatten auch eigene Erlebnisse und Erfahrungen. In dieser Zeit fiel ich also in eine Art Verdrängung. Ich redete mir ein, dass die Geburt schon nicht so schlimm gewesen sei. Selbst eine Hebamme hatte mich schließlich als “Starke Frau” bezeichnet. Da ich die Zeit mit meiner Tochter unglaublich anstrengend empfand konzentrierte ich mich nur noch darauf. Meine eigenen Bedürfnisse wie Essen, Schlaf, Duschen, Entspannung usw. stellte ich hinten an. Und genau das brach irgendwann zusammen. Jeden Tag, wenn ich im Wohnzimmer mit Emily in der Tragetasche meine Kreise zog, blickte ich auf die Uhr und zählte die Minuten bis mein Mann nach Hause kommen würde und ich mich endlich hinsetzen konnte. Ich weiß nicht genau wann ich das erste Mal einen Wutanfall bekam. Jedenfalls wollte ich etwas erledigen und hatte Emily für 5 Minuten neben mir auf dem Sofa abgelegt und sie fing natürlich an zu brüllen. Ich rastete einfach aus und brüllte zurück bis ich nur noch weinend da saß. Von da an passierte mir das regelmäßig, ich hatte mich einfach nicht mehr unter Kontrolle. Ich war mit den Nerven am Ende und völlig überlastet. Ab und zu traute ich mich meine Mutter anzurufen und zum Glück kam sie dann für ein bis zwei Tage und half aus. Letztendlich ging es aber immer nur darum wie ich meine Tochter zufriedenstellen konnte; nicht mich. Sie akzeptierte keine abgepumpte Milch und damit war ich so sehr an zu Hause gebunden, dass ich nur mit ihr etwas unternehmen konnte, aber nie alleine. Draußen war sie schnell überreizt und meistens war ich die Mutter, die in irgendeiner Ecke mit der Tragetasche herumhüpfte, aber wirklich zum reden oder gemeinsam unternehmen bin ich selten gekommen. Ich vereinsamte sehr schnell und fing irgendwann an im Internet Blogs zu lesen und alles was ich zum Schlafen und Stillen von Babys in die Finger bekam. An sich habe ich einige wertvolle Informationen herausgefunden, aber letztendlich habe ich mich nie mit mir beschäftigt; dafür mit allem anderen, vorrangig mit Emily. Nach etwa einem halben Jahr erzählten mir die anderen Mütter aus meiner Gruppe, dass sie sich gar nicht mehr wirklich an die Geburtsschmerzen erinnern könnten. Ich wunderte mich darüber, weil ich alles haargenau nachempfinden konnte. Nach einem Jahr hatte sich das bei mir nicht geändert. Im Gegenteil; ich bekam Nervenzusammenbrüche und manchmal wünschte ich mir mein Kind wäre tot oder ich wäre tot. Das klingt schrecklich, ich weiß, aber in diesen Momenten war ich so am Ende, dass ich in meinem Kopf keine Lösungen mehr fand. Immer häufiger lag ich abends wach – obwohl ich den Schlaf dringend gebraucht hätte und die Erinnerungen an die Schmerzen bei der Geburt übermannten mich regelrecht. Teilweise weinte ich tagelang und hatte Alpträume. Nach 1 1/2 Jahren stand ich regelmäßig vor meinem Mann und war völlig verzweifelt. “Ich sehe keinen Sinn mehr in diesem Leben; ich habe keinen Bock mehr, ich will und kann nicht mehr!” So ungefähr waren meine Aussagen und ich begriff, dass ich mitten in den schlimmsten Depressionen steckte. Zum Glück bin ich ein Mensch der bei sowas irgendwann die Not erkennt und den Hebel zieht. So konnte und wollte ich nicht weitermachen! In meinem Umfeld bekamen das hauptsächlich nur mein Mann und sicher auch meine Tochter mit. Vor den anderen verschwieg ich das und zog mich sehr zurück oder wenn ich mal unterwegs war setzte ich ein Lächeln auf und behauptete krampfhaft es ginge schon irgendwie… Zum Glück hatte ich bereits einen Therapeuten, den ich erneut aufsuchen konnte und das nahm ich in Anspruch, auch wenn ich mich dafür erst überwinden musste. Immer noch versuchte ich mir einzureden, dass ich es nicht vielleicht doch alleine hinkriegen würde, weil es ja doch nicht so schlimm sei?! Darüber reden tat mir sehr gut und auch diesen Schmerz endlich mal zu verarbeiten. Über ein Jahr hatte ich nicht akzeptieren wollen was die Geburt mit mir angerichtet hat und die Verdrängung hat mir ein Trauma beschert. Richtig gelesen – Diagnose Trauma! Das hing erst mal wie ein riesiger Batzen über mir und ich wusste gar nichts damit anzufangen. Die Idee meines Therapeuten war eine Mutter-Kind-Kur oder auch ein spezieller Trauma-Therapeut. Ersteres wollte ich nicht in Anspruch nehmen, da ich las, dass bei einer Kur die Mütter von den Kindern getrennt werden. Das wollte ich nicht! Emily in einer Fremdbetreuung? Sie hat sich schon so unheimlich schwer getan, als ich anfing sie bei der Tagesmutter einzugewöhnen. Den Trauma-Therapeut behielt ich im Hinterkopf, aber erst wollte ich sehen wie weit ich durch reden kommen würde. Ich fing bewusst an hinzusehen, meine Geburt zu akzeptieren wie sie war und was mein Hauptproblem bei der Geburt war. Wo saß der eigentliche Schmerz? Ich erlaubte mir zu trauern und ich fand heraus, dass ich meine Tochter nach dem Kaiserschnitt einfach bei mir haben wollte. Diese 3 oder 4 Stunden, die ich von ihr getrennt wurde waren sehr schmerzhaft für mich. Es hat einige Monate gedauert bis ich zu dieser Erkenntnis kam, aber als ich sie hatte konnte ich sie endlich loslassen. Mittlerweile weiß ich zwar noch, dass ich schreckliche Schmerzen hatte, aber sie sind nicht mehr präsent. Ich muss zudem schreiben, dass eine Ärztin Gewalt an mir ausgeübt hat. Sie hat mich in die Einleitung reingeredet, hat mir bei den Muttermund-Untersuchungen mit den Fingern wehgetan und bei der Geburt hat sie mir die Entscheidung abgenommen mitzuhelfen. Sie hat mir ihren Arm in den Bauch gerammt und mir unvorstellbare Schmerzen zugefügt. Ich wollte das nicht! Im Nachhinein kann ich das ganz genau sagen, aber damals hat sie sich über mich hinweggesetzt. Ich weiß, dass ich kein Einzelfall bin. Vielen Frauen wird während und nach der Geburt Gewalt angetan und wenn sie sich beschweren, müssen sie sich zudem Sprüche anhören wie “Stellen Sie sich nicht so an! Hauptsache es geht dem Kind gut!”. Warum ist immer nur das Kind wichtig? Warum nicht auch wir Mütter? Wir müssen unsere Bedürfnisse nicht zurückstellen und alles über uns ergehen lassen! Wie viele von uns haben ein Trauma, weil sie ihre Erlebnisse verdrängen? Wie viele haben Depressionen und verstecken das vor anderen Menschen? Ich habe die Wende zum Glück geschafft! Letztes Jahr habe ich einen riesigen Schritt in Richtung Heilung unternommen, was ich ohne meinen Therapeuten und meinen Mann nie geschafft hätte. Ich weiß mittlerweile rechtzeitig wann ich Ruhe und eine Rückzugsmöglichkeit brauche, ich hole mir Unterstützung und Hilfe und ich achte viel mehr auf meine Bedürfnisse. Lange habe ich gebraucht, aber meine Wertschätzung für mich ist wieder da! Liebe Grüße Deine Julia Amelie

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Ich hatte bereits von meiner schlimmen Geburt erzählt und hier geht die Geschichte nun weiter. Die ersten beiden Jahre mit meiner Tochter – kurz angeschnitten; ich lege den Fokus auf mich und wie es mir dabei erging.

Auf dem Bild ist meine Tochter Emily etwa einen halben Tag alt und ich durfte sie das erste Mal stillen. Ich hatte ein wenig Angst, dass sie nicht gestillt werden möchte, aber ihre erste Flaschenmahlzeit war zum Glück kein Hindernis. Das Foto hat meine Mutter mit dem Smartphone aufgenommen, die diesen Moment total süß fand – ich war einfach noch voller Glückshormone.

Diese lassen allerdings nach etwa 2-4 Tagen nach. Bereits am 2. Tag brüllte meine Tochter gefühlt stundenlang und egal was wir taten (stillen, tragen, wickeln) – sie ließ sich nicht beruhigen. Nach etwa 2 Stunden kam endlich eine Krankenschwester ins Zimmer und half uns; wir waren bereits total aufgelöst. Sie zeigte uns den Fliegergriff und dieser Tipp war Gold wert. Anscheinend hatte Emily sehr oft Probleme bei der Verdauung und nur so konnte sie entspannen. Das Schreien wurde mit den Wochen immer mehr und somit haben wir sie fast nur noch getragen. In der Tragetasche, im Fliegergriff und später hat sie fast ausschließlich auf dem Bauch auf uns drauf geschlafen. Teilweise durften wir uns nicht mal hinsetzen sonst wachte sie sofort auf und beschwerte sich. Es war eine unglaublich anstrengende Zeit für uns, die sich bis zum 2. Lebensjahr zog.

Direkt nach der Geburt erzählte ich natürlich meiner Familie von meinen schlimmen Erlebnissen, aber irgendwie wurde das Thema immer so umgelenkt, dass ja alles gut ausgegangen sei. Emily sei gesund und ich sei ja auch fast wieder fit. Jetzt müssten wir eben schauen, dass wir alles für das Baby tun, nur mein Mann darf natürlich nicht die Arbeit vernachlässigen. Viele Mütter reagierten schockiert, aber sie hatten auch eigene Erlebnisse und Erfahrungen. In dieser Zeit fiel ich also in eine Art Verdrängung. Ich redete mir ein, dass die Geburt schon nicht so schlimm gewesen sei. Selbst eine Hebamme hatte mich schließlich als “Starke Frau” bezeichnet. Da ich die Zeit mit meiner Tochter unglaublich anstrengend empfand konzentrierte ich mich nur noch darauf. Meine eigenen Bedürfnisse wie Essen, Schlaf, Duschen, Entspannung usw. stellte ich hinten an. Und genau das brach irgendwann zusammen. Jeden Tag, wenn ich im Wohnzimmer mit Emily in der Tragetasche meine Kreise zog, blickte ich auf die Uhr und zählte die Minuten bis mein Mann nach Hause kommen würde und ich mich endlich hinsetzen konnte. Ich weiß nicht genau wann ich das erste Mal einen Wutanfall bekam. Jedenfalls wollte ich etwas erledigen und hatte Emily für 5 Minuten neben mir auf dem Sofa abgelegt und sie fing natürlich an zu brüllen. Ich rastete einfach aus und brüllte zurück bis ich nur noch weinend da saß. Von da an passierte mir das regelmäßig, ich hatte mich einfach nicht mehr unter Kontrolle. Ich war mit den Nerven am Ende und völlig überlastet. Ab und zu traute ich mich meine Mutter anzurufen und zum Glück kam sie dann für ein bis zwei Tage und half aus. Letztendlich ging es aber immer nur darum wie ich meine Tochter zufriedenstellen konnte; nicht mich. Sie akzeptierte keine abgepumpte Milch und damit war ich so sehr an zu Hause gebunden, dass ich nur mit ihr etwas unternehmen konnte, aber nie alleine. Draußen war sie schnell überreizt und meistens war ich die Mutter, die in irgendeiner Ecke mit der Tragetasche herumhüpfte, aber wirklich zum reden oder gemeinsam unternehmen bin ich selten gekommen. Ich vereinsamte sehr schnell und fing irgendwann an im Internet Blogs zu lesen und alles was ich zum Schlafen und Stillen von Babys in die Finger bekam. An sich habe ich einige wertvolle Informationen herausgefunden, aber letztendlich habe ich mich nie mit mir beschäftigt; dafür mit allem anderen, vorrangig mit Emily. Nach etwa einem halben Jahr erzählten mir die anderen Mütter aus meiner Gruppe, dass sie sich gar nicht mehr wirklich an die Geburtsschmerzen erinnern könnten. Ich wunderte mich darüber, weil ich alles haargenau nachempfinden konnte. Nach einem Jahr hatte sich das bei mir nicht geändert. Im Gegenteil; ich bekam Nervenzusammenbrüche und manchmal wünschte ich mir mein Kind wäre tot oder ich wäre tot. Das klingt schrecklich, ich weiß, aber in diesen Momenten war ich so am Ende, dass ich in meinem Kopf keine Lösungen mehr fand. Immer häufiger lag ich abends wach – obwohl ich den Schlaf dringend gebraucht hätte und die Erinnerungen an die Schmerzen bei der Geburt übermannten mich regelrecht. Teilweise weinte ich tagelang und hatte Alpträume. Nach 1 1/2 Jahren stand ich regelmäßig vor meinem Mann und war völlig verzweifelt. “Ich sehe keinen Sinn mehr in diesem Leben; ich habe keinen Bock mehr, ich will und kann nicht mehr!” So ungefähr waren meine Aussagen und ich begriff, dass ich mitten in den schlimmsten Depressionen steckte. Zum Glück bin ich ein Mensch der bei sowas irgendwann die Not erkennt und den Hebel zieht. So konnte und wollte ich nicht weitermachen! In meinem Umfeld bekamen das hauptsächlich nur mein Mann und sicher auch meine Tochter mit. Vor den anderen verschwieg ich das und zog mich sehr zurück oder wenn ich mal unterwegs war setzte ich ein Lächeln auf und behauptete krampfhaft es ginge schon irgendwie…

Zum Glück hatte ich bereits einen Therapeuten, den ich erneut aufsuchen konnte und das nahm ich in Anspruch, auch wenn ich mich dafür erst überwinden musste. Immer noch versuchte ich mir einzureden, dass ich es nicht vielleicht doch alleine hinkriegen würde, weil es ja doch nicht so schlimm sei?! Darüber reden tat mir sehr gut und auch diesen Schmerz endlich mal zu verarbeiten. Über ein Jahr hatte ich nicht akzeptieren wollen was die Geburt mit mir angerichtet hat und die Verdrängung hat mir ein Trauma beschert. Richtig gelesen – Diagnose Trauma! Das hing erst mal wie ein riesiger Batzen über mir und ich wusste gar nichts damit anzufangen. Die Idee meines Therapeuten war eine Mutter-Kind-Kur oder auch ein spezieller Trauma-Therapeut. Ersteres wollte ich nicht in Anspruch nehmen, da ich las, dass bei einer Kur die Mütter von den Kindern getrennt werden. Das wollte ich nicht! Emily in einer Fremdbetreuung? Sie hat sich schon so unheimlich schwer getan, als ich anfing sie bei der Tagesmutter einzugewöhnen. Den Trauma-Therapeut behielt ich im Hinterkopf, aber erst wollte ich sehen wie weit ich durch reden kommen würde. Ich fing bewusst an hinzusehen, meine Geburt zu akzeptieren wie sie war und was mein Hauptproblem bei der Geburt war. Wo saß der eigentliche Schmerz? Ich erlaubte mir zu trauern und ich fand heraus, dass ich meine Tochter nach dem Kaiserschnitt einfach bei mir haben wollte. Diese 3 oder 4 Stunden, die ich von ihr getrennt wurde waren sehr schmerzhaft für mich. Es hat einige Monate gedauert bis ich zu dieser Erkenntnis kam, aber als ich sie hatte konnte ich sie endlich loslassen.

Mittlerweile weiß ich zwar noch, dass ich schreckliche Schmerzen hatte, aber sie sind nicht mehr präsent. Ich muss zudem schreiben, dass eine Ärztin Gewalt an mir ausgeübt hat. Sie hat mich in die Einleitung reingeredet, hat mir bei den Muttermund-Untersuchungen mit den Fingern wehgetan und bei der Geburt hat sie mir die Entscheidung abgenommen mitzuhelfen. Sie hat mir ihren Arm in den Bauch gerammt und mir unvorstellbare Schmerzen zugefügt. Ich wollte das nicht! Im Nachhinein kann ich das ganz genau sagen, aber damals hat sie sich über mich hinweggesetzt. Ich weiß, dass ich kein Einzelfall bin. Vielen Frauen wird während und nach der Geburt Gewalt angetan und wenn sie sich beschweren, müssen sie sich zudem Sprüche anhören wie “Stellen Sie sich nicht so an! Hauptsache es geht dem Kind gut!”.

Warum ist immer nur das Kind wichtig? Warum nicht auch wir Mütter? Wir müssen unsere Bedürfnisse nicht zurückstellen und alles über uns ergehen lassen! Wie viele von uns haben ein Trauma, weil sie ihre Erlebnisse verdrängen? Wie viele haben Depressionen und verstecken das vor anderen Menschen?

Ich habe die Wende zum Glück geschafft! Letztes Jahr habe ich einen riesigen Schritt in Richtung Heilung unternommen, was ich ohne meinen Therapeuten und meinen Mann nie geschafft hätte. Ich weiß mittlerweile rechtzeitig wann ich Ruhe und eine Rückzugsmöglichkeit brauche, ich hole mir Unterstützung und Hilfe und ich achte viel mehr auf meine Bedürfnisse. Lange habe ich gebraucht, aber meine Wertschätzung für mich ist wieder da!

Liebe Grüße
Deine Julia Amelie

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Meinem (inneren) Kind eine Stimme geben https://postnatalewelt.de/blog/2018/08/10/meinem-inneren-kind-eine-stimme-geben/ https://postnatalewelt.de/blog/2018/08/10/meinem-inneren-kind-eine-stimme-geben/#respond Fri, 10 Aug 2018 09:55:25 +0000 https://grossekleinefuesse.wordpress.com/?p=103 Als ich angefangen habe mich selbst kennenzulernen und immer tiefer in mir zu graben, bin ich auf mein Inneres Kind gestoßen. Es ist extrem verletzt, weil es nie eine eigene Stimme bekommen hat. Meine Eltern sind selten für mich eingestanden und haben die Verantwortung auf mich abgeschoben und ich habe die Verantwortung wortlos von mir gewiesen. Ich war schüchtern, habe selten für mich gesprochen und habe mich besonders in der Pubertät sehr zurückgezogen. Mein Wunsch war immer einen harten Kokon zu basteln an dem alles abprallt. Stark sein, keine Schwäche zeigen, niemals weinen, keinen Grund geben mich zu kritisieren, immer lieb sein und toll wirken. Natürlich hat das nicht funktioniert. Erst als ich ausgezogen bin habe ich realisiert, dass ich meine Maske nicht aufrecht erhalten kann. Ich bin immer noch auf der Suche danach für mich selbst einzustehen und für mich zu reden. Besonders seit ich meine Tochter habe fällt mir auf wie wichtig es ist ihr eine Stimme zu geben. Sie kommuniziert mit ihren zwei Jahren völlig anders – emotional und ganz wenig verbal. Ihr Verhalten zeigt mir wie es ihr gerade geht und was ihr gefällt, aber sie zeigt mir auch besonders oft was ihr nicht gefällt und ob sie Angst hat. Sie lässt alles frei heraus und ist ganz sie selbst. Besonders bei Wutanfällen – wenn sie anfängt mich zu schlagen oder kneifen – ist es schwer für mich zu erkennen, dass es gut ist! Sie lässt ihre Wut raus, sie ist komplett sie selbst und sie sagt deutlich, dass sie mit der Situation gerade nicht zurecht kommt. Ihr Gebrüll geht mir durch Mark und Bein; ohne Ohropax halte ich es oft nicht aus. Warum? Weil ich mich selbst so oft zurückgehalten habe, meine Emotionen eingesperrt habe und mir niemand gesagt hat, dass meine Wut oder Weinen völlig in Ordnung ist. Keiner hat mir gesagt, dass ich genauso wie ich bin ok bin. Bei meiner Tochter finde ich es so wichtig ihr zu sagen, dass sie so sein darf. Sie darf brüllen, sie darf ihre Unzufriedenheit in die Welt hinausschreien und ich begleite sie. Ich rede mit ihr danach darüber und sage ihr, dass ich sie annehme wie sie ist und auch die Situation – so anstrengend wie sie für mich ist – ist in diesem Moment völlig in Ordnung. Immer mehr erlaube ich mir auch selbst mich zu öffnen. Es ist ok wenn ich mich müde und kaputt fühle, ich darf das. Ich muss nicht immer fit und gut gelaunt durch die Gegend rennen! Wenn Kritik von außen kommt und dein Kind sich unwohl fühlt, dann gib deinem Kind eine Stimme! Sei ganz für es da und natürlich für dich selbst. Ganz ganz oft hat die Person, die am heftigsten kritisiert genau dieses Problem mit sich selbst. Auch wenn es unmöglich scheint – nimm die Situation an wie sie ist. Empörung ist natürlich gut; es heißt nicht, dass du die Kritik der anderen akzeptieren musst! Nimm dein Kind aus unangenehmen Situationen raus und wenn es gerade nicht möglich ist, dann rede darüber. “Du fühlst dich gerade nicht wohl oder? Ich mich auch nicht, aber das ist in Ordnung. Ich bin da und du bist nicht alleine.” Du musst auch auf die andere Person nicht eingehen, die gerade dich oder dein Kind nicht ernst nimmt. “Danke, ich komme zurecht.” hilft bei unerwünschten Tipps, bei Bekannten ein Gespräch ohne Kind zu einem anderen Zeitpunkt. Wenn der Kontakt nur anstrengend ist und sich niemand wohl fühlt, dann breche ihn ab oder reduziere ihn. Ich hatte nur gute Erfahrung damit und auch wenn am Anfang Schuldgefühle hochkamen ist es eine gute Entscheidung gewesen. Fühle genau in dich hinein was du brauchst und was du möchtest! Dein Kind wird dir die Wahrheit sagen, ob es jemanden mag oder nicht (egal ob verwandt oder bekannt). Trau dich und gib deinem Kind eine Stimme, wenn es nicht akzeptiert oder ernst genommen wird! Und wenn du ganz genau sein willst: Gib auch dir selbst und deinem inneren Kind eine Stimme! Deine Julia Amelie

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Als ich angefangen habe mich selbst kennenzulernen und immer tiefer in mir zu graben, bin ich auf mein Inneres Kind gestoßen. Es ist extrem verletzt, weil es nie eine eigene Stimme bekommen hat. Meine Eltern sind selten für mich eingestanden und haben die Verantwortung auf mich abgeschoben und ich habe die Verantwortung wortlos von mir gewiesen. Ich war schüchtern, habe selten für mich gesprochen und habe mich besonders in der Pubertät sehr zurückgezogen. Mein Wunsch war immer einen harten Kokon zu basteln an dem alles abprallt. Stark sein, keine Schwäche zeigen, niemals weinen, keinen Grund geben mich zu kritisieren, immer lieb sein und toll wirken. Natürlich hat das nicht funktioniert. Erst als ich ausgezogen bin habe ich realisiert, dass ich meine Maske nicht aufrecht erhalten kann. Ich bin immer noch auf der Suche danach für mich selbst einzustehen und für mich zu reden.

Besonders seit ich meine Tochter habe fällt mir auf wie wichtig es ist ihr eine Stimme zu geben. Sie kommuniziert mit ihren zwei Jahren völlig anders – emotional und ganz wenig verbal. Ihr Verhalten zeigt mir wie es ihr gerade geht und was ihr gefällt, aber sie zeigt mir auch besonders oft was ihr nicht gefällt und ob sie Angst hat. Sie lässt alles frei heraus und ist ganz sie selbst. Besonders bei Wutanfällen – wenn sie anfängt mich zu schlagen oder kneifen – ist es schwer für mich zu erkennen, dass es gut ist! Sie lässt ihre Wut raus, sie ist komplett sie selbst und sie sagt deutlich, dass sie mit der Situation gerade nicht zurecht kommt. Ihr Gebrüll geht mir durch Mark und Bein; ohne Ohropax halte ich es oft nicht aus. Warum? Weil ich mich selbst so oft zurückgehalten habe, meine Emotionen eingesperrt habe und mir niemand gesagt hat, dass meine Wut oder Weinen völlig in Ordnung ist. Keiner hat mir gesagt, dass ich genauso wie ich bin ok bin. Bei meiner Tochter finde ich es so wichtig ihr zu sagen, dass sie so sein darf. Sie darf brüllen, sie darf ihre Unzufriedenheit in die Welt hinausschreien und ich begleite sie. Ich rede mit ihr danach darüber und sage ihr, dass ich sie annehme wie sie ist und auch die Situation – so anstrengend wie sie für mich ist – ist in diesem Moment völlig in Ordnung. Immer mehr erlaube ich mir auch selbst mich zu öffnen. Es ist ok wenn ich mich müde und kaputt fühle, ich darf das. Ich muss nicht immer fit und gut gelaunt durch die Gegend rennen!

Wenn Kritik von außen kommt und dein Kind sich unwohl fühlt, dann gib deinem Kind eine Stimme! Sei ganz für es da und natürlich für dich selbst. Ganz ganz oft hat die Person, die am heftigsten kritisiert genau dieses Problem mit sich selbst. Auch wenn es unmöglich scheint – nimm die Situation an wie sie ist. Empörung ist natürlich gut; es heißt nicht, dass du die Kritik der anderen akzeptieren musst! Nimm dein Kind aus unangenehmen Situationen raus und wenn es gerade nicht möglich ist, dann rede darüber. “Du fühlst dich gerade nicht wohl oder? Ich mich auch nicht, aber das ist in Ordnung. Ich bin da und du bist nicht alleine.” Du musst auch auf die andere Person nicht eingehen, die gerade dich oder dein Kind nicht ernst nimmt. “Danke, ich komme zurecht.” hilft bei unerwünschten Tipps, bei Bekannten ein Gespräch ohne Kind zu einem anderen Zeitpunkt. Wenn der Kontakt nur anstrengend ist und sich niemand wohl fühlt, dann breche ihn ab oder reduziere ihn. Ich hatte nur gute Erfahrung damit und auch wenn am Anfang Schuldgefühle hochkamen ist es eine gute Entscheidung gewesen. Fühle genau in dich hinein was du brauchst und was du möchtest! Dein Kind wird dir die Wahrheit sagen, ob es jemanden mag oder nicht (egal ob verwandt oder bekannt).

Trau dich und gib deinem Kind eine Stimme, wenn es nicht akzeptiert oder ernst genommen wird! Und wenn du ganz genau sein willst: Gib auch dir selbst und deinem inneren Kind eine Stimme!

Deine Julia Amelie

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