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Geburt Archive - Mama hat AuDHS https://postnatalewelt.de/blog/category/geburt/ Mein Leben mit der Autismus & ADHS Kombi Tue, 19 Jan 2021 16:31:50 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.6.5 Meine Traumgeburt zu Hause https://postnatalewelt.de/blog/2021/01/19/meine-traumgeburt-zu-hause/ https://postnatalewelt.de/blog/2021/01/19/meine-traumgeburt-zu-hause/#comments Tue, 19 Jan 2021 16:31:49 +0000 https://postnatalewelt.de/?p=656 Meine Hausgeburt war einfach nur der Wahnsinn!Jetzt liefere ich euch zwar bereits Teil 2 meiner Reihe Schwangerschaft – Hausgeburt – Wochenbett, aber mir ist gerade danach euch endlich von der wunderbaren Geburtsreise zu berichten. Los geht’s: Am 20. September 2020 war ich bereits 8 Tage überfällig und befand mich in einem Wechselbad der Gefühle: Resignation – pure Vorfreude – Aufregung – genervt sein – motiviert – unmotiviert – WANN GEHT ES DENN JETZT LOS?Meine wunderbare Hebamme Maria Huber kündigte sich für den nächsten Tag vormittags an zur Kontrolle und ich wünschte mir so so sehr, dass die Geburt endlich starten würde.Und das tat es, sozusagen:Morgens um 4:30 Uhr am 21. September wachte ich wie üblich mit leichten Übungswehen auf und ich dachte im ersten Moment es wäre etwas Urin ausgelaufen, weil ich zu lange gewartet hatte auf’s Klo zu gehen. Nope, als ich mich in eine stehende Position gehieft hatte lief munter das Fruchtwasser die Beine hinunter. Ich patschte etwas hilflos in der Pfütze umher und rief „WAH! WAH! DENNIS!“ Mein Mann hob verschlafen den Kopf und meinte: „Hm? Was ist denn?“ Ich schon völlig aufgeregt: „Die Fruchtblase ist geplatzt!!!“ Ab da war ich dann gefühlt ein Quellbrunnen; ich hatte aber auch mega viel Fruchtwasser. Dennis half mir die Pfütze aufzuwischen und ich wechselte Hose und Unterwäsche und packte mir eine der fetten Binden rein. Ich hatte übrigens immer noch etwa alle 10-15 Minuten leichte Kontraktionen, die aber nicht weh taten. Daher beschloss ich wieder schlafen zu gehen, auch wenn ich eigentlich zu aufgeregt war. Da ich niemanden wecken wollte und ich mich nicht in akuter Wehensituation befand schrieb ich schnell zwei Nachrichten über WhatsApp – eine an Maria und eine an meine Mama (ich wollte sie bei der Geburt dabei haben). Meine Hebamme befand sich bereits bei einer weiteren Hausgeburt und meinte sie würde dann etwas später am Vormittag kommen wenn es bei mir nicht schon früher „richtig“ losginge.Irgendwann gegen 7 Uhr konnte ich nicht mehr wirklich schlafen und verfrachtete mich mit einer frischen Einlage und Handtüchern auf’s Sofa. Meine Mutter schrieb mir kurze Zeit später aufgeregt, dass sie direkt Sonderurlaub eingereicht hatte und gegen Nachmittag kommen würde. (Die Fahrt zu uns dauert etwas länger, teilweise über 2 Stunden)Die Kontraktionen änderten sich nicht bis Maria ankam und mich untersuchte. Das Fruchtwasser war klar und ging immer wieder in regelmäßigen Abständen ab, die Herztöne des Babys waren super und meine Temperatur auch völlig in Ordnung. Ab der Untersuchung sollte ich etwa alle 2 Stunden messen, um zu prüfen, dass ich kein Fieber bekommen hatte. Das wäre ein Hinweis auf Keime im Bauch gewesen, aber zum Glück blieb die Temperatur bis 19:30 Uhr bei ca. 36,6 Grad. Den Tag über aß ich immer wieder kleine Portionen, trank viel Wasser und entspannte mich in meiner Sofaecke – letztendlich wartete ich eben darauf ob es jetzt richtig losging. Ich wusste echt nicht ob die Kontraktionen jetzt bereits den Muttermund öffneten oder ob das weiterhin nur Übung war. Meine Mama traf im Laufe des Tages ein und kümmerte sich ganz toll um mich. Dennis füllte den bereits aufgestellten Geburtspool im Geburtsraum (unser Büro) mit kaltem Wasser. Wir mussten unsere Tochter dann nur davon abhalten nicht direkt ihre Kleidung auszuziehen und reinzuhüpfen. Bis etwa 17/18 Uhr genoss ich noch den Trubel um mich herum, aber dann merkte ich, dass ich mich doch in den Geburtsraum zurückziehen wollte. Die „Wehen“ kamen jetzt etwas regelmäßiger alle 10 Minuten und waren auch ein wenig stärker geworden, wenn auch immer noch schmerzfrei. Ich wuselte nun gemütlich im Raum herum, zündete Kerzen an und startete meinen Diffuser mit einer wunderbar Geborgenheit vermittelnden Duftmischung, die ich von Isabel Henseler empfohlen bekommen hatte.Während den Kontraktionen setzte ich übrigens eine ganz bestimmte Atemtechnik um, die ich von Stefanie Reimer im Audiotraining „Deine sanfte Geburt“ in den Wochen vor der Geburt gelernt hatte. Dadurch war ich völlig ruhig und entspannt und ließ alles gelassen auf mich zukommen. Maria kam um 19:11 Uhr und untersuchte mich im Geburtsraum. Alles top in Ordnung, aber die Geburtsreise ging eben noch nicht wirklich los. Seit etwa 17 Uhr ging weniger Fruchtwasser ab und das Baby war spürbar tiefer gerutscht. Ich war dann doch enttäuscht, dass meine Hebamme wieder nach Hause fuhr (sie benötigte aber auch dringend Schlaf durch die wache Nacht vorher) und war dann auch etwas demotiviert. Sie kündigte sich für den nächsten Tag wieder an, falls nichts vorher passieren würde.Also redete ich noch ein wenig mit meiner Mama, saß auf dem Peziball herum und trank verdünnten Traubensaft. Essen mochte ich nichts mehr. Ich fing an mit meinem Bauch zu reden und meinte zum Baby: „So Baby, du kannst jetzt loslegen! Es darf jetzt richtig weh tun, okay!?“Es änderte sich natürlich nichts…vorerst… und so beschloss ich mich im Geburtsraum im vorbereiteten Tagesbett schlafen zu legen. Von 22 bis 23 Uhr döste ich so vor mich hin, bis ich dann plötzlich eine schmerzhafte Wehe veratmen musste. Dann kam mit einem Schlag die Angst! Ich wollte auf keinen Fall alleine sein! Es war zu dunkel, ich war zu einsam, ich hatte Schmerzen!Kurze Zeit später noch zwei schmerzhafte Wehen und ich musste dringend auf die Toilette. Ich bugsierte mich, immer wieder atmend und Pause machend, die Treppe runter (wir haben eine Maisonette-Wohnung) zum Klo und erzählte meiner im Wohnzimmer sitzenden Mama was los war. Mein Mann brachte gerade unsere Tochter Emily ins Bett.Ich hatte ziemlich klar im Gefühl, dass es jetzt richtig losging. Denn diese Art von schmerzhaften Wehen kannte ich schon von der ersten Geburt. Sie kamen alle 4-5 Minuten und auch immer heftiger. Nix mit sanfter Geburt und „Wellen“!Zurück im Geburtszimmer tat es mir gut mit den Wehen auf dem Peziball mitzugehen. Ich war recht unsicher, aber ich hatte das dringende Bedürfnis in den Pool zu steigen und meine Hebamme anzurufen. Also bat ich Dennis heißes Wasser einzulassen, was er dann auch tat und rief Maria um 23:40 Uhr an. Ich zog alles bis auf meinen BH aus und bewegte mich ein wenig im Wasser bis ich meine Position gefunden hatte. Während der Wehen setze ich den Tipp von Steffi Reimer um, mit einer Hand einen Kamm zu umfassen und die Zinken zwischen Finger und Handfläche reinzudrücken. So kniete ich relativ bald am Poolrand, hatte die Augen fest geschlossen und konzentrierte mich nur noch auf das atmen. Es wurde ziemlich anstrengend und ich merkte immer mehr wie heftig der Muttermund „zog“.Am 22. September um 0:28 Uhr war Maria da. Ich freute mich zwar und registrierte, dass sie sich vor dem Pool hinsetzte, aber letztendlich habe ich sie glaube ich ziemlich ignoriert. Genauso wie meinen Mann, der sich auf die andere Seite des Pools setzte, mir die Hand hielt und mir gut zuredete. Meine Hebamme überprüfte den Herzschlag des Babys, es war alles in Ordnung. Dazu musste ich meine Position ändern, was sehr unangenehm, aber eben auch sehr wichtig war. Maria gab mir immer wieder den Tipp, dass ich mich bewegen konnte – wie könnte ich mich noch mehr öffnen, eine gute Position finden?Ich habe währenddessen glaube ich fast nichts gesagt und alles in mir selber ausgefochten. So auch die Position am Poolrand, ich hatte gar kein Bedürfnis danach mich zu bewegen. Mit jeder Wehe spürte ich wie der Muttermund heftiger zog und ich konnte die Atemtechnik, die ich mir angelernt hatte nicht mehr umsetzen.0:44 Uhr wurde mir plötzlich sehr übel – auch das kannte ich von der ersten Geburt. „Kannst du mir einen Eimer bringen? Mir ist übel!“ oder so ähnlich sagte ich zu Dennis. Letztendlich kam es dann nicht oben raus, sondern mit der vermutlich ersten Presswehe hinten. Was ja nicht so schlimm ist, der Körper macht während der Geburt eben Platz. Ab da konnte ich während der heftigen Schmerzen nicht mehr leise sein. Ich tönte mit, während diese enorme Urkraft mich einfach jedes Mal überrollte. Mein Mann (so kannte ich ihn noch gar nicht) machte mit. Im ersten Moment fand ich das total doof und dachte: „Boah ich hab hier diese schlimmen Schmerzen, die ich gar nicht haben will, mir geht es richtig schlecht und der tönt hier einfach mit rum!“Ich hatte sowas wie ein Engelchen und ein Teufelchen auf den Schultern sitzen. Das Engelchen redete mir so wie Maria und Dennis gut zu und das Teufelchen motzte herum.Ab 0:55 Uhr spürte ich das kleine Köpfchen und flauschige Haare während einer Wehenpause. Ich ließ auch meinen Mann nachfühlen. Mir war nicht wirklich bewusst, dass ich schon mitten in den Presswehen steckte, aber ich realisierte, dass mein Baby raus wollte. Zwischendurch trank ich von meinem verdünnten Saft und ansonsten presste ich bei jedem Drang mit was das Zeug hielt. Ich konnte richtig spüren wie das Köpfchen jedes Mal ein Stückchen weiter kam und dann wieder zurückrutschte. Die Herztöne blieben weiterhin super und ich merkte teilweise wie das Baby in den Presswehen mit den Füßen mitdrückte.Um 1:28 Uhr ging ich von den Knien in den sogenannten Hirtenstand und richtete mich Richtung Maria aus. Das heißt, ich kniete mit dem linken Bein und das rechte hatte ich angewinkelt. So lehnte ich mich aufrecht nach hinten, die Arme stützte ich auf dem Poolrand ab. Ich fühlte mich offen, weit und fast wie eine Göttin, wenn auch unter furchtbaren Schmerzen.Achja, meine Mama stand übrigens fasziniert im Zimmer und konnte gar nicht viel machen (sie hatte allerdings schon diverses vorbereitet, wie Handtücher im Ofen warm werden lassen usw.).Dann kam plötzlich eine Presswehe bei der ich spürte, dass das Köpfchen fast durch war. Ich sagte zu meiner Hebamme: „Es sind nur noch ein oder zwei Presswehen!“ Maria bat meine Mutter nun runter zu gehen und heißes Wasser zu holen, da es im Pool schon ziemlich kalt geworden war.In dem Moment, genau 1:47 Uhr passierte es, die letzte Presswehe war da! Ich schob kräftig mit und das Köpfchen war durch – aber die Wehe war noch nicht vorbei und ich wollte das Baby raushaben (ich glaube das Baby wollte das auch) und so presste ich nochmal voller Kraft mit und WOW – der kleine Körper rutschte so schnell hinterher, dass ich dem aufgeregten „Nimm dein Baby Julia!“ von Maria kaum folgen konnte. Ich glaube Dennis, Maria und ich fassten alle vorsichtig nach dem kleinen nackten Mensch, der da plötzlich vor mir im Pool schwamm und endlich durfte ich mein Baby im Arm halten!Es war ein wahnsinnig toller Moment; ich glaube der schönste Moment in meinem ganzen Leben!…und meine Mama hatte ihn verpasst!!!Maria lief in den Flur hinaus und rief runter, dass das Baby da wäre und sie schnell warme Handtücher bringen solle. Apropo, das kleine Menschlein testete schon ordentlich seine Lungen aus und brüllte kräftig, wenn auch etwas heiser. Meine Hebamme schaute nach dem Geschlecht (was wir bis dato ja noch nicht wussten) und wir hatten eine gesunde kleine Tochter! Wir waren doch ziemlich überrascht, weil ich fest davon ausging, dass es ein Junge werden würde.Ich weiß wirklich nicht mehr was ich gesagt habe, aber ich konnte mich nicht satt sehen an diesem kleinen rosa Wesen mit den wuscheligen, nassen Haaren. Kurz darauf kam auch schon meine Mama und das Baby und ich bekamen kuschelige warme Handtücher umgelegt. Ich war total kaputt, aber auch überglücklich – endlich war es geschafft!Und das letztendlich ja in unter drei Stunden!Nun war die Geburt ja noch gar nicht abgeschlossen, denn die Plazenta war noch nicht geboren. Ich durfte vom Pool ins Bett wechseln und zog den klitschnassen BH aus. Dort haben die Kleine, Dennis und ich erst mal gekuschelt und sind ein wenig angekommen. Die zweite Hebamme Nicole kam an und unterstützte Maria. Währenddessen durfte die Nabelschnur in Ruhe auspulsieren und schon spürte ich die Nachwehen. Kurze Zeit später wurschtelte sich das Baby auch schon zu meiner Brust und fing direkt an zu saugen.Ich versuchte im liegen bei den Nachwehen mitzuschieben, aber es tat sich leider nichts, obwohl die Plazenta schon gelöst war, also schon von der Gebärmutter abgegangen war. Um 2:51 Uhr hatte ich meine Position gewechselt und gebar die Plazenta in einer tiefen Hocke vor dem Bett. Zwischendrin aß ich übrigens immer wieder Snacks und trank...

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Meine Hausgeburt war einfach nur der Wahnsinn!
Jetzt liefere ich euch zwar bereits Teil 2 meiner Reihe Schwangerschaft – Hausgeburt – Wochenbett, aber mir ist gerade danach euch endlich von der wunderbaren Geburtsreise zu berichten.

Los geht’s:

Am 20. September 2020 war ich bereits 8 Tage überfällig und befand mich in einem Wechselbad der Gefühle: Resignation – pure Vorfreude – Aufregung – genervt sein – motiviert – unmotiviert – WANN GEHT ES DENN JETZT LOS?
Meine wunderbare Hebamme Maria Huber kündigte sich für den nächsten Tag vormittags an zur Kontrolle und ich wünschte mir so so sehr, dass die Geburt endlich starten würde.
Und das tat es, sozusagen:
Morgens um 4:30 Uhr am 21. September wachte ich wie üblich mit leichten Übungswehen auf und ich dachte im ersten Moment es wäre etwas Urin ausgelaufen, weil ich zu lange gewartet hatte auf’s Klo zu gehen. Nope, als ich mich in eine stehende Position gehieft hatte lief munter das Fruchtwasser die Beine hinunter. Ich patschte etwas hilflos in der Pfütze umher und rief „WAH! WAH! DENNIS!“ Mein Mann hob verschlafen den Kopf und meinte: „Hm? Was ist denn?“ Ich schon völlig aufgeregt: „Die Fruchtblase ist geplatzt!!!“ Ab da war ich dann gefühlt ein Quellbrunnen; ich hatte aber auch mega viel Fruchtwasser. Dennis half mir die Pfütze aufzuwischen und ich wechselte Hose und Unterwäsche und packte mir eine der fetten Binden rein. Ich hatte übrigens immer noch etwa alle 10-15 Minuten leichte Kontraktionen, die aber nicht weh taten. Daher beschloss ich wieder schlafen zu gehen, auch wenn ich eigentlich zu aufgeregt war. Da ich niemanden wecken wollte und ich mich nicht in akuter Wehensituation befand schrieb ich schnell zwei Nachrichten über WhatsApp – eine an Maria und eine an meine Mama (ich wollte sie bei der Geburt dabei haben). Meine Hebamme befand sich bereits bei einer weiteren Hausgeburt und meinte sie würde dann etwas später am Vormittag kommen wenn es bei mir nicht schon früher „richtig“ losginge.
Irgendwann gegen 7 Uhr konnte ich nicht mehr wirklich schlafen und verfrachtete mich mit einer frischen Einlage und Handtüchern auf’s Sofa. Meine Mutter schrieb mir kurze Zeit später aufgeregt, dass sie direkt Sonderurlaub eingereicht hatte und gegen Nachmittag kommen würde. (Die Fahrt zu uns dauert etwas länger, teilweise über 2 Stunden)
Die Kontraktionen änderten sich nicht bis Maria ankam und mich untersuchte. Das Fruchtwasser war klar und ging immer wieder in regelmäßigen Abständen ab, die Herztöne des Babys waren super und meine Temperatur auch völlig in Ordnung. Ab der Untersuchung sollte ich etwa alle 2 Stunden messen, um zu prüfen, dass ich kein Fieber bekommen hatte. Das wäre ein Hinweis auf Keime im Bauch gewesen, aber zum Glück blieb die Temperatur bis 19:30 Uhr bei ca. 36,6 Grad. Den Tag über aß ich immer wieder kleine Portionen, trank viel Wasser und entspannte mich in meiner Sofaecke – letztendlich wartete ich eben darauf ob es jetzt richtig losging. Ich wusste echt nicht ob die Kontraktionen jetzt bereits den Muttermund öffneten oder ob das weiterhin nur Übung war.

Meine Mama traf im Laufe des Tages ein und kümmerte sich ganz toll um mich. Dennis füllte den bereits aufgestellten Geburtspool im Geburtsraum (unser Büro) mit kaltem Wasser. Wir mussten unsere Tochter dann nur davon abhalten nicht direkt ihre Kleidung auszuziehen und reinzuhüpfen. Bis etwa 17/18 Uhr genoss ich noch den Trubel um mich herum, aber dann merkte ich, dass ich mich doch in den Geburtsraum zurückziehen wollte. Die „Wehen“ kamen jetzt etwas regelmäßiger alle 10 Minuten und waren auch ein wenig stärker geworden, wenn auch immer noch schmerzfrei. Ich wuselte nun gemütlich im Raum herum, zündete Kerzen an und startete meinen Diffuser mit einer wunderbar Geborgenheit vermittelnden Duftmischung, die ich von Isabel Henseler empfohlen bekommen hatte.
Während den Kontraktionen setzte ich übrigens eine ganz bestimmte Atemtechnik um, die ich von Stefanie Reimer im Audiotraining „Deine sanfte Geburt“ in den Wochen vor der Geburt gelernt hatte. Dadurch war ich völlig ruhig und entspannt und ließ alles gelassen auf mich zukommen.

Maria kam um 19:11 Uhr und untersuchte mich im Geburtsraum. Alles top in Ordnung, aber die Geburtsreise ging eben noch nicht wirklich los. Seit etwa 17 Uhr ging weniger Fruchtwasser ab und das Baby war spürbar tiefer gerutscht. Ich war dann doch enttäuscht, dass meine Hebamme wieder nach Hause fuhr (sie benötigte aber auch dringend Schlaf durch die wache Nacht vorher) und war dann auch etwas demotiviert. Sie kündigte sich für den nächsten Tag wieder an, falls nichts vorher passieren würde.
Also redete ich noch ein wenig mit meiner Mama, saß auf dem Peziball herum und trank verdünnten Traubensaft. Essen mochte ich nichts mehr. Ich fing an mit meinem Bauch zu reden und meinte zum Baby: „So Baby, du kannst jetzt loslegen! Es darf jetzt richtig weh tun, okay!?“
Es änderte sich natürlich nichts…vorerst… und so beschloss ich mich im Geburtsraum im vorbereiteten Tagesbett schlafen zu legen. Von 22 bis 23 Uhr döste ich so vor mich hin, bis ich dann plötzlich eine schmerzhafte Wehe veratmen musste. Dann kam mit einem Schlag die Angst! Ich wollte auf keinen Fall alleine sein! Es war zu dunkel, ich war zu einsam, ich hatte Schmerzen!
Kurze Zeit später noch zwei schmerzhafte Wehen und ich musste dringend auf die Toilette. Ich bugsierte mich, immer wieder atmend und Pause machend, die Treppe runter (wir haben eine Maisonette-Wohnung) zum Klo und erzählte meiner im Wohnzimmer sitzenden Mama was los war. Mein Mann brachte gerade unsere Tochter Emily ins Bett.
Ich hatte ziemlich klar im Gefühl, dass es jetzt richtig losging. Denn diese Art von schmerzhaften Wehen kannte ich schon von der ersten Geburt. Sie kamen alle 4-5 Minuten und auch immer heftiger. Nix mit sanfter Geburt und „Wellen“!
Zurück im Geburtszimmer tat es mir gut mit den Wehen auf dem Peziball mitzugehen. Ich war recht unsicher, aber ich hatte das dringende Bedürfnis in den Pool zu steigen und meine Hebamme anzurufen. Also bat ich Dennis heißes Wasser einzulassen, was er dann auch tat und rief Maria um 23:40 Uhr an. Ich zog alles bis auf meinen BH aus und bewegte mich ein wenig im Wasser bis ich meine Position gefunden hatte. Während der Wehen setze ich den Tipp von Steffi Reimer um, mit einer Hand einen Kamm zu umfassen und die Zinken zwischen Finger und Handfläche reinzudrücken. So kniete ich relativ bald am Poolrand, hatte die Augen fest geschlossen und konzentrierte mich nur noch auf das atmen. Es wurde ziemlich anstrengend und ich merkte immer mehr wie heftig der Muttermund „zog“.
Am 22. September um 0:28 Uhr war Maria da. Ich freute mich zwar und registrierte, dass sie sich vor dem Pool hinsetzte, aber letztendlich habe ich sie glaube ich ziemlich ignoriert. Genauso wie meinen Mann, der sich auf die andere Seite des Pools setzte, mir die Hand hielt und mir gut zuredete. Meine Hebamme überprüfte den Herzschlag des Babys, es war alles in Ordnung. Dazu musste ich meine Position ändern, was sehr unangenehm, aber eben auch sehr wichtig war. Maria gab mir immer wieder den Tipp, dass ich mich bewegen konnte – wie könnte ich mich noch mehr öffnen, eine gute Position finden?
Ich habe währenddessen glaube ich fast nichts gesagt und alles in mir selber ausgefochten. So auch die Position am Poolrand, ich hatte gar kein Bedürfnis danach mich zu bewegen. Mit jeder Wehe spürte ich wie der Muttermund heftiger zog und ich konnte die Atemtechnik, die ich mir angelernt hatte nicht mehr umsetzen.
0:44 Uhr wurde mir plötzlich sehr übel – auch das kannte ich von der ersten Geburt. „Kannst du mir einen Eimer bringen? Mir ist übel!“ oder so ähnlich sagte ich zu Dennis. Letztendlich kam es dann nicht oben raus, sondern mit der vermutlich ersten Presswehe hinten. Was ja nicht so schlimm ist, der Körper macht während der Geburt eben Platz. Ab da konnte ich während der heftigen Schmerzen nicht mehr leise sein. Ich tönte mit, während diese enorme Urkraft mich einfach jedes Mal überrollte. Mein Mann (so kannte ich ihn noch gar nicht) machte mit. Im ersten Moment fand ich das total doof und dachte: „Boah ich hab hier diese schlimmen Schmerzen, die ich gar nicht haben will, mir geht es richtig schlecht und der tönt hier einfach mit rum!“
Ich hatte sowas wie ein Engelchen und ein Teufelchen auf den Schultern sitzen. Das Engelchen redete mir so wie Maria und Dennis gut zu und das Teufelchen motzte herum.
Ab 0:55 Uhr spürte ich das kleine Köpfchen und flauschige Haare während einer Wehenpause. Ich ließ auch meinen Mann nachfühlen. Mir war nicht wirklich bewusst, dass ich schon mitten in den Presswehen steckte, aber ich realisierte, dass mein Baby raus wollte. Zwischendurch trank ich von meinem verdünnten Saft und ansonsten presste ich bei jedem Drang mit was das Zeug hielt. Ich konnte richtig spüren wie das Köpfchen jedes Mal ein Stückchen weiter kam und dann wieder zurückrutschte. Die Herztöne blieben weiterhin super und ich merkte teilweise wie das Baby in den Presswehen mit den Füßen mitdrückte.
Um 1:28 Uhr ging ich von den Knien in den sogenannten Hirtenstand und richtete mich Richtung Maria aus. Das heißt, ich kniete mit dem linken Bein und das rechte hatte ich angewinkelt. So lehnte ich mich aufrecht nach hinten, die Arme stützte ich auf dem Poolrand ab. Ich fühlte mich offen, weit und fast wie eine Göttin, wenn auch unter furchtbaren Schmerzen.
Achja, meine Mama stand übrigens fasziniert im Zimmer und konnte gar nicht viel machen (sie hatte allerdings schon diverses vorbereitet, wie Handtücher im Ofen warm werden lassen usw.).
Dann kam plötzlich eine Presswehe bei der ich spürte, dass das Köpfchen fast durch war. Ich sagte zu meiner Hebamme: „Es sind nur noch ein oder zwei Presswehen!“ Maria bat meine Mutter nun runter zu gehen und heißes Wasser zu holen, da es im Pool schon ziemlich kalt geworden war.
In dem Moment, genau 1:47 Uhr passierte es, die letzte Presswehe war da! Ich schob kräftig mit und das Köpfchen war durch – aber die Wehe war noch nicht vorbei und ich wollte das Baby raushaben (ich glaube das Baby wollte das auch) und so presste ich nochmal voller Kraft mit und WOW – der kleine Körper rutschte so schnell hinterher, dass ich dem aufgeregten „Nimm dein Baby Julia!“ von Maria kaum folgen konnte. Ich glaube Dennis, Maria und ich fassten alle vorsichtig nach dem kleinen nackten Mensch, der da plötzlich vor mir im Pool schwamm und endlich durfte ich mein Baby im Arm halten!
Es war ein wahnsinnig toller Moment; ich glaube der schönste Moment in meinem ganzen Leben!
…und meine Mama hatte ihn verpasst!!!
Maria lief in den Flur hinaus und rief runter, dass das Baby da wäre und sie schnell warme Handtücher bringen solle. Apropo, das kleine Menschlein testete schon ordentlich seine Lungen aus und brüllte kräftig, wenn auch etwas heiser. Meine Hebamme schaute nach dem Geschlecht (was wir bis dato ja noch nicht wussten) und wir hatten eine gesunde kleine Tochter! Wir waren doch ziemlich überrascht, weil ich fest davon ausging, dass es ein Junge werden würde.
Ich weiß wirklich nicht mehr was ich gesagt habe, aber ich konnte mich nicht satt sehen an diesem kleinen rosa Wesen mit den wuscheligen, nassen Haaren. Kurz darauf kam auch schon meine Mama und das Baby und ich bekamen kuschelige warme Handtücher umgelegt. Ich war total kaputt, aber auch überglücklich – endlich war es geschafft!
Und das letztendlich ja in unter drei Stunden!
Nun war die Geburt ja noch gar nicht abgeschlossen, denn die Plazenta war noch nicht geboren. Ich durfte vom Pool ins Bett wechseln und zog den klitschnassen BH aus. Dort haben die Kleine, Dennis und ich erst mal gekuschelt und sind ein wenig angekommen.

Die zweite Hebamme Nicole kam an und unterstützte Maria. Währenddessen durfte die Nabelschnur in Ruhe auspulsieren und schon spürte ich die Nachwehen. Kurze Zeit später wurschtelte sich das Baby auch schon zu meiner Brust und fing direkt an zu saugen.
Ich versuchte im liegen bei den Nachwehen mitzuschieben, aber es tat sich leider nichts, obwohl die Plazenta schon gelöst war, also schon von der Gebärmutter abgegangen war. Um 2:51 Uhr hatte ich meine Position gewechselt und gebar die Plazenta in einer tiefen Hocke vor dem Bett. Zwischendrin aß ich übrigens immer wieder Snacks und trank ordentlich. Dadurch war ich zwar recht zittrig auf den Beinen, aber stabil und auch der Kreislauf hielt gut durch.
Die Kleine saugte nun bereits an der anderen Brust, als ich mich wieder ins Bett legte und Maria prüfte, ob ich mir Geburtsverletzungen zugezogen hatte. Ja hatte ich und wie! Dabei hatte ich unter der Geburt wirklich nichts davon mitbekommen!
Letztendlich kam ich mit einem Dammriss 2. Grades, einem Scheidenriss, zwei Schürfwunden und einem Bluterguss davon, aber ich musste definitiv genäht werden.
Zuerst einmal durfte aber die Nabelschnur durchgeschnitten werden. Nur war Dennis gerade unten, weil Emily aufgewacht war! Na dann durfte eben Oma, also meine Mama, ran! Das war glaube ich ein ganz besonderer, toller Moment für sie.
Kurz danach wurde auch schon die U1 durchgeführt. Das mochte die Kleine nun nicht so besonders, aber es war natürlich wichtig. Was ein Wonneproppen! 4070g schwer, 53cm lang und einen Kopfumfang von 36,3cm – kein Wunder, dass ich solche Geburtsverletzungen davon hatte!
Ab 3:29 Uhr vernähte mich Maria eine Stunde lang super genau und fast schmerzfrei. Dann durfte Dennis mit der Kleinen bonden und legte sie sich auf die nackte Brust. Ich versuchte das erste Mal Urin abzugeben und ging dazu wieder vor dem Bett in die Hocke. Das ist gar nicht so einfach nach einer Geburt, da der Harndrang ausbleibt. Mit einigen Positionswechseln und versuchter Entspannung gelang es mir dann auch endlich. Ich war allerdings nicht die einzige die sich erleichtern konnte. Das Baby beschloss auch gleich mal, dass es entspannt genug war um seinen Papa mit ordentlich Stuhlgang zu überraschen. Daraufhin musste sie erst mal gebadet werden und mein Mann gleich mit. Ich lag schon wieder gut eingepackt im Bett und durfte mit meinem sauberen Neugeborenen kuscheln.
Meine beiden wunderbaren Hebammen verabschiedeten sich gegen 5 Uhr und durften endlich wohlverdienten Schlaf nachholen.
Und wir? Ich beschloss die restliche Nacht im eigenen Bett zu verbringen und ging vorsichtig und langsam die Treppe runter.
Ein langer spannender Tag war vorbei, unsere gesunde kleine Tochter auf der Welt und wir alle glücklich und müde. Wir entschieden uns erst bei Tageslicht einen Namen für unser Baby auszusuchen.

Wie schön, dass ich dich mit auf meine Geburtsreise nehmen durfte! Bald kommen dann noch Teil 1 – Die Schwangerschaft und Teil 3 – Das Wochenbett, versprochen! 🙂

Liebe Grüße
Deine Julia Amelie

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Neubeginn, Umzug und Depression – Mein Jahresrückblick 2019 https://postnatalewelt.de/blog/2019/12/29/neubeginn-umzug-und-depression-mein-jahresrueckblick-2019/ https://postnatalewelt.de/blog/2019/12/29/neubeginn-umzug-und-depression-mein-jahresrueckblick-2019/#comments Sun, 29 Dec 2019 19:05:14 +0000 https://postnatalewelt.de/?p=615 2018 schlich ich schon drumherum, aber ich hatte lauter Ausreden – zu wenig Geld und das kann ich ja nicht machen und bla bla bla!Aber das Angebot ist einfach einmalig und letztendlich: Eine Investition in mich!Also schlug ich im Februar 2019 zu und das war eine der besten Entscheidungen, die ich in diesem Jahr getroffen habe: Mama goes Business Das “Mama goes Business”-Programm von Lena Busch. “Dein Business-Baby in 9 Monaten”. Begleitung für ein Jahr, Module im Mitgliederbereich, Gruppencalls und die vielen wunderbaren Frauen, die den gleichen Weg gehen wie ich. Gemeinsam lösen wir Mindfucks, helfen uns wo wir können, motivieren und bauen uns auf. Ich hätte nie, wirklich nie gedacht darüber so tolle Freundinnen kennenzulernen, die sich bei unserem ersten Live-Treffen im November in Frankfurt anfühlten, als würde ich sie wirklich schon ewig kennen. Ziel des Ganzen: Ein bedürfnisorientiertes Business aufbauen, das mir und meiner Familie gerecht wird. Von zu Hause arbeiten und für meinen Mann und meine Tochter da sein können. Mein Herzensthema rausbringen und mich persönlich weiterentwickeln. Ich gehe nicht zu weit wenn ich sage, dass mich das Ganze aus der Depression gezogen hat. Endlich konnte ich Altes aufarbeiten, Glaubenssätze umwandeln oder auflösen und ein Fundament schaffen, mit dem ich nächstes Jahr Geld verdienen möchte. Nicht arbeiten macht mich krank. Ich fühle mich allein und unterfordert und Lena hat mir einfach die Hand gereicht und gesagt: Komm mit auf diese Reise! Ich bereue keinen Cent, den ich ausgegeben habe, im Gegenteil: Ihre Arbeit ist so viel mehr wert und darum wird ihr Angebot dieses Jahr auch teurer. Und ja, das ist Werbung, eine Herzensempfehlung von mir, wenn du in deinem Job unter Wert arbeitest und unglücklich bist. Wenn du zwischen Job und Familie stehst und keinen Bedürfnissen gerecht wirst!Hol dir Hilfe und guck dir Lenas Angebot einfach mal an:https://familienleicht.de/interessenten-beduerfnisorientierte-mama-online-business-2/ Blog wird zu richtiger Homepage Am 13. März 2019 wurde mein Blog, noch unter dem Namen “große Kleine Füße” ein Jahr alt. Mein erster Beitrag vom 13. März 2018 erzählt von dem Wunsch in die Selbständigkeit zu gehen:Aufbruch in unbekannte Welten Innerhalb eines Jahres hatte ich 9 veröffentlichte Blogbeiträge. Das Schreiben tut mir genauso gut wie eine Therapie, auch wenn diese damit niemals ersetzt werden kann. So verarbeitete ich mein Geburtstrauma, hier nachzulesen: Meine Traumgeburt, die zum Alptraum wurde …und schrieb darüber, wie ich zu meiner postnatalen Depression kam:Von der Geburt zur Depression Ich bekam unglaublich nettes und liebevolles Feedback, viel Unterstützung und es motivierte mich immer mehr mit dem Thema herauszugehen und darüber zu sprechen. Soweit, dass ich nun vielen Eltern helfen möchte, die eine traumatische Geburt erlebt haben oder danach unter postnatalen Depressionen leiden. Ich schreibe explizit ELTERN – denn es trifft sehr oft auch die Väter. So viele, wie ich am Anfang, denken sie sind damit alleine – keiner in der Familie kennt sich damit aus. Da steht die Überzeugung im Weg, die Schuld liegt bei einem selbst, ich bin eine schlechte Mutter, ein schlechter Vater. Ich werde meinem Kind nicht gerecht, ich kann nicht helfen. Und dann beginnt sie – mal direkt, mal durch Verdrängung erst nach Monaten: Die Depression!Fehler sind schlimm, Versagen, Aufgeben des Selbst, warum kann ich nichts richtig machen?Der Teufelskreis verwandelt sich in eine Spirale, die immer weiter hinabführt und jegliche Hoffnung auf ihrem Weg verschlingt. Dann ist da nur noch dieser eine Gedanke: Alles ist schrecklich und anstrengend – es wird nie wieder besser! Aus diesem Sumpf habe ich es herausgeschafft, aber nicht ohne Hilfe. Deshalb hat für mich der alte Name “große Kleine Füße” nicht mehr gepasst. Tja, und wie kam ich zu dem neuen Namen?Mein Mann ist schuld und behauptet immer noch es sollte ein Witz sein.Aber ich liebe, liebe den Film “Die fabelhafte Welt der Amelie”! Und ich heiße mit meinem zweiten Vorname schließlich Amelie. Ich klärte ob ich denn einen Filmtitel umbenennen und als Markenname verwenden darf – ja, darf ich! Den gesamten Oktober 2019 feierte ich den neuen Namen “Die Postnatale Welt der Amelie” mit einem “Bogtober”!Was ist das schon wieder? Das was da steht; ich habe versucht jeden Tag einen Blogbeitrag zu veröffentlichen. Bis auf drei Stück habe ich das auch wirklich geschafft; allerdings nicht alleine. 😉 Acht wunderbare Frauen haben mir einen Gastartikel verfasst und die werde ich nun kurz vorstellen: Corinna Nordhausen – Mein Körper tut genau das Richtige Isabel Schönig – Entspannte Eltern = Entspannte Babys (?) Bettina Gruber – Wie Babys zur Sprache finden Lisa Sons – Die Suche nach dem “richtigen” Kinderarzt Katherine – Stillen, Daddeln, Baby schnuppern – Medien im Wochenbett Stefanie Bühn – Über das Mutter werden und Mutter sein Manuela Schillinger-Gabriel – Mein Sternenkind – Trauer auch nach 26 Jahren Lucie Körber – Horrorschwester Estha oder „Das Boobcamp im Krankenhaus“ Der Blogtober hat echt viel Spaß gemacht, den wird es 2020 wieder geben! Meine Homepage hat ein neues Gesicht und eine eigene Domain bekommen, so dass ich im neuen Jahr richtig damit durchstarten kann! Umzug und Krankenhaus Im Juni haben wir eine wunderschöne Maisonette-Wohnung in Leonberg-Gebersheim ergattert. Ich nenne sie liebevoll MaisonOtte-Wohnung, hihi. Der Umzug im Juli war schlecht geplant und heftig anstrengend. Jedenfalls wissen wir jetzt, dass wir das nicht nochmal so machen werden. Wir hatten zum Glück unglaublich tolle Umzugshelfer-Freunde, die geschleppt, auseinander gebaut und den Transporter gefahren haben. Neue liebe Nachbarn haben sich ein wenig währenddessen um unsere Tochter gekümmert. Nach dem Umzug war es noch nicht vorbei, die alte Wohnung wollte fertig aus- und aufgeräumt werden. Wieder anstrengend und wieder hatten wir tolle Hilfe. Danke Euch vielmals dafür, die dabei waren und das hier lesen!!! Eineinhalb Wochen lief es wunderbar in der neuen Wohnung. Wir richteten uns ein, machten neue Bekanntschaften und die Beziehung lief super. Dann – ein Tag vor dem ersten Arbeitstag meines Mannes – bekam Emily den schlimmsten Fieberkrampf, den sie je hatte. Wir mussten den Krankenwagen rufen. Die Geschichte kannst du hier nachlesen:Der Tag an dem ich den Notruf wählte Der Umzug und meine Panikattacke während des Fieberkrampfes plus der Krankenhausaufenthalt haben mir eine wirklich schlimme Depression verpasst. Selbst darüber habe ich es geschafft zu schreiben:Was ist wenn ich nicht mehr leben will…!? Eigentlich wollte ich mir Hilfe suchen, aber das Schreiben und darüber Sprechen hat mir so sehr geholfen – mir geht es gut! Ich habe die Depression wieder einmal überwunden und ich bin stolz und glücklich darüber. Auch diese intensiven Erlebnisse haben mich gelehrt, dass ich mich zu oft übernehme und zu wenig abgebe. Ich habe gelernt Termine abzusagen, Dinge mal nicht sofort erledigen zu müssen, besser zu planen und mir wo es geht Hilfe, Hilfe und nochmal Hilfe zu holen! Es gehörte auch dazu über die Weihnachtsfeiertage den Besuch bei meinen Schwiegereltern abzusagen. Mein Mann ist nun alleine hingefahren und ich bin mit Emily zu Hause geblieben. Sie hatte am 1. Weihnachtsfeiertag einen leichten Fieberkrampf und es war sowas von die richtige Entscheidung nicht die fast 600km zu fahren. Meine Mama war da und wir hatten einige wundervolle gemeinsame Tage. Fazit und Aussicht auf 2020 Wow, das war ein turbulentes Jahr 2019 und irgendwie ist es verdammt schnell rumgegangen. Wir fühlen uns wunderbar wohl in der neuen Wohnung; ich bin total glücklich mit dem neuen Namen meines Business und ich gehe gestärkt aus der Überwindung einer Depression. Und was habe ich 2020 so vor? Definitiv mein erstes eigenes Geld verdienen; das aber eher im Hintergrund – vordergründig möchte ich meine ersten Coachings anbieten, meinen Podcast starten, meine Community ausbauen und einen Newsletter anbieten. Soviel zu meinem Business! Ich will mal wieder richtig Urlaub mit meiner Familie machen, das ist 2019 auf der Strecke geblieben – jepp, du liest richtig! – wir hatten 2019 keinen Urlaub. Ab nach Baerenthal auf die Spielefortbildung und mit meiner Mama in den Europapark oder Tripsdrill! Außerdem beginnt im Januar meine Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie – yeah! Ich bin so gespannt! Ich wünsche mir 2020 viel Besuch, enge Freundschaften, persönliche Weiterentwicklung, einen Besuch bei meiner Oma, Frieden mit den Nachbarn untendrunter, eine neue Schwangerschaft, ein Auto, welches meinem Mann mehr Zeit für uns verschafft und einen bedürfnisorientierten Job für meine Mama! Boah, Du hast bis hierhin gelesen? Dafür wirst Du jetzt virtuell herzlich geknuddelt und ich wünsche Dir einen wunderbaren Rutsch ins neue Jahr! Deine Julia Amelie

Der Beitrag Neubeginn, Umzug und Depression – Mein Jahresrückblick 2019 erschien zuerst auf Mama hat AuDHS.

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2018 schlich ich schon drumherum, aber ich hatte lauter Ausreden – zu wenig Geld und das kann ich ja nicht machen und bla bla bla!
Aber das Angebot ist einfach einmalig und letztendlich: Eine Investition in mich!
Also schlug ich im Februar 2019 zu und das war eine der besten Entscheidungen, die ich in diesem Jahr getroffen habe:

Mama goes Business

Das “Mama goes Business”-Programm von Lena Busch. “Dein Business-Baby in 9 Monaten”. Begleitung für ein Jahr, Module im Mitgliederbereich, Gruppencalls und die vielen wunderbaren Frauen, die den gleichen Weg gehen wie ich. Gemeinsam lösen wir Mindfucks, helfen uns wo wir können, motivieren und bauen uns auf. Ich hätte nie, wirklich nie gedacht darüber so tolle Freundinnen kennenzulernen, die sich bei unserem ersten Live-Treffen im November in Frankfurt anfühlten, als würde ich sie wirklich schon ewig kennen.

Ziel des Ganzen: Ein bedürfnisorientiertes Business aufbauen, das mir und meiner Familie gerecht wird. Von zu Hause arbeiten und für meinen Mann und meine Tochter da sein können. Mein Herzensthema rausbringen und mich persönlich weiterentwickeln.

Ich gehe nicht zu weit wenn ich sage, dass mich das Ganze aus der Depression gezogen hat. Endlich konnte ich Altes aufarbeiten, Glaubenssätze umwandeln oder auflösen und ein Fundament schaffen, mit dem ich nächstes Jahr Geld verdienen möchte. Nicht arbeiten macht mich krank. Ich fühle mich allein und unterfordert und Lena hat mir einfach die Hand gereicht und gesagt: Komm mit auf diese Reise!

Ich mit Lena Busch von FamilienLeicht in Frankfurt (1. Dezember 2019)


Ich bereue keinen Cent, den ich ausgegeben habe, im Gegenteil: Ihre Arbeit ist so viel mehr wert und darum wird ihr Angebot dieses Jahr auch teurer.

Und ja, das ist Werbung, eine Herzensempfehlung von mir, wenn du in deinem Job unter Wert arbeitest und unglücklich bist. Wenn du zwischen Job und Familie stehst und keinen Bedürfnissen gerecht wirst!
Hol dir Hilfe und guck dir Lenas Angebot einfach mal an:
https://familienleicht.de/interessenten-beduerfnisorientierte-mama-online-business-2/

Blog wird zu richtiger Homepage

Am 13. März 2019 wurde mein Blog, noch unter dem Namen “große Kleine Füße” ein Jahr alt. Mein erster Beitrag vom 13. März 2018 erzählt von dem Wunsch in die Selbständigkeit zu gehen:
Aufbruch in unbekannte Welten

Innerhalb eines Jahres hatte ich 9 veröffentlichte Blogbeiträge.
Das Schreiben tut mir genauso gut wie eine Therapie, auch wenn diese damit niemals ersetzt werden kann. So verarbeitete ich mein Geburtstrauma, hier nachzulesen:
Meine Traumgeburt, die zum Alptraum wurde

…und schrieb darüber, wie ich zu meiner postnatalen Depression kam:
Von der Geburt zur Depression

Ich bekam unglaublich nettes und liebevolles Feedback, viel Unterstützung und es motivierte mich immer mehr mit dem Thema herauszugehen und darüber zu sprechen.

Soweit, dass ich nun vielen Eltern helfen möchte, die eine traumatische Geburt erlebt haben oder danach unter postnatalen Depressionen leiden. Ich schreibe explizit ELTERN – denn es trifft sehr oft auch die Väter.

So viele, wie ich am Anfang, denken sie sind damit alleine – keiner in der Familie kennt sich damit aus. Da steht die Überzeugung im Weg, die Schuld liegt bei einem selbst, ich bin eine schlechte Mutter, ein schlechter Vater. Ich werde meinem Kind nicht gerecht, ich kann nicht helfen. Und dann beginnt sie – mal direkt, mal durch Verdrängung erst nach Monaten:
Die Depression!
Fehler sind schlimm, Versagen, Aufgeben des Selbst, warum kann ich nichts richtig machen?
Der Teufelskreis verwandelt sich in eine Spirale, die immer weiter hinabführt und jegliche Hoffnung auf ihrem Weg verschlingt. Dann ist da nur noch dieser eine Gedanke: Alles ist schrecklich und anstrengend – es wird nie wieder besser!

Aus diesem Sumpf habe ich es herausgeschafft, aber nicht ohne Hilfe. Deshalb hat für mich der alte Name “große Kleine Füße” nicht mehr gepasst. Tja, und wie kam ich zu dem neuen Namen?
Mein Mann ist schuld und behauptet immer noch es sollte ein Witz sein.
Aber ich liebe, liebe den Film “Die fabelhafte Welt der Amelie”! Und ich heiße mit meinem zweiten Vorname schließlich Amelie.
Ich klärte ob ich denn einen Filmtitel umbenennen und als Markenname verwenden darf – ja, darf ich!

Den gesamten Oktober 2019 feierte ich den neuen Namen “Die Postnatale Welt der Amelie” mit einem “Bogtober”!
Was ist das schon wieder? Das was da steht; ich habe versucht jeden Tag einen Blogbeitrag zu veröffentlichen.
Bis auf drei Stück habe ich das auch wirklich geschafft; allerdings nicht alleine. 😉

Acht wunderbare Frauen haben mir einen Gastartikel verfasst und die werde ich nun kurz vorstellen:

Corinna Nordhausen – Mein Körper tut genau das Richtige

Isabel Schönig – Entspannte Eltern = Entspannte Babys (?)

Bettina Gruber – Wie Babys zur Sprache finden

Lisa Sons – Die Suche nach dem “richtigen” Kinderarzt

Katherine – Stillen, Daddeln, Baby schnuppern – Medien im Wochenbett

Stefanie Bühn – Über das Mutter werden und Mutter sein

Manuela Schillinger-Gabriel – Mein Sternenkind – Trauer auch nach 26 Jahren

Lucie Körber – Horrorschwester Estha oder „Das Boobcamp im Krankenhaus“

Der Blogtober hat echt viel Spaß gemacht, den wird es 2020 wieder geben!

Meine Homepage hat ein neues Gesicht und eine eigene Domain bekommen, so dass ich im neuen Jahr richtig damit durchstarten kann!

Umzug und Krankenhaus

Im Juni haben wir eine wunderschöne Maisonette-Wohnung in Leonberg-Gebersheim ergattert. Ich nenne sie liebevoll MaisonOtte-Wohnung, hihi. Der Umzug im Juli war schlecht geplant und heftig anstrengend. Jedenfalls wissen wir jetzt, dass wir das nicht nochmal so machen werden. Wir hatten zum Glück unglaublich tolle Umzugshelfer-Freunde, die geschleppt, auseinander gebaut und den Transporter gefahren haben. Neue liebe Nachbarn haben sich ein wenig währenddessen um unsere Tochter gekümmert.
Nach dem Umzug war es noch nicht vorbei, die alte Wohnung wollte fertig aus- und aufgeräumt werden. Wieder anstrengend und wieder hatten wir tolle Hilfe.
Danke Euch vielmals dafür, die dabei waren und das hier lesen!!!

Eineinhalb Wochen lief es wunderbar in der neuen Wohnung. Wir richteten uns ein, machten neue Bekanntschaften und die Beziehung lief super.
Dann – ein Tag vor dem ersten Arbeitstag meines Mannes – bekam Emily den schlimmsten Fieberkrampf, den sie je hatte. Wir mussten den Krankenwagen rufen. Die Geschichte kannst du hier nachlesen:
Der Tag an dem ich den Notruf wählte

Der Umzug und meine Panikattacke während des Fieberkrampfes plus der Krankenhausaufenthalt haben mir eine wirklich schlimme Depression verpasst. Selbst darüber habe ich es geschafft zu schreiben:
Was ist wenn ich nicht mehr leben will…!?

Eigentlich wollte ich mir Hilfe suchen, aber das Schreiben und darüber Sprechen hat mir so sehr geholfen – mir geht es gut!
Ich habe die Depression wieder einmal überwunden und ich bin stolz und glücklich darüber.

Auch diese intensiven Erlebnisse haben mich gelehrt, dass ich mich zu oft übernehme und zu wenig abgebe. Ich habe gelernt Termine abzusagen, Dinge mal nicht sofort erledigen zu müssen, besser zu planen und mir wo es geht Hilfe, Hilfe und nochmal Hilfe zu holen!

Es gehörte auch dazu über die Weihnachtsfeiertage den Besuch bei meinen Schwiegereltern abzusagen. Mein Mann ist nun alleine hingefahren und ich bin mit Emily zu Hause geblieben. Sie hatte am 1. Weihnachtsfeiertag einen leichten Fieberkrampf und es war sowas von die richtige Entscheidung nicht die fast 600km zu fahren. Meine Mama war da und wir hatten einige wundervolle gemeinsame Tage.

Fazit und Aussicht auf 2020

Wow, das war ein turbulentes Jahr 2019 und irgendwie ist es verdammt schnell rumgegangen.
Wir fühlen uns wunderbar wohl in der neuen Wohnung; ich bin total glücklich mit dem neuen Namen meines Business und ich gehe gestärkt aus der Überwindung einer Depression.

Und was habe ich 2020 so vor?

Definitiv mein erstes eigenes Geld verdienen; das aber eher im Hintergrund – vordergründig möchte ich meine ersten Coachings anbieten, meinen Podcast starten, meine Community ausbauen und einen Newsletter anbieten. Soviel zu meinem Business!

Ich will mal wieder richtig Urlaub mit meiner Familie machen, das ist 2019 auf der Strecke geblieben – jepp, du liest richtig! – wir hatten 2019 keinen Urlaub. Ab nach Baerenthal auf die Spielefortbildung und mit meiner Mama in den Europapark oder Tripsdrill!

Außerdem beginnt im Januar meine Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie – yeah! Ich bin so gespannt!

Ich wünsche mir 2020 viel Besuch, enge Freundschaften, persönliche Weiterentwicklung, einen Besuch bei meiner Oma, Frieden mit den Nachbarn untendrunter, eine neue Schwangerschaft, ein Auto, welches meinem Mann mehr Zeit für uns verschafft und einen bedürfnisorientierten Job für meine Mama!

Boah, Du hast bis hierhin gelesen? Dafür wirst Du jetzt virtuell herzlich geknuddelt und ich wünsche Dir einen wunderbaren Rutsch ins neue Jahr!

Deine Julia Amelie


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31. Blogtober – Horrorschwester Estha oder „Das Boobcamp im Krankenhaus“ https://postnatalewelt.de/blog/2019/10/31/31-blogtober-horrorschwester-estha-oder-das-boobcamp-im-krankenhaus/ https://postnatalewelt.de/blog/2019/10/31/31-blogtober-horrorschwester-estha-oder-das-boobcamp-im-krankenhaus/#comments Thu, 31 Oct 2019 16:11:20 +0000 https://postnatalewelt.de/?p=550 Ein schockierender Gastbeitrag von Lucie Stumm! 😉 Horrorschwester Estha oder „Das Boobcamp im Krankenhaus“ Die Geburt ist endlich geschafft, nach nur 22 Stunden Wehen, davon das erste Drittel herzlich unwirksame, dafür schnell aufeinander folgende Wehen aufgrund Einleitung. Der erste Tag mit Baby (im Krankenhaus) ist überstanden. Ich bin froh fast nur liegen zu müssen. Mit einem Dammriss III. Grades ist bewegen auch echt unangenehm. Sohn K, unser erstes Kind, liegt sauber, trocken und friedlich im Bettchen neben mir. Mein Mann schläft. Ich auch. Helles Licht weckt mich unsanft. Eine Schwester steht im Raum und sagt irgendetwas unfreundlich klingendes. Mein verwirrtes Blick zur Uhr bestätigt dass es eine sehr unchristliche Zeit ist: ca 2 Uhr nachts. Ich schaue die Nachtschwester irritiert an. Sie wiederholt, genauso unfreundlich, etwas davon ob sie meine Mamillen ansehen dürfe. Okay, es ist also 2 Uhr nachts, ich übermüdet, zwar mit Lateinkenntnissen aber trotzdem vollkommen irritiert und ohne Ahnung von dem, was sie will. Noch einmal gefragt „Ma- was bitte?“ Sie erklärt knapp dass sie natürlich die Brustwarzen meint. Ach so! Muss Frau ja wissen. Dann will sie wissen ob ich stillen will. „Ja, klar“, kann ich nur sagen, da nickt sie, verschwindet kurz und kommt mit einem Beutel mit verschieden großen Kugeln wieder. Erklärt, dass der Magen des Babys jetzt so groß wäre und nach und nach wachsen würde. Ich muss gestehen, ich habe das Meiste schon wieder vergessen. Nachts um 2 bin ich einfach nicht sehr aufnahmefähig. Sie dozierte aber eine ganze Weile mit einem mäßig verständlichen Akzent über Magengrößen von Babys, Milchmengen und Stillpositionen. Dann bittet sie unwirsch darum, dass ich mich hinsetzen soll, auf die Bettkante. Ich setze mich also mühsam auf und werde gleich angeherrscht „FALSCH!“ Ich muss es in Großbuchstaben schreiben, genau so kam es bei mir an. Es wird nicht gesagt was ich hätte anders oder besser machen sollen. Mir kommen die Tränen. Mein Mann fragt ob er sie rauswerfen soll. Ich kann nur nicken. Also bittet er die Dame mühsam beherrscht darum dass wir doch bitte die andere Nachtschwester haben wollen. Ohne meinen Mann wäre diese Episode vermutlich nicht so harmlos für mich ausgegangen – wir haben die andere Nachtschwester bekommen und mittlerweile kann ich darüber lachen. In der Situation selber war es nicht so angenehm. Als Schwester Estha bei der Geburt der kleinen Schwester dann diejenige war, die mich aus dem Kreißsaal auf Station brachte, brachte mich dann auch eher zum lachen, aber das ist eine andere Geschichte. Über Lucie Stumm: Ich heiße Lucie, bin 38 Jahre alt, seit 7 Jahren mit meinem Mann verheiratet, den ich schon seit fast 19 Jahren kenne, und Mutter von zwei Kindern (Sohn, fast 5, und Tochter, fast 3). Ich habe mich seit der ersten Schwangerschaft mit Bedürfnisorientierung beschäftigt und bin dann bei unerzogen gelandet und auf dem Weg zu einer friedvolleren Haltung sowohl Kindern als auch Erwachsenen gegenüber. Da der Sohn so gar nicht in „Schema F“ im Kindergarten passen wollte, habe ich mich mit Hochbegabung, Hochsensibilität und „anders lernen“ auseinander gesetzt. Studiert habe ich Luft- und Raumfahrttechnik, dann als Qualitätsingenieur bei den Autos gelandet und nebenbei mit viel Herzblut kreativ. Derzeit arbeite ich an einem Spiel, das als Ziel hat, als Familie oder Einzelperson selber Geschichten zu erfinden. So strukturiert wie man es braucht, so frei wie man es möchte, mit vielen Vorschlägen drin und viel Platz für eigene Ideen. Für kommendes Jahr ist ein online Kongress zum Thema „Lernen anders denken“ zusammen mit familiengeflecht angedacht. Außerdem bin ich bei Instagram als @beychaliban aktiv, meist zu den Themen Gedichte und Rollenspiel, und blogge gelegentlich etwas über Lernen oder Hochbegabung bei Kindern auf meiner Homepage www.luciestumm.de Photo by Graham Ruttan on Unsplash

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Ein schockierender Gastbeitrag von Lucie Stumm! 😉

Horrorschwester Estha oder „Das Boobcamp im Krankenhaus“

Die Geburt ist endlich geschafft, nach nur 22 Stunden Wehen, davon das erste Drittel herzlich unwirksame, dafür schnell aufeinander folgende Wehen aufgrund Einleitung. Der erste Tag mit Baby (im Krankenhaus) ist überstanden. Ich bin froh fast nur liegen zu müssen. Mit einem Dammriss III. Grades ist bewegen auch echt unangenehm. Sohn K, unser erstes Kind, liegt sauber, trocken und friedlich im Bettchen neben mir. Mein Mann schläft. Ich auch.

Helles Licht weckt mich unsanft. Eine Schwester steht im Raum und sagt irgendetwas unfreundlich klingendes. Mein verwirrtes Blick zur Uhr bestätigt dass es eine sehr unchristliche Zeit ist: ca 2 Uhr nachts. Ich schaue die Nachtschwester irritiert an. Sie wiederholt, genauso unfreundlich, etwas davon ob sie meine Mamillen ansehen dürfe. Okay, es ist also 2 Uhr nachts, ich übermüdet, zwar mit Lateinkenntnissen aber trotzdem vollkommen irritiert und ohne Ahnung von dem, was sie will. Noch einmal gefragt „Ma- was bitte?“ Sie erklärt knapp dass sie natürlich die Brustwarzen meint. Ach so! Muss Frau ja wissen. Dann will sie wissen ob ich stillen will. „Ja, klar“, kann ich nur sagen, da nickt sie, verschwindet kurz und kommt mit einem Beutel mit verschieden großen Kugeln wieder. Erklärt, dass der Magen des Babys jetzt so groß wäre und nach und nach wachsen würde. Ich muss gestehen, ich habe das Meiste schon wieder vergessen. Nachts um 2 bin ich einfach nicht sehr aufnahmefähig. Sie dozierte aber eine ganze Weile mit einem mäßig verständlichen Akzent über Magengrößen von Babys, Milchmengen und Stillpositionen. Dann bittet sie unwirsch darum, dass ich mich hinsetzen soll, auf die Bettkante. Ich setze mich also mühsam auf und werde gleich angeherrscht „FALSCH!“ Ich muss es in Großbuchstaben schreiben, genau so kam es bei mir an. Es wird nicht gesagt was ich hätte anders oder besser machen sollen. Mir kommen die Tränen. Mein Mann fragt ob er sie rauswerfen soll. Ich kann nur nicken. Also bittet er die Dame mühsam beherrscht darum dass wir doch bitte die andere Nachtschwester haben wollen.

Ohne meinen Mann wäre diese Episode vermutlich nicht so harmlos für mich ausgegangen – wir haben die andere Nachtschwester bekommen und mittlerweile kann ich darüber lachen. In der Situation selber war es nicht so angenehm.

Als Schwester Estha bei der Geburt der kleinen Schwester dann diejenige war, die mich aus dem Kreißsaal auf Station brachte, brachte mich dann auch eher zum lachen, aber das ist eine andere Geschichte.

Über Lucie Stumm:

Ich heiße Lucie, bin 38 Jahre alt, seit 7 Jahren mit meinem Mann verheiratet, den ich schon seit fast 19 Jahren kenne, und Mutter von zwei Kindern (Sohn, fast 5, und Tochter, fast 3). Ich habe mich seit der ersten Schwangerschaft mit Bedürfnisorientierung beschäftigt und bin dann bei unerzogen gelandet und auf dem Weg zu einer friedvolleren Haltung sowohl Kindern als auch Erwachsenen gegenüber. Da der Sohn so gar nicht in „Schema F“ im Kindergarten passen wollte, habe ich mich mit Hochbegabung, Hochsensibilität und „anders lernen“ auseinander gesetzt.

Studiert habe ich Luft- und Raumfahrttechnik, dann als Qualitätsingenieur bei den Autos gelandet und nebenbei mit viel Herzblut kreativ. Derzeit arbeite ich an einem Spiel, das als Ziel hat, als Familie oder Einzelperson selber Geschichten zu erfinden. So strukturiert wie man es braucht, so frei wie man es möchte, mit vielen Vorschlägen drin und viel Platz für eigene Ideen.

Für kommendes Jahr ist ein online Kongress zum Thema „Lernen anders denken“ zusammen mit familiengeflecht angedacht. Außerdem bin ich bei Instagram als @beychaliban aktiv, meist zu den Themen Gedichte und Rollenspiel, und blogge gelegentlich etwas über Lernen oder Hochbegabung bei Kindern auf meiner Homepage www.luciestumm.de

Photo by Graham Ruttan on Unsplash

Der Beitrag 31. Blogtober – Horrorschwester Estha oder „Das Boobcamp im Krankenhaus“ erschien zuerst auf Mama hat AuDHS.

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6. Blogtober – Mein Körper tut genau das Richtige https://postnatalewelt.de/blog/2019/10/06/6-blogtober-mein-koerper-tut-genau-das-richtige/ https://postnatalewelt.de/blog/2019/10/06/6-blogtober-mein-koerper-tut-genau-das-richtige/#respond Sun, 06 Oct 2019 13:48:54 +0000 https://grossekleinefuesse.de/?p=381 Ein wunderbarer Gastbeitrag von Corinna Nordhausen! Mein Körper tut genau das Richtige ❤️ Ich habe lange Zeit als Kinderkrankenschwester in einem Kinderhospiz gearbeitet. In dieser Blase hatte gefühlt jedes zweite Kind einen genetischen oder eine geburtsbedingte „Schädigung“ Da liegt es doch nahe, Angst vor der eigenen Schwangerschaft und Geburt zu bekommen. Es liegt nahe, dieser Angst mit Kontrolle zu begegnen.Gibt es doch zahlreiche Untersuchungen, die scheinbar Sicherheit schenken können. Aber ich wollte das alles nicht. Ich wollte meine Schwangerschaft und Geburt angstfrei erleben können. Mich darauf einlassen und im Vertrauen leben. Nicht im rosaroten Vertrauen, dass alles gut wird. Im Vertrauen, dass mein Körper und mein Baby genau wissen, was sie da tun. Nicht in Verdrängung vor dem was sein kann, sondern in ganz klarem Bewusstsein darüber was ich möchte und was nicht.  Ich möchte nicht dieses Risiko tragen, das Leben meines Kindes durch Eingriffe in meinen Körper zu gefährden. Ich möchte keine schlaflosen Nächte im Bangen darum, ob mein Baby gesund ist. Ich möchte keines dieser Testergebnisse, die mich zu einer Entscheidung drängen und am Ende doch falsch positiv waren. Das absolute Grauen, sich für einen SS Abbruch zu entscheiden, weil das Kind krank ist um dann nach dem Abbruch festzustellen, dass es gesund war!  Kein einziger dieser zahlreichen pränatalen Tests kann eine 100%ige Sicherheit darüber geben, dass das ungeborene Kind erkrankt oder gesund ist. Ich weiß, wie sehr ein Ungeborenes schon im Mutterleib von meinen Emotionen beeinflusst ist. Ich habe mich entschieden glücklich zu sein und meine Schwangerschaft und die kommende Geburt zu genießen.  Über Corinna Nordhausen: Ich bin Mama von drei wunderbaren Kindern und lebe mit meiner Partnerin in Bielefeld. Zur Zeit dürfen wir, gemeinsam in Elternzeit, ein aufregendes Familienleben gestalten und bauen uns parallel dazu ein online Business auf. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt mit dem Tabuthema Tod zu brechen und ihn wieder da hinzurücken, wo er hingehört. In die Mitte der Gesellschaft. Im Herbst 2020 starten wir mit einem online Kongress für Menschen, die im beruflichen Kontext, Sterbende und ihre Angehörigen begleiten. Anschließend wird es Fort- und Weiterbildungsangebote dazu geben.  Falls Du mehr dazu wissen möchtest: Du findest mich auf Instagram – hommageansleben – und bald auch mit unserem neuen Podcast und auf Facebook. (Foto von Corinna Nordhausen)

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Ein wunderbarer Gastbeitrag von Corinna Nordhausen!

Mein Körper tut genau das Richtige ❤

Ich habe lange Zeit als Kinderkrankenschwester in einem Kinderhospiz gearbeitet. In dieser Blase hatte gefühlt jedes zweite Kind einen genetischen oder eine geburtsbedingte „Schädigung“

Da liegt es doch nahe, Angst vor der eigenen Schwangerschaft und Geburt zu bekommen.
Es liegt nahe, dieser Angst mit Kontrolle zu begegnen.
Gibt es doch zahlreiche Untersuchungen, die scheinbar Sicherheit schenken können.

Aber ich wollte das alles nicht.

Ich wollte meine Schwangerschaft und Geburt angstfrei erleben können. Mich darauf einlassen und im Vertrauen leben.

Nicht im rosaroten Vertrauen, dass alles gut wird.
Im Vertrauen, dass mein Körper und mein Baby genau wissen, was sie da tun.

Nicht in Verdrängung vor dem was sein kann, sondern in ganz klarem Bewusstsein darüber was ich möchte und was nicht. 

Ich möchte nicht dieses Risiko tragen, das Leben meines Kindes durch Eingriffe in meinen Körper zu gefährden. 
Ich möchte keine schlaflosen Nächte im Bangen darum, ob mein Baby gesund ist. 
Ich möchte keines dieser Testergebnisse, die mich zu einer Entscheidung drängen und am Ende doch falsch positiv waren.

Das absolute Grauen, sich für einen SS Abbruch zu entscheiden, weil das Kind krank ist um dann nach dem Abbruch festzustellen, dass es gesund war! 

Kein einziger dieser zahlreichen pränatalen Tests kann eine 100%ige Sicherheit darüber geben, dass das ungeborene Kind erkrankt oder gesund ist.

Ich weiß, wie sehr ein Ungeborenes schon im Mutterleib von meinen Emotionen beeinflusst ist.

Ich habe mich entschieden glücklich zu sein und meine Schwangerschaft und die kommende Geburt zu genießen. 

Über Corinna Nordhausen:

Ich bin Mama von drei wunderbaren Kindern und lebe mit meiner Partnerin in Bielefeld. Zur Zeit dürfen wir, gemeinsam in Elternzeit, ein aufregendes Familienleben gestalten und bauen uns parallel dazu ein online Business auf. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt mit dem Tabuthema Tod zu brechen und ihn wieder da hinzurücken, wo er hingehört. In die Mitte der Gesellschaft. Im Herbst 2020 starten wir mit einem online Kongress für Menschen, die im beruflichen Kontext, Sterbende und ihre Angehörigen begleiten. Anschließend wird es Fort- und Weiterbildungsangebote dazu geben. 

Falls Du mehr dazu wissen möchtest:
Du findest mich auf Instagram – hommageansleben – und bald auch mit unserem neuen Podcast und auf Facebook.

(Foto von Corinna Nordhausen)

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Ungeschönte Bauchbilder – Wie ich lernte meinen Körper zu lieben https://postnatalewelt.de/blog/2019/03/14/ungeschoente-bauchbilder-wie-ich-lernte-meinen-koerper-zu-lieben/ https://postnatalewelt.de/blog/2019/03/14/ungeschoente-bauchbilder-wie-ich-lernte-meinen-koerper-zu-lieben/#respond Thu, 14 Mar 2019 10:50:14 +0000 http://grossekleinefuesse.blog/?p=186 Vor der Schwangerschaft war ich mir sehr unsicher und nie zufrieden mit meinem Körper – die Hüften zu breit, meine Oberarme zu schwabbelig, X-Beine die seltsam aussehen, zu viele Pickel im Gesicht und große Füße… Eigentlich habe ich immer die Bestätigung von anderen gebraucht, dass ich doch irgendwie gut aussehe, aber ich selbst konnte mich nie schön finden. Bis ich schwanger wurde! Da bekam ich plötzlich größere Brüste; das fand ich natürlich toll und mein Bauch spannte sich – wurde also straffer: Es machte mir Spaß enge Kleidung zu tragen und meinen Babybauch zu zeigen; mein Bauchnabelpiercing wollte ich nicht abnehmen. Irgendwie fand ich meinen Bauchnabel seltsam ohne. Ich rieb regelmäßig alle möglichen Cremes ein und versuchte Schwangerschaftsstreifen zu verhindern, was auch eine ganze Zeit lang gut ging: Von einem Tag auf den anderen riss der gesamte Bauch und ein dunkler Streifen bildete sich; ich war total traurig und fand ihn plötzlich gar nicht mehr schön: Zudem fühlte ich mich wie ein Wal – riesiger hässlicher Bauch und mein Piercing passte auch nicht mehr. Ich hoffte, dass er nach der Geburt wieder schöner aussehen würde. Mein Bindegewebe ist nicht besonders gut und überhaupt ist mein Körper sehr empfindlich. Hinzu kam Schwangerschaftsdiabetes, durch den ich meine Ernährung umstellen musste. Das war heftig für mich – morgens nichts Süßes frühstücken! Immerhin musste ich kein Insulin spritzen, aber das regelmäßige messen (in den Finger pieksen) hat genervt. Meine Tochter war groß und ich hatte sehr viel Fruchtwasser, also mein Bauch war wirklich riesig: Etwa ein Monat nach dem letzten Bild kam meine Tochter auf die Welt und mein Bauch sah aus wie von einer alten Oma, die sehr schnell abgenommen hat. Ich fand mich so hässlich, dass ich mich gar nicht wirklich mit mir beschäftigte. Priorität war mein Baby! Mein Wrack von Bauch störte mich trotzdem sehr und ich kaufte mir eine teure spezielle Creme um die Haut wieder straff und glatt zu bekommen. 1 1/2 Monate nach der Geburt traute ich mich doch ein Photo zu machen: Ich habe mein Piercing so schnell wie möglich wieder eingesetzt und zog mir nur noch zu große Kleidung an um meinen Körper zu verstecken. Zudem aß ich vor lauter Frust und Kummer (auch wegen der anstrengenden Babyzeit) sehr viel Schokolade und Fertiggerichte. Meine Kleidergröße stieg von M auf L/XL und mir passten meine Klamotten nicht mehr. Wie habe ich es nun geschafft meinen Bauch anzunehmen wie er ist und meinen Körper zu lieben? Tatsächlich war das ein langer Prozess und zwar ein Innerer. Ich musste zuerst lernen mich selbst zu lieben und anzunehmen wie ich bin. Mich wertschätzen und meine Bedürfnisse erfüllen. Auf diesem Weg befinde ich mich noch immer, aber ich bin viel selbstbewusster geworden und traue mich daher jetzt diese Bilder ins Internet zu stellen. Ich habe übrigens nicht aufgehört Süßigkeiten zu essen! 😉 Allerdings brauche ich sie nicht mehr in Massen und esse gesund zu Mittag. Das war mehr ein Nebeneffekt zu meiner inneren Arbeit. Ich mag mich wie ich bin, trage keine Schminke mehr und finde meinen Bauch toll: Übrigens tut Sport auch ganz gut! Ich fahre viel Fahrrad und mache zwischendurch immer mal wieder eine Kraftübung. Hihi, trotzdem sitzt mein Piercing jetzt schief, aber das stört mich gar nicht. Ich bin kein Model und das will ich auch gar nicht sein! Wer bist du und wer willst du sein? Magst du dich wie du bist? Vielleicht habe ich dich ein wenig zum nachdenken angeregt! Liebe Grüße Deine Julia

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Vor der Schwangerschaft war ich mir sehr unsicher und nie zufrieden mit meinem Körper – die Hüften zu breit, meine Oberarme zu schwabbelig, X-Beine die seltsam aussehen, zu viele Pickel im Gesicht und große Füße… Eigentlich habe ich immer die Bestätigung von anderen gebraucht, dass ich doch irgendwie gut aussehe, aber ich selbst konnte mich nie schön finden.

Bis ich schwanger wurde! Da bekam ich plötzlich größere Brüste; das fand ich natürlich toll und mein Bauch spannte sich – wurde also straffer:

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5 Monate schwanger

Es machte mir Spaß enge Kleidung zu tragen und meinen Babybauch zu zeigen; mein Bauchnabelpiercing wollte ich nicht abnehmen. Irgendwie fand ich meinen Bauchnabel seltsam ohne. Ich rieb regelmäßig alle möglichen Cremes ein und versuchte Schwangerschaftsstreifen zu verhindern, was auch eine ganze Zeit lang gut ging:

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6 Monate schwanger

Von einem Tag auf den anderen riss der gesamte Bauch und ein dunkler Streifen bildete sich; ich war total traurig und fand ihn plötzlich gar nicht mehr schön:

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8 Monate schwanger

Zudem fühlte ich mich wie ein Wal – riesiger hässlicher Bauch und mein Piercing passte auch nicht mehr. Ich hoffte, dass er nach der Geburt wieder schöner aussehen würde. Mein Bindegewebe ist nicht besonders gut und überhaupt ist mein Körper sehr empfindlich. Hinzu kam Schwangerschaftsdiabetes, durch den ich meine Ernährung umstellen musste. Das war heftig für mich – morgens nichts Süßes frühstücken! Immerhin musste ich kein Insulin spritzen, aber das regelmäßige messen (in den Finger pieksen) hat genervt.

Meine Tochter war groß und ich hatte sehr viel Fruchtwasser, also mein Bauch war wirklich riesig:

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Etwa ein Monat nach dem letzten Bild kam meine Tochter auf die Welt und mein Bauch sah aus wie von einer alten Oma, die sehr schnell abgenommen hat. Ich fand mich so hässlich, dass ich mich gar nicht wirklich mit mir beschäftigte.

Priorität war mein Baby!

Mein Wrack von Bauch störte mich trotzdem sehr und ich kaufte mir eine teure spezielle Creme um die Haut wieder straff und glatt zu bekommen. 1 1/2 Monate nach der Geburt traute ich mich doch ein Photo zu machen:

thumb_IMG_3471_1024

Ich habe mein Piercing so schnell wie möglich wieder eingesetzt und zog mir nur noch zu große Kleidung an um meinen Körper zu verstecken. Zudem aß ich vor lauter Frust und Kummer (auch wegen der anstrengenden Babyzeit) sehr viel Schokolade und Fertiggerichte. Meine Kleidergröße stieg von M auf L/XL und mir passten meine Klamotten nicht mehr.

Wie habe ich es nun geschafft meinen Bauch anzunehmen wie er ist und meinen Körper zu lieben?

Tatsächlich war das ein langer Prozess und zwar ein Innerer. Ich musste zuerst lernen mich selbst zu lieben und anzunehmen wie ich bin. Mich wertschätzen und meine Bedürfnisse erfüllen. Auf diesem Weg befinde ich mich noch immer, aber ich bin viel selbstbewusster geworden und traue mich daher jetzt diese Bilder ins Internet zu stellen.

Ich habe übrigens nicht aufgehört Süßigkeiten zu essen! 😉 Allerdings brauche ich sie nicht mehr in Massen und esse gesund zu Mittag. Das war mehr ein Nebeneffekt zu meiner inneren Arbeit.

Ich mag mich wie ich bin, trage keine Schminke mehr und finde meinen Bauch toll:

thumb_IMG_0178_1024
2 Jahre 9 Monate nach der Geburt

Übrigens tut Sport auch ganz gut! Ich fahre viel Fahrrad und mache zwischendurch immer mal wieder eine Kraftübung. Hihi, trotzdem sitzt mein Piercing jetzt schief, aber das stört mich gar nicht.

Ich bin kein Model und das will ich auch gar nicht sein!

Wer bist du und wer willst du sein? Magst du dich wie du bist?

Vielleicht habe ich dich ein wenig zum nachdenken angeregt!

Liebe Grüße
Deine Julia

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https://postnatalewelt.de/blog/2019/03/14/ungeschoente-bauchbilder-wie-ich-lernte-meinen-koerper-zu-lieben/feed/ 0
Von der Geburt zur Depression https://postnatalewelt.de/blog/2019/02/25/von-der-geburt-zur-depression/ https://postnatalewelt.de/blog/2019/02/25/von-der-geburt-zur-depression/#comments Mon, 25 Feb 2019 16:33:45 +0000 http://grossekleinefuesse.blog/?p=116 Ich hatte bereits von meiner schlimmen Geburt erzählt und hier geht die Geschichte nun weiter. Die ersten beiden Jahre mit meiner Tochter – kurz angeschnitten; ich lege den Fokus auf mich und wie es mir dabei erging. Auf dem Bild ist meine Tochter Emily etwa einen halben Tag alt und ich durfte sie das erste Mal stillen. Ich hatte ein wenig Angst, dass sie nicht gestillt werden möchte, aber ihre erste Flaschenmahlzeit war zum Glück kein Hindernis. Das Foto hat meine Mutter mit dem Smartphone aufgenommen, die diesen Moment total süß fand – ich war einfach noch voller Glückshormone. Diese lassen allerdings nach etwa 2-4 Tagen nach. Bereits am 2. Tag brüllte meine Tochter gefühlt stundenlang und egal was wir taten (stillen, tragen, wickeln) – sie ließ sich nicht beruhigen. Nach etwa 2 Stunden kam endlich eine Krankenschwester ins Zimmer und half uns; wir waren bereits total aufgelöst. Sie zeigte uns den Fliegergriff und dieser Tipp war Gold wert. Anscheinend hatte Emily sehr oft Probleme bei der Verdauung und nur so konnte sie entspannen. Das Schreien wurde mit den Wochen immer mehr und somit haben wir sie fast nur noch getragen. In der Tragetasche, im Fliegergriff und später hat sie fast ausschließlich auf dem Bauch auf uns drauf geschlafen. Teilweise durften wir uns nicht mal hinsetzen sonst wachte sie sofort auf und beschwerte sich. Es war eine unglaublich anstrengende Zeit für uns, die sich bis zum 2. Lebensjahr zog. Direkt nach der Geburt erzählte ich natürlich meiner Familie von meinen schlimmen Erlebnissen, aber irgendwie wurde das Thema immer so umgelenkt, dass ja alles gut ausgegangen sei. Emily sei gesund und ich sei ja auch fast wieder fit. Jetzt müssten wir eben schauen, dass wir alles für das Baby tun, nur mein Mann darf natürlich nicht die Arbeit vernachlässigen. Viele Mütter reagierten schockiert, aber sie hatten auch eigene Erlebnisse und Erfahrungen. In dieser Zeit fiel ich also in eine Art Verdrängung. Ich redete mir ein, dass die Geburt schon nicht so schlimm gewesen sei. Selbst eine Hebamme hatte mich schließlich als “Starke Frau” bezeichnet. Da ich die Zeit mit meiner Tochter unglaublich anstrengend empfand konzentrierte ich mich nur noch darauf. Meine eigenen Bedürfnisse wie Essen, Schlaf, Duschen, Entspannung usw. stellte ich hinten an. Und genau das brach irgendwann zusammen. Jeden Tag, wenn ich im Wohnzimmer mit Emily in der Tragetasche meine Kreise zog, blickte ich auf die Uhr und zählte die Minuten bis mein Mann nach Hause kommen würde und ich mich endlich hinsetzen konnte. Ich weiß nicht genau wann ich das erste Mal einen Wutanfall bekam. Jedenfalls wollte ich etwas erledigen und hatte Emily für 5 Minuten neben mir auf dem Sofa abgelegt und sie fing natürlich an zu brüllen. Ich rastete einfach aus und brüllte zurück bis ich nur noch weinend da saß. Von da an passierte mir das regelmäßig, ich hatte mich einfach nicht mehr unter Kontrolle. Ich war mit den Nerven am Ende und völlig überlastet. Ab und zu traute ich mich meine Mutter anzurufen und zum Glück kam sie dann für ein bis zwei Tage und half aus. Letztendlich ging es aber immer nur darum wie ich meine Tochter zufriedenstellen konnte; nicht mich. Sie akzeptierte keine abgepumpte Milch und damit war ich so sehr an zu Hause gebunden, dass ich nur mit ihr etwas unternehmen konnte, aber nie alleine. Draußen war sie schnell überreizt und meistens war ich die Mutter, die in irgendeiner Ecke mit der Tragetasche herumhüpfte, aber wirklich zum reden oder gemeinsam unternehmen bin ich selten gekommen. Ich vereinsamte sehr schnell und fing irgendwann an im Internet Blogs zu lesen und alles was ich zum Schlafen und Stillen von Babys in die Finger bekam. An sich habe ich einige wertvolle Informationen herausgefunden, aber letztendlich habe ich mich nie mit mir beschäftigt; dafür mit allem anderen, vorrangig mit Emily. Nach etwa einem halben Jahr erzählten mir die anderen Mütter aus meiner Gruppe, dass sie sich gar nicht mehr wirklich an die Geburtsschmerzen erinnern könnten. Ich wunderte mich darüber, weil ich alles haargenau nachempfinden konnte. Nach einem Jahr hatte sich das bei mir nicht geändert. Im Gegenteil; ich bekam Nervenzusammenbrüche und manchmal wünschte ich mir mein Kind wäre tot oder ich wäre tot. Das klingt schrecklich, ich weiß, aber in diesen Momenten war ich so am Ende, dass ich in meinem Kopf keine Lösungen mehr fand. Immer häufiger lag ich abends wach – obwohl ich den Schlaf dringend gebraucht hätte und die Erinnerungen an die Schmerzen bei der Geburt übermannten mich regelrecht. Teilweise weinte ich tagelang und hatte Alpträume. Nach 1 1/2 Jahren stand ich regelmäßig vor meinem Mann und war völlig verzweifelt. “Ich sehe keinen Sinn mehr in diesem Leben; ich habe keinen Bock mehr, ich will und kann nicht mehr!” So ungefähr waren meine Aussagen und ich begriff, dass ich mitten in den schlimmsten Depressionen steckte. Zum Glück bin ich ein Mensch der bei sowas irgendwann die Not erkennt und den Hebel zieht. So konnte und wollte ich nicht weitermachen! In meinem Umfeld bekamen das hauptsächlich nur mein Mann und sicher auch meine Tochter mit. Vor den anderen verschwieg ich das und zog mich sehr zurück oder wenn ich mal unterwegs war setzte ich ein Lächeln auf und behauptete krampfhaft es ginge schon irgendwie… Zum Glück hatte ich bereits einen Therapeuten, den ich erneut aufsuchen konnte und das nahm ich in Anspruch, auch wenn ich mich dafür erst überwinden musste. Immer noch versuchte ich mir einzureden, dass ich es nicht vielleicht doch alleine hinkriegen würde, weil es ja doch nicht so schlimm sei?! Darüber reden tat mir sehr gut und auch diesen Schmerz endlich mal zu verarbeiten. Über ein Jahr hatte ich nicht akzeptieren wollen was die Geburt mit mir angerichtet hat und die Verdrängung hat mir ein Trauma beschert. Richtig gelesen – Diagnose Trauma! Das hing erst mal wie ein riesiger Batzen über mir und ich wusste gar nichts damit anzufangen. Die Idee meines Therapeuten war eine Mutter-Kind-Kur oder auch ein spezieller Trauma-Therapeut. Ersteres wollte ich nicht in Anspruch nehmen, da ich las, dass bei einer Kur die Mütter von den Kindern getrennt werden. Das wollte ich nicht! Emily in einer Fremdbetreuung? Sie hat sich schon so unheimlich schwer getan, als ich anfing sie bei der Tagesmutter einzugewöhnen. Den Trauma-Therapeut behielt ich im Hinterkopf, aber erst wollte ich sehen wie weit ich durch reden kommen würde. Ich fing bewusst an hinzusehen, meine Geburt zu akzeptieren wie sie war und was mein Hauptproblem bei der Geburt war. Wo saß der eigentliche Schmerz? Ich erlaubte mir zu trauern und ich fand heraus, dass ich meine Tochter nach dem Kaiserschnitt einfach bei mir haben wollte. Diese 3 oder 4 Stunden, die ich von ihr getrennt wurde waren sehr schmerzhaft für mich. Es hat einige Monate gedauert bis ich zu dieser Erkenntnis kam, aber als ich sie hatte konnte ich sie endlich loslassen. Mittlerweile weiß ich zwar noch, dass ich schreckliche Schmerzen hatte, aber sie sind nicht mehr präsent. Ich muss zudem schreiben, dass eine Ärztin Gewalt an mir ausgeübt hat. Sie hat mich in die Einleitung reingeredet, hat mir bei den Muttermund-Untersuchungen mit den Fingern wehgetan und bei der Geburt hat sie mir die Entscheidung abgenommen mitzuhelfen. Sie hat mir ihren Arm in den Bauch gerammt und mir unvorstellbare Schmerzen zugefügt. Ich wollte das nicht! Im Nachhinein kann ich das ganz genau sagen, aber damals hat sie sich über mich hinweggesetzt. Ich weiß, dass ich kein Einzelfall bin. Vielen Frauen wird während und nach der Geburt Gewalt angetan und wenn sie sich beschweren, müssen sie sich zudem Sprüche anhören wie “Stellen Sie sich nicht so an! Hauptsache es geht dem Kind gut!”. Warum ist immer nur das Kind wichtig? Warum nicht auch wir Mütter? Wir müssen unsere Bedürfnisse nicht zurückstellen und alles über uns ergehen lassen! Wie viele von uns haben ein Trauma, weil sie ihre Erlebnisse verdrängen? Wie viele haben Depressionen und verstecken das vor anderen Menschen? Ich habe die Wende zum Glück geschafft! Letztes Jahr habe ich einen riesigen Schritt in Richtung Heilung unternommen, was ich ohne meinen Therapeuten und meinen Mann nie geschafft hätte. Ich weiß mittlerweile rechtzeitig wann ich Ruhe und eine Rückzugsmöglichkeit brauche, ich hole mir Unterstützung und Hilfe und ich achte viel mehr auf meine Bedürfnisse. Lange habe ich gebraucht, aber meine Wertschätzung für mich ist wieder da! Liebe Grüße Deine Julia Amelie

Der Beitrag Von der Geburt zur Depression erschien zuerst auf Mama hat AuDHS.

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Ich hatte bereits von meiner schlimmen Geburt erzählt und hier geht die Geschichte nun weiter. Die ersten beiden Jahre mit meiner Tochter – kurz angeschnitten; ich lege den Fokus auf mich und wie es mir dabei erging.

Auf dem Bild ist meine Tochter Emily etwa einen halben Tag alt und ich durfte sie das erste Mal stillen. Ich hatte ein wenig Angst, dass sie nicht gestillt werden möchte, aber ihre erste Flaschenmahlzeit war zum Glück kein Hindernis. Das Foto hat meine Mutter mit dem Smartphone aufgenommen, die diesen Moment total süß fand – ich war einfach noch voller Glückshormone.

Diese lassen allerdings nach etwa 2-4 Tagen nach. Bereits am 2. Tag brüllte meine Tochter gefühlt stundenlang und egal was wir taten (stillen, tragen, wickeln) – sie ließ sich nicht beruhigen. Nach etwa 2 Stunden kam endlich eine Krankenschwester ins Zimmer und half uns; wir waren bereits total aufgelöst. Sie zeigte uns den Fliegergriff und dieser Tipp war Gold wert. Anscheinend hatte Emily sehr oft Probleme bei der Verdauung und nur so konnte sie entspannen. Das Schreien wurde mit den Wochen immer mehr und somit haben wir sie fast nur noch getragen. In der Tragetasche, im Fliegergriff und später hat sie fast ausschließlich auf dem Bauch auf uns drauf geschlafen. Teilweise durften wir uns nicht mal hinsetzen sonst wachte sie sofort auf und beschwerte sich. Es war eine unglaublich anstrengende Zeit für uns, die sich bis zum 2. Lebensjahr zog.

Direkt nach der Geburt erzählte ich natürlich meiner Familie von meinen schlimmen Erlebnissen, aber irgendwie wurde das Thema immer so umgelenkt, dass ja alles gut ausgegangen sei. Emily sei gesund und ich sei ja auch fast wieder fit. Jetzt müssten wir eben schauen, dass wir alles für das Baby tun, nur mein Mann darf natürlich nicht die Arbeit vernachlässigen. Viele Mütter reagierten schockiert, aber sie hatten auch eigene Erlebnisse und Erfahrungen. In dieser Zeit fiel ich also in eine Art Verdrängung. Ich redete mir ein, dass die Geburt schon nicht so schlimm gewesen sei. Selbst eine Hebamme hatte mich schließlich als “Starke Frau” bezeichnet. Da ich die Zeit mit meiner Tochter unglaublich anstrengend empfand konzentrierte ich mich nur noch darauf. Meine eigenen Bedürfnisse wie Essen, Schlaf, Duschen, Entspannung usw. stellte ich hinten an. Und genau das brach irgendwann zusammen. Jeden Tag, wenn ich im Wohnzimmer mit Emily in der Tragetasche meine Kreise zog, blickte ich auf die Uhr und zählte die Minuten bis mein Mann nach Hause kommen würde und ich mich endlich hinsetzen konnte. Ich weiß nicht genau wann ich das erste Mal einen Wutanfall bekam. Jedenfalls wollte ich etwas erledigen und hatte Emily für 5 Minuten neben mir auf dem Sofa abgelegt und sie fing natürlich an zu brüllen. Ich rastete einfach aus und brüllte zurück bis ich nur noch weinend da saß. Von da an passierte mir das regelmäßig, ich hatte mich einfach nicht mehr unter Kontrolle. Ich war mit den Nerven am Ende und völlig überlastet. Ab und zu traute ich mich meine Mutter anzurufen und zum Glück kam sie dann für ein bis zwei Tage und half aus. Letztendlich ging es aber immer nur darum wie ich meine Tochter zufriedenstellen konnte; nicht mich. Sie akzeptierte keine abgepumpte Milch und damit war ich so sehr an zu Hause gebunden, dass ich nur mit ihr etwas unternehmen konnte, aber nie alleine. Draußen war sie schnell überreizt und meistens war ich die Mutter, die in irgendeiner Ecke mit der Tragetasche herumhüpfte, aber wirklich zum reden oder gemeinsam unternehmen bin ich selten gekommen. Ich vereinsamte sehr schnell und fing irgendwann an im Internet Blogs zu lesen und alles was ich zum Schlafen und Stillen von Babys in die Finger bekam. An sich habe ich einige wertvolle Informationen herausgefunden, aber letztendlich habe ich mich nie mit mir beschäftigt; dafür mit allem anderen, vorrangig mit Emily. Nach etwa einem halben Jahr erzählten mir die anderen Mütter aus meiner Gruppe, dass sie sich gar nicht mehr wirklich an die Geburtsschmerzen erinnern könnten. Ich wunderte mich darüber, weil ich alles haargenau nachempfinden konnte. Nach einem Jahr hatte sich das bei mir nicht geändert. Im Gegenteil; ich bekam Nervenzusammenbrüche und manchmal wünschte ich mir mein Kind wäre tot oder ich wäre tot. Das klingt schrecklich, ich weiß, aber in diesen Momenten war ich so am Ende, dass ich in meinem Kopf keine Lösungen mehr fand. Immer häufiger lag ich abends wach – obwohl ich den Schlaf dringend gebraucht hätte und die Erinnerungen an die Schmerzen bei der Geburt übermannten mich regelrecht. Teilweise weinte ich tagelang und hatte Alpträume. Nach 1 1/2 Jahren stand ich regelmäßig vor meinem Mann und war völlig verzweifelt. “Ich sehe keinen Sinn mehr in diesem Leben; ich habe keinen Bock mehr, ich will und kann nicht mehr!” So ungefähr waren meine Aussagen und ich begriff, dass ich mitten in den schlimmsten Depressionen steckte. Zum Glück bin ich ein Mensch der bei sowas irgendwann die Not erkennt und den Hebel zieht. So konnte und wollte ich nicht weitermachen! In meinem Umfeld bekamen das hauptsächlich nur mein Mann und sicher auch meine Tochter mit. Vor den anderen verschwieg ich das und zog mich sehr zurück oder wenn ich mal unterwegs war setzte ich ein Lächeln auf und behauptete krampfhaft es ginge schon irgendwie…

Zum Glück hatte ich bereits einen Therapeuten, den ich erneut aufsuchen konnte und das nahm ich in Anspruch, auch wenn ich mich dafür erst überwinden musste. Immer noch versuchte ich mir einzureden, dass ich es nicht vielleicht doch alleine hinkriegen würde, weil es ja doch nicht so schlimm sei?! Darüber reden tat mir sehr gut und auch diesen Schmerz endlich mal zu verarbeiten. Über ein Jahr hatte ich nicht akzeptieren wollen was die Geburt mit mir angerichtet hat und die Verdrängung hat mir ein Trauma beschert. Richtig gelesen – Diagnose Trauma! Das hing erst mal wie ein riesiger Batzen über mir und ich wusste gar nichts damit anzufangen. Die Idee meines Therapeuten war eine Mutter-Kind-Kur oder auch ein spezieller Trauma-Therapeut. Ersteres wollte ich nicht in Anspruch nehmen, da ich las, dass bei einer Kur die Mütter von den Kindern getrennt werden. Das wollte ich nicht! Emily in einer Fremdbetreuung? Sie hat sich schon so unheimlich schwer getan, als ich anfing sie bei der Tagesmutter einzugewöhnen. Den Trauma-Therapeut behielt ich im Hinterkopf, aber erst wollte ich sehen wie weit ich durch reden kommen würde. Ich fing bewusst an hinzusehen, meine Geburt zu akzeptieren wie sie war und was mein Hauptproblem bei der Geburt war. Wo saß der eigentliche Schmerz? Ich erlaubte mir zu trauern und ich fand heraus, dass ich meine Tochter nach dem Kaiserschnitt einfach bei mir haben wollte. Diese 3 oder 4 Stunden, die ich von ihr getrennt wurde waren sehr schmerzhaft für mich. Es hat einige Monate gedauert bis ich zu dieser Erkenntnis kam, aber als ich sie hatte konnte ich sie endlich loslassen.

Mittlerweile weiß ich zwar noch, dass ich schreckliche Schmerzen hatte, aber sie sind nicht mehr präsent. Ich muss zudem schreiben, dass eine Ärztin Gewalt an mir ausgeübt hat. Sie hat mich in die Einleitung reingeredet, hat mir bei den Muttermund-Untersuchungen mit den Fingern wehgetan und bei der Geburt hat sie mir die Entscheidung abgenommen mitzuhelfen. Sie hat mir ihren Arm in den Bauch gerammt und mir unvorstellbare Schmerzen zugefügt. Ich wollte das nicht! Im Nachhinein kann ich das ganz genau sagen, aber damals hat sie sich über mich hinweggesetzt. Ich weiß, dass ich kein Einzelfall bin. Vielen Frauen wird während und nach der Geburt Gewalt angetan und wenn sie sich beschweren, müssen sie sich zudem Sprüche anhören wie “Stellen Sie sich nicht so an! Hauptsache es geht dem Kind gut!”.

Warum ist immer nur das Kind wichtig? Warum nicht auch wir Mütter? Wir müssen unsere Bedürfnisse nicht zurückstellen und alles über uns ergehen lassen! Wie viele von uns haben ein Trauma, weil sie ihre Erlebnisse verdrängen? Wie viele haben Depressionen und verstecken das vor anderen Menschen?

Ich habe die Wende zum Glück geschafft! Letztes Jahr habe ich einen riesigen Schritt in Richtung Heilung unternommen, was ich ohne meinen Therapeuten und meinen Mann nie geschafft hätte. Ich weiß mittlerweile rechtzeitig wann ich Ruhe und eine Rückzugsmöglichkeit brauche, ich hole mir Unterstützung und Hilfe und ich achte viel mehr auf meine Bedürfnisse. Lange habe ich gebraucht, aber meine Wertschätzung für mich ist wieder da!

Liebe Grüße
Deine Julia Amelie

Der Beitrag Von der Geburt zur Depression erschien zuerst auf Mama hat AuDHS.

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https://postnatalewelt.de/blog/2019/02/25/von-der-geburt-zur-depression/feed/ 7
Meine Traumgeburt, die zum Alptraum wurde https://postnatalewelt.de/blog/2018/09/18/meine-traumgeburt-die-zum-alptraum-wurde/ https://postnatalewelt.de/blog/2018/09/18/meine-traumgeburt-die-zum-alptraum-wurde/#comments Tue, 18 Sep 2018 16:32:31 +0000 https://grossekleinefuesse.wordpress.com/?p=107 Triggerwarnung: Ich schreibe nachfolgend über meine ganz persönlichen und schmerzhaften Erfahrungen, die ein Trauma und schwere Depressionen in mir ausgelöst haben. Wenn du selbst schlimme Erfahrungen hattest und mit diesen noch nicht so gut klar kommst – lies bitte nicht weiter! Vorab kann ich sagen, dass ich mich immer noch in einem Prozess befinde. Ich weine bei jedem Satz den ich jetzt schreiben werde, aber das ist gut so. Ich kann den Schmerz jetzt annehmen und die Tränen als Befreiung annehmen. Ich will und muss über die Erlebnisse schreiben, denn schreiben hat mir schon immer geholfen. Einmal niedergeschrieben muss ich die Erlebnisse nicht ständig in meinem Geist wiederholen. Auch wenn sie nie in Vergessenheit geraten werden sind sie nicht permanent präsent und schmuggeln sich in meinen Alltag. Alles begann fast genau vor drei Jahren. Ich wurde ungewollt schwanger und war am Boden zerstört. Im ersten Moment konnte ich die Situation nicht fassen und nicht annehmen; ich dachte nur daran wie ein Baby meine Zukunft kaputt macht. Und das schlimmste: Wie sage ich es meinem damals noch Freund und meiner Familie. In meinen Gedanken hörte ich sie alle schimpfen und mich verurteilen. Es kam ganz anders und es gab auch nur einen Menschen, der sich nicht freute. Kurz nach dem Ergebnis des Schwangerschaftstests stand ich unter der Dusche und legte die Hände auf meinen Bauch – mir wurde plötzlich bewusst, dass da ein kleines Wesen beginnt zu leben. In mir! Bei meiner wunderbaren Frauenärztin sah ich den Herzschlag und ich war kurz vor den Tränen. Ich wollte das kleine Knöpfchen um jeden Preis behalten! Meine Schwangerschaft war nicht ganz so schön. Die ersten Wochen war mir von morgens bis abends übel, inklusive übergeben wenn ich nicht rechtzeitig nach dem aufstehen einen Kräcker aß. Dann kamen fiese Migräneschübe und ständige Müdigkeit. Teilweise schlief ich nachts 12 Stunden und mittags nochmal 1-2 Stunden. Beim Arzt wurde festgestellt, dass ich Gestationsdiabetes hatte und ich musste vier Mal am Tag meine Finger zerstechen um den Blutzuckerwert zu messen. Der Wert war eigentlich nur morgens zu hoch und das konnte ich regeln, indem ich auf Zucker zum Frühstück verzichtete. Das war hart, mir schmeckt kein herzhaftes Essen morgens, aber ich habe es überlebt. Zum Ende der Schwangerschaft wurde mein Bauch riesig, also wirklich gigantisch. Meine Frauenärztin meinte nur ich hätte eben viel Fruchtwasser und meine kleine Tochter hätte schon lange Beine – kein kleines Baby. Vier Tage war ich über dem errechneten Termin und musste zur regelmäßigen Untersuchung in’s Krankenhaus, da meine Ärztin leider nicht da war. Dort bekam ich einen gefühlt halbstündigen Vortrag wie gefährlich es sei noch keine Einleitung bekommen zu haben, das Baby würde viel zu groß werden wegen des Diabetes und es käme zu Komplikationen bei der Geburt. Ich solle sofort entscheiden, ob ich jetzt im Krankenhaus bleiben würde, spätestens am nächsten Tag, ansonsten müsste ich schriftlich Widerspruch einlegen usw. usf… Natürlich wuchs meine Panik und ich wollte meine Tochter endlich zur Welt bringen. Also lieferte ich mich am selben Tag (ein Freitag) ein und ließ die Einleitung zu. Die Schmerzen waren schlimm und anstrengend, ich konnte nur mit Schlaftabletten schlafen. Den Samstag über verbrachte ich mit Schmerzen, aber es tat sich nichts am Muttermund. Mein Mann konnte ab dieser Nacht zum Glück bei mir Zimmer schlafen. Am nächsten Morgen (Sonntag) begannen gegen 7 Uhr die Wehen in ungefähr 15 Minuten Abstand und ich hatte gar keine Einleitung bekommen. Endlich ein gutes Zeichen! Trotzdem bekam ich morgens die Einleitungstablette auf den Muttermund. Den Eingriff empfand ich jedes Mal als sehr schmerzhaft. Die Wehen wurden tatsächlich stärker und traten in kürzeren Abständen ein. Der Muttermund öffnete sich ein klein wenig, aber nicht viel. Mittags bekam ich statt einer Tablette nur noch Gel draufgestrichen und ich durfte ein wenig in der Badewanne entspannen. Unzählige Male kam ich gefühlt an’s CTG und wurde untersucht. Es ging nur müßig voran. Ich atmete jede Wehe so gut ich konnte weg und dachte dabei immer nur daran, dass meine Tochter bald da ist, dass die Geburt bald richtig los geht. Im Kreissaal hatte ich eine tolle Hebamme, die ich bereits aus dem Geburtsvorbereitungskurs kannte. Ich begann auf dem Peziball rumzuhängen, natürlich mit dem Tuch, das von der Decke hing. Trotzdem tat sich am Muttermund kaum etwas. Kurze Zeit später wurde mir plötzlich schlecht und ich übergab mich zum ersten Mal in den Mülleimer. Die Schmerzen durch die Wehen wurden schlimmer. Bei der nächsten Untersuchung auf dem Kreisbett platzte die Fruchtblase und ein ganzer See breitete sich aus. Mein Mann saß verdutzt mittendrin und musste erst mal auf Station zurück und sich eine neue Hose anziehen. Ich war voller Hoffnung, dass es jetzt endlich losgehen würde mit der Geburt. Mittlerweile hatten wir späten Abend. Der Muttermund war wohl etwa zur Hälfte offen, immer noch nicht genug. Meine Hebamme schlug mir homöopathische Schmerzmittel vor und ich nahm sie dankbar an. Sie machten die Wehen tatsächlich erträglicher. Ich weiß nicht mehr genau wann ich anfing zu zittern, aber es müsste in dem Zeitraum gewesen sein. Mein Körper war bereits ausgelaugt von der Einleitung, der fehlenden Nahrung und den ständigen Muskelkontraktionen. Wieder musste ich mich übergeben. Ich konnte meinen Körper nicht mehr unter Kontrolle bringen und das zittern nervte mich sehr. Schließlich half das Schmerzmittel nicht mehr und ich bekam eine PDA. Es dauerte etwas bis der Arzt mit Assistentin kam, ich die Formulare unterschrieben hatte und die Nadel in den Rücken bekam. Er bat mich kurz vor dem stechen darum mit dem zittern aufzuhören. Ich weiß im nachhinein nicht mehr wie ich dazu fähig war, aber für eine halbe Minute oder so gewann ich die Kontrolle zurück und dann waren die Schmerzen weg. Mittlerweile waren wir schon in den frühen Morgenstunden und ich konnte tatsächlich neben meinem Mann ein wenig dösen, der trotz zwei Kannen Kaffee schlief. Ich bin so unendlich dankbar, dass er fast die gesamte Zeit an meiner Seite war. Meine Hebamme hatte Schichtwechsel und musste vor der Tür die Ablöse einweisen. Gefühlt dauerte es Stunden und die Schmerzen kehrten zurück. Schlimmer denn je und kurze Zeit später hatte ich nicht mehr nur Wehen sondern es gab einfach nur einen Wechsel zwischen Schmerz und noch schlimmerem Schmerz. Ich zerquetschte die Hand meines Mannes und ich hörte nicht mehr auf die Wehen durchzuatmen. Durch die Nase einatmen. Durch den Mund nicht zu schnell wieder ausatmen. Zittern, atmen, stöhnen – dann fing ich an zu schreien. Mir kam nicht mal mehr in den Sinn nach der Hebamme zu rufen oder einen Knopf zu drücken. Ich glaube eine halbe Stunde ging es so bis sich der Raum plötzlich mit Menschen füllte. Anästhesist und Assistentin, Oberarzt und Ärztin, zwei Hebammen, dazwischen irgendwo mein Mann. Die Hebamme untersuchte den Muttermund, er war komplett offen und ich sollte versuchen zu pressen. Es tat unglaublich weh und ich presste meine Zähne zusammen. Nichts passierte. Nur zittern und Schmerzen. Die Ärztin brachte ein Ultraschallgerät herein und sah das Problem. Meine Tochter (Sternenguckerin) arbeitete gegen mich. Sie hatte sich so weit ausgestreckt wie möglich und sperrte sich gegen die Geburt. Das Fruchtwasser war zum Teil bereits grün. Der Arzt stellte mich vor drei Optionen: Weitermachen und auf eine normale Geburt hoffen, die Ärzte nachhelfen lassen oder ein Kaiserschnitt. Ich war schon völlig fertig und hätte vor lauter Schmerzen zu allem Ja und Amen gesagt, aber da kam bereits die nächste heftige Wehe und ich versuchte unter Anleitung zu pressen. Die Ärztin warf sich plötzlich mit ihrem Arm auf meinen Bauch und drückte mit. Es war übrigens immer die gleiche von Anfang an. Ich glaube in dem Moment habe ich nur noch gebrüllt. Genau weiß ich nicht mehr wie oft ich dann noch versucht habe die Geburt in Gang zu kriegen, aber der Arzt blickte auf die Uhr und fragte ob ich einen Kaiserschnitt möchte. Ich stimmte direkt zu. Ich konnte nicht mehr, ich wollte nur noch schmerzfrei sein und ich hatte riesige Angst um meine Tochter. Dann ging alles recht schnell, mir nicht schnell genug. Ich unterschrieb die Einwilligung für den Kaiserschnitt und die Hebamme versuchte mir aus dem Kreisbett auf das Transportbett zum OP-Raum zu helfen. Ein weiteres Mal musste ich mich übergeben und schließlich rüberhieven lassen, da mich meine Beine nicht mehr hielten. Im OP-Saal waren gefühlt 20 Menschen die hektisch um mich herumwuselten und der Anästhesist verstärkte die PDA. Mit einem Kühlakku prüfte er regelmäßig wie viel ich noch fühlte. Mir ging es viel zu langsam. Trotzdem erinnere ich mich an die unglaubliche Erleichterung, als die Betäubung endlich meinen Bauch erreichte und die Schmerzen weg waren. Das zittern stellte sich leider nicht ein. Kurze Zeit später durfte mein Mann zu mir und ich hörte und spürte wie die Ärztin meinem Bauch herumzerrte. Sie sagte sowas in der Art: “Reißen wir hier auf?” Daher meinte ich nur schnell: “Kannst du mich ablenken?” Mein Mann nur: “Öh, ähm… Deutschland hat gegen Ukraine zwei zu null gewonnen!” Ich war völlig perplex, jedenfalls hat die Aussage gut gewirkt. 2016 fand gerade die EM statt und das war das erste Deutschland-Spiel. Er hatte den Artikel im Caféraum gesehen. Kurze Zeit später brüllte meine kleine Tochter und ich war nur noch glücklich. Ich wollte wissen ob sie gesund ist. Während ich wartete beglückwünschten mich die Umstehenden. Ich weiß nicht genau wer da alles war, aber sie waren sehr nett. Dann kam mein Mann und legte mir meine schreiende Tochter auf die Brust. Ich war so verkabelt an den Händen, dass ich sie nur mit einer stützen konnte. Leider sah ich durch den Mundschutz nur ihr Gesicht und eine kleine Hand. Sie hatte dunkle Haare und noch ein wenig Blut im Gesicht, ihre Finger gingen auf und zu. Dabei brüllte sie mich an. Ich weiß nicht mehr was ich zu ihr gesagt habe, aber ich habe fast geweint. Es war übrigens Montagmorgen – meine Tochter wurde um 7:34 Uhr zur Welt gebracht. Dann wurde sie mir wieder weggenommen und nachdem ich zusammengeflickt war kam ich in den Aufwachraum. Mir war kalt und ich zitterte und ich war irgendwie glücklich, aber ich wollte nur noch zu meiner Tochter. Um mich herum wurden ständig Leute reingeschoben, andere wieder hinaus. Nach drei Stunden schoben sie mich endlich zurück auf Station und ich konnte mich an meinem Baby nicht satt sehen. Das zittern hörte auf und als ich meine Füße wieder bewegen konnte durfte ich auch endlich etwas trinken. Ich durfte meine Kleine sogar stillen als sie Hunger bekam und es klappte auf Anhieb. Die Schmerzen des Kaiserschnitts waren nachher nichts im Gegensatz zu den Schmerzen der Wehen. Ich war sehr froh, als ich wieder nach Hause durfte, aber es störte mich sehr, dass ich mich anfangs kaum um meine Tochter kümmern konnte. Durch den Kaiserschnitt konnte ich sie nicht wickeln oder umziehen, sie nicht tragen. Zum Glück funktionierte das stillen, auch wenn meine Brustwarzen schon nach kürzester Zeit total wund waren. Meine Geburtsgeschichte erzählte ich natürlich meiner Familie, aber ich bekam meist die gleiche Reaktion. Sie guckten mitleidig, wussten nicht was sie dazu sagen sollen und meinten schlussendlich: “Hauptsache die Kleine ist gesund!” Meine Mama nahm mich zwar in den Arm und war auch eine riesige Hilfe in den ersten Monaten, aber ich fühlte mich mit meinem Schmerz alleingelassen. Da meine Tochter sich zu einem Schreibaby entwickelte und mein Mann und ich im ersten Jahr kaum Schlaf bekamen, hatte ich keine Zeit um das Erlebnis zu verarbeiten. Es holte mich nach und nach immer mehr ein. Wutausbrüche, weinen, Suizidvorstellungen, völliges aufgeben. Ich befand mich in einem Loch und fand nicht mehr alleine hinaus. Es kam mir immer so vor, als hätten die anderen zwar auch nicht unbedingt schöne Geburten gehabt, aber keine war so schlimm wie meine. Sie schrieben darüber wie sie die Schmerzen bereits vergessen hatten und ich saß da und konnte jeden Moment der Tortur nachfühlen. Dann machte meine gute Freundin mich auf eine Gruppe aufmerksam, die offen und ehrlich in Facebook über Unerzogen schrieb. Ich fing eine Therapie an und lernte gleichzeitig, dass ich nicht alleine bin. So viele Frauen, die traumatische...

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Triggerwarnung:

Ich schreibe nachfolgend über meine ganz persönlichen und schmerzhaften Erfahrungen, die ein Trauma und schwere Depressionen in mir ausgelöst haben. Wenn du selbst schlimme Erfahrungen hattest und mit diesen noch nicht so gut klar kommst – lies bitte nicht weiter!

Vorab kann ich sagen, dass ich mich immer noch in einem Prozess befinde. Ich weine bei jedem Satz den ich jetzt schreiben werde, aber das ist gut so. Ich kann den Schmerz jetzt annehmen und die Tränen als Befreiung annehmen. Ich will und muss über die Erlebnisse schreiben, denn schreiben hat mir schon immer geholfen. Einmal niedergeschrieben muss ich die Erlebnisse nicht ständig in meinem Geist wiederholen. Auch wenn sie nie in Vergessenheit geraten werden sind sie nicht permanent präsent und schmuggeln sich in meinen Alltag.

Alles begann fast genau vor drei Jahren. Ich wurde ungewollt schwanger und war am Boden zerstört. Im ersten Moment konnte ich die Situation nicht fassen und nicht annehmen; ich dachte nur daran wie ein Baby meine Zukunft kaputt macht. Und das schlimmste: Wie sage ich es meinem damals noch Freund und meiner Familie. In meinen Gedanken hörte ich sie alle schimpfen und mich verurteilen. Es kam ganz anders und es gab auch nur einen Menschen, der sich nicht freute. Kurz nach dem Ergebnis des Schwangerschaftstests stand ich unter der Dusche und legte die Hände auf meinen Bauch – mir wurde plötzlich bewusst, dass da ein kleines Wesen beginnt zu leben. In mir! Bei meiner wunderbaren Frauenärztin sah ich den Herzschlag und ich war kurz vor den Tränen. Ich wollte das kleine Knöpfchen um jeden Preis behalten!

Meine Schwangerschaft war nicht ganz so schön. Die ersten Wochen war mir von morgens bis abends übel, inklusive übergeben wenn ich nicht rechtzeitig nach dem aufstehen einen Kräcker aß. Dann kamen fiese Migräneschübe und ständige Müdigkeit. Teilweise schlief ich nachts 12 Stunden und mittags nochmal 1-2 Stunden. Beim Arzt wurde festgestellt, dass ich Gestationsdiabetes hatte und ich musste vier Mal am Tag meine Finger zerstechen um den Blutzuckerwert zu messen. Der Wert war eigentlich nur morgens zu hoch und das konnte ich regeln, indem ich auf Zucker zum Frühstück verzichtete. Das war hart, mir schmeckt kein herzhaftes Essen morgens, aber ich habe es überlebt. Zum Ende der Schwangerschaft wurde mein Bauch riesig, also wirklich gigantisch. Meine Frauenärztin meinte nur ich hätte eben viel Fruchtwasser und meine kleine Tochter hätte schon lange Beine – kein kleines Baby. Vier Tage war ich über dem errechneten Termin und musste zur regelmäßigen Untersuchung in’s Krankenhaus, da meine Ärztin leider nicht da war. Dort bekam ich einen gefühlt halbstündigen Vortrag wie gefährlich es sei noch keine Einleitung bekommen zu haben, das Baby würde viel zu groß werden wegen des Diabetes und es käme zu Komplikationen bei der Geburt. Ich solle sofort entscheiden, ob ich jetzt im Krankenhaus bleiben würde, spätestens am nächsten Tag, ansonsten müsste ich schriftlich Widerspruch einlegen usw. usf… Natürlich wuchs meine Panik und ich wollte meine Tochter endlich zur Welt bringen.

Also lieferte ich mich am selben Tag (ein Freitag) ein und ließ die Einleitung zu. Die Schmerzen waren schlimm und anstrengend, ich konnte nur mit Schlaftabletten schlafen. Den Samstag über verbrachte ich mit Schmerzen, aber es tat sich nichts am Muttermund. Mein Mann konnte ab dieser Nacht zum Glück bei mir Zimmer schlafen. Am nächsten Morgen (Sonntag) begannen gegen 7 Uhr die Wehen in ungefähr 15 Minuten Abstand und ich hatte gar keine Einleitung bekommen. Endlich ein gutes Zeichen! Trotzdem bekam ich morgens die Einleitungstablette auf den Muttermund. Den Eingriff empfand ich jedes Mal als sehr schmerzhaft. Die Wehen wurden tatsächlich stärker und traten in kürzeren Abständen ein. Der Muttermund öffnete sich ein klein wenig, aber nicht viel. Mittags bekam ich statt einer Tablette nur noch Gel draufgestrichen und ich durfte ein wenig in der Badewanne entspannen. Unzählige Male kam ich gefühlt an’s CTG und wurde untersucht. Es ging nur müßig voran. Ich atmete jede Wehe so gut ich konnte weg und dachte dabei immer nur daran, dass meine Tochter bald da ist, dass die Geburt bald richtig los geht. Im Kreissaal hatte ich eine tolle Hebamme, die ich bereits aus dem Geburtsvorbereitungskurs kannte. Ich begann auf dem Peziball rumzuhängen, natürlich mit dem Tuch, das von der Decke hing. Trotzdem tat sich am Muttermund kaum etwas. Kurze Zeit später wurde mir plötzlich schlecht und ich übergab mich zum ersten Mal in den Mülleimer. Die Schmerzen durch die Wehen wurden schlimmer. Bei der nächsten Untersuchung auf dem Kreisbett platzte die Fruchtblase und ein ganzer See breitete sich aus. Mein Mann saß verdutzt mittendrin und musste erst mal auf Station zurück und sich eine neue Hose anziehen. Ich war voller Hoffnung, dass es jetzt endlich losgehen würde mit der Geburt. Mittlerweile hatten wir späten Abend. Der Muttermund war wohl etwa zur Hälfte offen, immer noch nicht genug. Meine Hebamme schlug mir homöopathische Schmerzmittel vor und ich nahm sie dankbar an. Sie machten die Wehen tatsächlich erträglicher. Ich weiß nicht mehr genau wann ich anfing zu zittern, aber es müsste in dem Zeitraum gewesen sein. Mein Körper war bereits ausgelaugt von der Einleitung, der fehlenden Nahrung und den ständigen Muskelkontraktionen. Wieder musste ich mich übergeben. Ich konnte meinen Körper nicht mehr unter Kontrolle bringen und das zittern nervte mich sehr. Schließlich half das Schmerzmittel nicht mehr und ich bekam eine PDA. Es dauerte etwas bis der Arzt mit Assistentin kam, ich die Formulare unterschrieben hatte und die Nadel in den Rücken bekam. Er bat mich kurz vor dem stechen darum mit dem zittern aufzuhören. Ich weiß im nachhinein nicht mehr wie ich dazu fähig war, aber für eine halbe Minute oder so gewann ich die Kontrolle zurück und dann waren die Schmerzen weg. Mittlerweile waren wir schon in den frühen Morgenstunden und ich konnte tatsächlich neben meinem Mann ein wenig dösen, der trotz zwei Kannen Kaffee schlief. Ich bin so unendlich dankbar, dass er fast die gesamte Zeit an meiner Seite war. Meine Hebamme hatte Schichtwechsel und musste vor der Tür die Ablöse einweisen. Gefühlt dauerte es Stunden und die Schmerzen kehrten zurück. Schlimmer denn je und kurze Zeit später hatte ich nicht mehr nur Wehen sondern es gab einfach nur einen Wechsel zwischen Schmerz und noch schlimmerem Schmerz. Ich zerquetschte die Hand meines Mannes und ich hörte nicht mehr auf die Wehen durchzuatmen. Durch die Nase einatmen. Durch den Mund nicht zu schnell wieder ausatmen. Zittern, atmen, stöhnen – dann fing ich an zu schreien. Mir kam nicht mal mehr in den Sinn nach der Hebamme zu rufen oder einen Knopf zu drücken. Ich glaube eine halbe Stunde ging es so bis sich der Raum plötzlich mit Menschen füllte. Anästhesist und Assistentin, Oberarzt und Ärztin, zwei Hebammen, dazwischen irgendwo mein Mann. Die Hebamme untersuchte den Muttermund, er war komplett offen und ich sollte versuchen zu pressen. Es tat unglaublich weh und ich presste meine Zähne zusammen. Nichts passierte. Nur zittern und Schmerzen. Die Ärztin brachte ein Ultraschallgerät herein und sah das Problem. Meine Tochter (Sternenguckerin) arbeitete gegen mich. Sie hatte sich so weit ausgestreckt wie möglich und sperrte sich gegen die Geburt. Das Fruchtwasser war zum Teil bereits grün. Der Arzt stellte mich vor drei Optionen: Weitermachen und auf eine normale Geburt hoffen, die Ärzte nachhelfen lassen oder ein Kaiserschnitt. Ich war schon völlig fertig und hätte vor lauter Schmerzen zu allem Ja und Amen gesagt, aber da kam bereits die nächste heftige Wehe und ich versuchte unter Anleitung zu pressen. Die Ärztin warf sich plötzlich mit ihrem Arm auf meinen Bauch und drückte mit. Es war übrigens immer die gleiche von Anfang an. Ich glaube in dem Moment habe ich nur noch gebrüllt. Genau weiß ich nicht mehr wie oft ich dann noch versucht habe die Geburt in Gang zu kriegen, aber der Arzt blickte auf die Uhr und fragte ob ich einen Kaiserschnitt möchte. Ich stimmte direkt zu. Ich konnte nicht mehr, ich wollte nur noch schmerzfrei sein und ich hatte riesige Angst um meine Tochter. Dann ging alles recht schnell, mir nicht schnell genug. Ich unterschrieb die Einwilligung für den Kaiserschnitt und die Hebamme versuchte mir aus dem Kreisbett auf das Transportbett zum OP-Raum zu helfen. Ein weiteres Mal musste ich mich übergeben und schließlich rüberhieven lassen, da mich meine Beine nicht mehr hielten. Im OP-Saal waren gefühlt 20 Menschen die hektisch um mich herumwuselten und der Anästhesist verstärkte die PDA. Mit einem Kühlakku prüfte er regelmäßig wie viel ich noch fühlte. Mir ging es viel zu langsam. Trotzdem erinnere ich mich an die unglaubliche Erleichterung, als die Betäubung endlich meinen Bauch erreichte und die Schmerzen weg waren. Das zittern stellte sich leider nicht ein. Kurze Zeit später durfte mein Mann zu mir und ich hörte und spürte wie die Ärztin meinem Bauch herumzerrte. Sie sagte sowas in der Art: “Reißen wir hier auf?” Daher meinte ich nur schnell: “Kannst du mich ablenken?” Mein Mann nur: “Öh, ähm… Deutschland hat gegen Ukraine zwei zu null gewonnen!” Ich war völlig perplex, jedenfalls hat die Aussage gut gewirkt. 2016 fand gerade die EM statt und das war das erste Deutschland-Spiel. Er hatte den Artikel im Caféraum gesehen. Kurze Zeit später brüllte meine kleine Tochter und ich war nur noch glücklich. Ich wollte wissen ob sie gesund ist. Während ich wartete beglückwünschten mich die Umstehenden. Ich weiß nicht genau wer da alles war, aber sie waren sehr nett. Dann kam mein Mann und legte mir meine schreiende Tochter auf die Brust. Ich war so verkabelt an den Händen, dass ich sie nur mit einer stützen konnte. Leider sah ich durch den Mundschutz nur ihr Gesicht und eine kleine Hand. Sie hatte dunkle Haare und noch ein wenig Blut im Gesicht, ihre Finger gingen auf und zu. Dabei brüllte sie mich an. Ich weiß nicht mehr was ich zu ihr gesagt habe, aber ich habe fast geweint. Es war übrigens Montagmorgen – meine Tochter wurde um 7:34 Uhr zur Welt gebracht.

Dann wurde sie mir wieder weggenommen und nachdem ich zusammengeflickt war kam ich in den Aufwachraum. Mir war kalt und ich zitterte und ich war irgendwie glücklich, aber ich wollte nur noch zu meiner Tochter. Um mich herum wurden ständig Leute reingeschoben, andere wieder hinaus. Nach drei Stunden schoben sie mich endlich zurück auf Station und ich konnte mich an meinem Baby nicht satt sehen. Das zittern hörte auf und als ich meine Füße wieder bewegen konnte durfte ich auch endlich etwas trinken. Ich durfte meine Kleine sogar stillen als sie Hunger bekam und es klappte auf Anhieb. Die Schmerzen des Kaiserschnitts waren nachher nichts im Gegensatz zu den Schmerzen der Wehen.

Ich war sehr froh, als ich wieder nach Hause durfte, aber es störte mich sehr, dass ich mich anfangs kaum um meine Tochter kümmern konnte. Durch den Kaiserschnitt konnte ich sie nicht wickeln oder umziehen, sie nicht tragen. Zum Glück funktionierte das stillen, auch wenn meine Brustwarzen schon nach kürzester Zeit total wund waren. Meine Geburtsgeschichte erzählte ich natürlich meiner Familie, aber ich bekam meist die gleiche Reaktion. Sie guckten mitleidig, wussten nicht was sie dazu sagen sollen und meinten schlussendlich: “Hauptsache die Kleine ist gesund!” Meine Mama nahm mich zwar in den Arm und war auch eine riesige Hilfe in den ersten Monaten, aber ich fühlte mich mit meinem Schmerz alleingelassen.

Da meine Tochter sich zu einem Schreibaby entwickelte und mein Mann und ich im ersten Jahr kaum Schlaf bekamen, hatte ich keine Zeit um das Erlebnis zu verarbeiten. Es holte mich nach und nach immer mehr ein. Wutausbrüche, weinen, Suizidvorstellungen, völliges aufgeben. Ich befand mich in einem Loch und fand nicht mehr alleine hinaus. Es kam mir immer so vor, als hätten die anderen zwar auch nicht unbedingt schöne Geburten gehabt, aber keine war so schlimm wie meine. Sie schrieben darüber wie sie die Schmerzen bereits vergessen hatten und ich saß da und konnte jeden Moment der Tortur nachfühlen. Dann machte meine gute Freundin mich auf eine Gruppe aufmerksam, die offen und ehrlich in Facebook über Unerzogen schrieb. Ich fing eine Therapie an und lernte gleichzeitig, dass ich nicht alleine bin. So viele Frauen, die traumatische Geburtserlebnisse haben und so viele, die nicht darüber reden!

Seit einem Jahr nun bin ich am reflektieren und ich machte mir besonders Gedanken darüber was ich an der Geburt so schlimm fand. Es fühlt sich nicht an wie eine Geburt, da meine Tochter nicht rauswollte und ich eigentlich gerne gewartet hätte, bis sie von alleine rauswill. Das ist der Fehler den ich gemacht habe. Ich habe meiner Tochter und mir aus Panik nicht die nötige Zeit gegeben. Schuldgefühle habe ich keine mehr; ich habe Mitgefühl für mich – denn ich wollte damals auch nur das Beste für mein Baby. Mir hat es außerdem gefehlt meine Tochter nach der Geburt bei mir und auf mir liegen zu haben. Sie mein Herz und meine Haut spüren zu lassen, Nähe zu geben und sie nach Bedarf zu stillen. Das war ein inniger Wunsch von mir. Und ich hätte mir mehr Mitgefühl von meiner Familie und meinem Mann gewünscht. Einfach eine Umarmung und das es ok ist zu weinen, das es ok ist das es mir schlecht geht. Letztendlich habe ich mir das jetzt selbst geben müssen.

Viele Bedürfnisse wurden nicht erfüllt; ich hatte schlimme Schmerzen und es war fast durchgehend ein Alptraum. Die Monate danach wurden nicht einfacher. Zu dem Satz “Es wird besser!” schreibe ich ein anderes mal… ich hasse ihn! Die letzten Monate waren eine tiefgehende Reise zu mir selbst, die ich noch lange nicht beendet habe.

Damit möchte ich auch dir einen Rat mitgeben: Schweig nicht über deine Erlebnisse! Schreib sie auf, erzähl sie jemanden, der dich akzeptiert wie du bist und gib dir keine Schuld an dem was passiert ist! Wir wollen alle das Beste für unsere Kinder und in diesen Momenten sind wir leicht zu beeinflussen – von Ärzten, von der Familie. Entscheide selbst was du willst, wäge ab und lass dir keine Angst einreden!

Meine nächste Geburt wird eine richtige, vielleicht sogar eine Hausgeburt. Und ich weiß, dass ich eine haben kann. Ich lasse mir keine Einleitung mehr aufquatschen, das habe ich gelernt! Und das wichtigste: Meine Tochter, die ich lange nicht lieben konnte, und ich haben eine sehr tiefe und innige Beziehung zueinander aufgebaut.

Der Alptraum hat uns nicht kaputt gemacht, er hat uns stärker gemacht!

Liebe Grüße
Deine Julia Amelie

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