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Erziehung Archive - Mama hat AuDHS https://postnatalewelt.de/blog/category/erziehung/ Mein Leben mit der Autismus & ADHS Kombi Wed, 23 Oct 2019 10:50:18 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.6.5 23. Blogtober – Wenn du nicht lieb bist, dann….! https://postnatalewelt.de/blog/2019/10/23/23-blogtober-wenn-du-nicht-lieb-bist-dann/ https://postnatalewelt.de/blog/2019/10/23/23-blogtober-wenn-du-nicht-lieb-bist-dann/#respond Wed, 23 Oct 2019 10:50:18 +0000 https://postnatalewelt.de/?p=516 Es geht wieder auf Weihnachten zu – zumindest wenn wir nach den Supermärkten und dem Lebkuchenangebot gehen. Und wie jedes Jahr kommt früher oder später die Frage: „Was wünschst du dir denn vom Weihnachtsmann?“  Platzhalter für Machtmissbrauch In vielen Familien ist es leider immer noch Brauch „Fantasiegestalten“ wie den Weihnachtsmann, Krampus, Osterhase auszunutzen um „liebe“ Kinder zu bekommen. „Wenn du jetzt nicht sofort mit nach Hause gehst bekommst du nichts vom Weihnachtsmann!“„Wenn du nicht lieb bist verbringst du Weihnachten auf deinem Zimmer!“ Was wissen die Kinder? Der Weihnachtsmann bringt Geschenke (oder auch das Christkind) und davon besonders viele. Aber laut der Eltern kriegen diese nur liebe Kinder. Also tut das Kind natürlich was die Eltern sagen, denn es will ja diese „Belohnung“ haben – fürs „lieb sein“.  Merkst du schon worauf ich hinauswill?Die Eltern geben die Verantwortung an diese Wesen ab, denn sie sind ja in diesem Fall dann nicht die „bösen“, die keine Geschenke bringen.  Was wollen eigentlich die Erwachsenen? Erst mal: Diese Drohung funktioniert – meistens… Das Kind tut was der Erwachsene will! Es geht folgsam mit nach Hause, vielleicht muss es hin und wieder daran erinnert werden, was auf dem Spiel steht. Der Weihnachtsmann ist also nur eine Methode um das Kind zu etwas zu zwingen was es garantiert gerade nicht will. Der Gehorsam wird erfolgreich durchgesetzt.  Warum diese gezielte Angst? Nehmen wir den Krampus als Beispiel. Den Kindern wird ernsthaft erzählt, dass sie von einem furchteinflößenden Mann in einen Sack gesteckt werden, in den Wald verschleppt und aufgefressen werden! Ähm… bei sowas krieg ich selbst als Erwachsene Albträume, was macht das dann erst mit unserem Kind, bei dem die Fantasie noch so viel größer ist?Wir Eltern haben so viel Macht über unsere kleinen Kinder – natürlich glauben sie uns diese Geschichten! In ihren Augen wissen wir alles, können alles; zumindest bis zu einem gewissen Alter. Warum nutzen wir das immer und immer wieder aus?  Warum machen wir unseren Kindern bewusst Angst? Erstens wurde das oft mit uns gemacht, als wir klein waren und sobald wir gelernt haben, dass uns durch diese erfundenen Wesen ja nichts passieren kann: Nicht so schlimm! Da musste ich ja auch durch! Zweitens stecken wir oft in Situationen in denen wir total genervt sind und gerade einfach nur wollen, dass unser Kind: Ruhe gibt, mitkommt, mitmacht, ins Bett geht, Zähne putzt usw. Der Plan steckt in unserem Kopf fest und muss gerade um jeden Preis durchgesetzt werden. Also hält eben mal der Weihnachtsmann her. Drittens gibt es oft noch diese Annahme, dass Angst überwinden stärker macht. Manche Erwachsene finden es regelrecht lustig wenn Kinder Panik vor etwas ausgedachtem haben.  Aber zu welchem Preis?  Für die Kinder bedeutet „keine Geschenke zu Weihnachten“ oder „Schimpfen“ übersetzt meistens: Mama und Papa haben mich nicht mehr lieb. Wenn ich jetzt nicht mit nach Hause gehe hat mich sogar der Weihnachtsmann nicht mehr lieb und bringt mir keine Geschenke. Schlimmer noch: Wenn ich jetzt nicht lieb bin werde ich bestraft, obwohl ich gar nicht weiß, was ich falsch gemacht habe!Bin ich falsch? Warum liebt mich keiner mehr? Fühlst du dich bei diesen Sätzen wohl? Nein, ich mich auch nicht. Ich fühle mich alleine, traurig und bin verwirrt. Mir wurde mal aus Spaß als Kind erzählt unter dem Bett wohnen Krokodile und beißen in die Zehen und in dunklen Hausfluren leben die „Wilden Kerle“. Ich hatte richtig schlimme Angst und Albträume davor. Bei meiner Oma habe ich mich nicht mehr alleine aufs Klo getraut.  Das passiert verdammt schnell: Es setzt sich in das Unterbewusstsein und in die Träume. Und alles was das Kind möchte ist geliebt und angenommen werden, richtig sein und „Kind sein“ dürfen. Der Preis ist psychischer Druck, Stress und je nachdem wie prägend das Erlebnis ist kann sich das bis ins Erwachsenenalter auswirken. Weihnachten – Das Fest der Liebe Das ist es doch eigentlich oder? An Weihnachten feiern wir doch die Liebe und die Geburt Christi oder nicht? Für mich geht es um das Beisammensein, leckeres Essen und die Geschenke gibt es, weil ich etwas schenken möchte und gerne beschenkt werde. Ein Geschenk hat für mich keine Bedingung im Hintergrund.  Ich sag zu meinem Mann ja auch nicht: Wenn du den Müll nicht rausbringst schenk ich dir nichts zu Weihnachten!Klingt total absurd oder? Aber das ist genau das was wir mit den Kindern machen. Die Geschenke gibt es nur unter Bedingungen; sie werden also zu Druckmitteln, zu Belohnungen für gutes Verhalten. Meiner Meinung nach hat das nichts mehr groß mit schenken zu tun. Alternative Anstatt mit „Wenn…, dann…!“ zu drohen, den Weihnachtsmann auszunutzen oder Geschenke unter Bedingung zu nutzen, frag dich doch mal was gerade wirklich in dieser Situation los ist! Was brauchst du gerade? (Dein Bedürfnis!) Was braucht dein Kind gerade? (Das Bedürfnis deines Kindes!) Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem, was du gerade brauchst und dem, was du willst. Zwar kann das Verhalten des Kindes der Auslöser für deine Wut sein, aber niemals der Grund. Was liegt wirklich dahinter?Kommuniziere mit deinem Kind was du gerade brauchst (ohne Drohung) und lass dein Kind erzählen was es gerade möchte.  Wo könnt ihr einen Kompromiss finden? In diesem Sinne wünsche ich dir erst mal einen schönen Herbst, bevor es an Weihnachten geht 😉Deine Julia Amelie Photo by Ryan Franco on Unsplash

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Es geht wieder auf Weihnachten zu – zumindest wenn wir nach den Supermärkten und dem Lebkuchenangebot gehen. Und wie jedes Jahr kommt früher oder später die Frage: „Was wünschst du dir denn vom Weihnachtsmann?“ 

Platzhalter für Machtmissbrauch

In vielen Familien ist es leider immer noch Brauch „Fantasiegestalten“ wie den Weihnachtsmann, Krampus, Osterhase auszunutzen um „liebe“ Kinder zu bekommen.

„Wenn du jetzt nicht sofort mit nach Hause gehst bekommst du nichts vom Weihnachtsmann!“
„Wenn du nicht lieb bist verbringst du Weihnachten auf deinem Zimmer!“

Was wissen die Kinder? Der Weihnachtsmann bringt Geschenke (oder auch das Christkind) und davon besonders viele. Aber laut der Eltern kriegen diese nur liebe Kinder. Also tut das Kind natürlich was die Eltern sagen, denn es will ja diese „Belohnung“ haben – fürs „lieb sein“. 

Merkst du schon worauf ich hinauswill?
Die Eltern geben die Verantwortung an diese Wesen ab, denn sie sind ja in diesem Fall dann nicht die „bösen“, die keine Geschenke bringen. 

Was wollen eigentlich die Erwachsenen? Erst mal: Diese Drohung funktioniert – meistens… Das Kind tut was der Erwachsene will! Es geht folgsam mit nach Hause, vielleicht muss es hin und wieder daran erinnert werden, was auf dem Spiel steht. 
Der Weihnachtsmann ist also nur eine Methode um das Kind zu etwas zu zwingen was es garantiert gerade nicht will. Der Gehorsam wird erfolgreich durchgesetzt. 

Warum diese gezielte Angst?

Nehmen wir den Krampus als Beispiel. Den Kindern wird ernsthaft erzählt, dass sie von einem furchteinflößenden Mann in einen Sack gesteckt werden, in den Wald verschleppt und aufgefressen werden! 
Ähm… bei sowas krieg ich selbst als Erwachsene Albträume, was macht das dann erst mit unserem Kind, bei dem die Fantasie noch so viel größer ist?Wir Eltern haben so viel Macht über unsere kleinen Kinder – natürlich glauben sie uns diese Geschichten! In ihren Augen wissen wir alles, können alles; zumindest bis zu einem gewissen Alter.

Warum nutzen wir das immer und immer wieder aus? 

Warum machen wir unseren Kindern bewusst Angst?

Erstens wurde das oft mit uns gemacht, als wir klein waren und sobald wir gelernt haben, dass uns durch diese erfundenen Wesen ja nichts passieren kann: Nicht so schlimm! Da musste ich ja auch durch!

Zweitens stecken wir oft in Situationen in denen wir total genervt sind und gerade einfach nur wollen, dass unser Kind: Ruhe gibt, mitkommt, mitmacht, ins Bett geht, Zähne putzt usw. Der Plan steckt in unserem Kopf fest und muss gerade um jeden Preis durchgesetzt werden. Also hält eben mal der Weihnachtsmann her.

Drittens gibt es oft noch diese Annahme, dass Angst überwinden stärker macht. Manche Erwachsene finden es regelrecht lustig wenn Kinder Panik vor etwas ausgedachtem haben. 

Aber zu welchem Preis? 

Für die Kinder bedeutet „keine Geschenke zu Weihnachten“ oder „Schimpfen“ übersetzt meistens: Mama und Papa haben mich nicht mehr lieb. Wenn ich jetzt nicht mit nach Hause gehe hat mich sogar der Weihnachtsmann nicht mehr lieb und bringt mir keine Geschenke. Schlimmer noch: Wenn ich jetzt nicht lieb bin werde ich bestraft, obwohl ich gar nicht weiß, was ich falsch gemacht habe!
Bin ich falsch? Warum liebt mich keiner mehr? 
Fühlst du dich bei diesen Sätzen wohl? Nein, ich mich auch nicht. Ich fühle mich alleine, traurig und bin verwirrt.

Mir wurde mal aus Spaß als Kind erzählt unter dem Bett wohnen Krokodile und beißen in die Zehen und in dunklen Hausfluren leben die „Wilden Kerle“. Ich hatte richtig schlimme Angst und Albträume davor. Bei meiner Oma habe ich mich nicht mehr alleine aufs Klo getraut. 

Das passiert verdammt schnell: Es setzt sich in das Unterbewusstsein und in die Träume. Und alles was das Kind möchte ist geliebt und angenommen werden, richtig sein und „Kind sein“ dürfen.

Der Preis ist psychischer Druck, Stress und je nachdem wie prägend das Erlebnis ist kann sich das bis ins Erwachsenenalter auswirken.

Weihnachten – Das Fest der Liebe

Das ist es doch eigentlich oder? An Weihnachten feiern wir doch die Liebe und die Geburt Christi oder nicht?

Für mich geht es um das Beisammensein, leckeres Essen und die Geschenke gibt es, weil ich etwas schenken möchte und gerne beschenkt werde. Ein Geschenk hat für mich keine Bedingung im Hintergrund. 

Ich sag zu meinem Mann ja auch nicht: Wenn du den Müll nicht rausbringst schenk ich dir nichts zu Weihnachten!
Klingt total absurd oder? Aber das ist genau das was wir mit den Kindern machen.

Die Geschenke gibt es nur unter Bedingungen; sie werden also zu Druckmitteln, zu Belohnungen für gutes Verhalten. Meiner Meinung nach hat das nichts mehr groß mit schenken zu tun.

Alternative

Anstatt mit „Wenn…, dann…!“ zu drohen, den Weihnachtsmann auszunutzen oder Geschenke unter Bedingung zu nutzen, frag dich doch mal was gerade wirklich in dieser Situation los ist!

Was brauchst du gerade? (Dein Bedürfnis!)

Was braucht dein Kind gerade? (Das Bedürfnis deines Kindes!)

Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem, was du gerade brauchst und dem, was du willst. Zwar kann das Verhalten des Kindes der Auslöser für deine Wut sein, aber niemals der Grund. Was liegt wirklich dahinter?Kommuniziere mit deinem Kind was du gerade brauchst (ohne Drohung) und lass dein Kind erzählen was es gerade möchte. 

Wo könnt ihr einen Kompromiss finden?

In diesem Sinne wünsche ich dir erst mal einen schönen Herbst, bevor es an Weihnachten geht 😉
Deine Julia Amelie

Photo by Ryan Franco on Unsplash

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15. Blogtober – Vom Gefühl eine schlechte Mutter zu sein https://postnatalewelt.de/blog/2019/10/15/vom-gefuehl-eine-schlechte-mutter-zu-sein/ https://postnatalewelt.de/blog/2019/10/15/vom-gefuehl-eine-schlechte-mutter-zu-sein/#respond Tue, 15 Oct 2019 11:45:24 +0000 https://postnatalewelt.de/?p=444 Eines gleich zu Anfang: DU – ja genau DU – bist RICHTIG so wie DU bist! Frisch geborene Mama War ich aufgeregt, als ich Mama wurde. Mein Start war alles andere als schön: Nachzulesen im Beitrag Meine Traumgeburt, die zum Alptraum wurde Aber egal wie du als Mama startest; niemand kann dich darauf vorbereiten, am allerwenigsten du selbst. Plötzlich ist da dieses kleine Würmchen, das Tag und Nacht körperliche Bedürfnisse hat und zusätzlich Geborgenheit, Sicherheit und Nähe braucht.  Wir geraten da ziemlich schnell in der Schiene nicht mehr auf unsere Bedürfnisse zu achten, wenn wir nicht aufpassen. Auch dazu hatte ich bereits geschrieben: Warum Bedürfnisse missachten so eine schlechte Idee ist Das gesamte Leben krempelt sich um. Unternehmungen werden anders, die Beziehung zum Partner ändert sich und am allerwichtigsten: Deine Persönlichkeit ändert sich mit.  Denn du hast ein Neues Teil-Ich entwickelt: Mama sein! Das kann wunderschön sein, aber auch sehr anstrengend und belastend. Ich will eine perfekte Mama sein Da geht es los!  Jedes Schreien meines Kindes ist ja ein Hilferuf – natürlich muss ich irgendwie helfen. Wickeln, nachts da sein, am besten noch den Partner schonen, weil der geht ja arbeiten. Oder: Du bist alleinbegleitend und hast niemanden in der Nähe, der mal aushilft. Da fangen die ersten Stresssituationen an. Bei den anderen sieht das doch so einfach aus. Die haben immer dieses perfekte niedliche Kind, das niemals schreit und bereits durchschläft! Dann mit dem Partner ins Kino und lecker essen, weil die Großeltern nichts lieber tun als mehrmals die Woche auf den Nachwuchs aufzupassen. Mit einem Jahr geht das Kind ohne Probleme in den Kindergarten und Mama wieder arbeiten. Der Haushalt sieht immer perfekt aus usw… Ähm, ja irgendwie beschreibe ich grad so eine Barbie-Familie oder? Wir neigen so schnell dazu uns mit anderen zu vergleichen und dann picken wir uns das raus was bei uns schief läuft und bei anderen anscheinend so perfekt.  So, jetzt ist der Druck da! Warum krieg ich das nicht hin?Warum sehe ich nicht perfekt aus, habe einen sauberen Haushalt, ein wohlerzogenes braves Kind, ein spannendes Sexualleben und eine Karriere in meinem Traumberuf?  Ernsthaft? Wer hat das wirklich?  Wie unsere Erziehung uns prägt Woher kommt es, dass wir „perfekt“ sein wollen?  Eigentlich – meine Meinung – wollen wir doch „glücklich“ sein oder? Als Kind haben wir mindestens eine Bezugsperson. Wir sind abhängig von ihr, körperlich sowie psychisch. Sehr schnell fangen wir an eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln, die Umgebung mit allen Sinnen zu erforschen und spielerisch zu lernen.  Was die Bezugsperson sehr schnell tut: Grenzen und Regeln beibringen, oft leider willkürlich. Viele unserer Eltern machen das auch nicht mit Absicht. Da schwingen die eigenen Ängste und Sorgen mit. Wir wollen alle nur das Beste für unsere Kinder! Je nachdem wie wir erzogen wurden sagt uns unser „Bauchgefühl“ wie wir unsere Kinder erziehen.  Als Kind und Jugendlicher wurden wir von den Menschen um uns herum bereits maßgeblich beeinflusst. Wir haben versucht nachzuahmen, irgendwann auch uns untereinander zu messen. Lob tut gut, gewinnen ist toll, der Beste in etwas zu sein machte mich kurzzeitig glücklich! In meiner Familie schwang für mich immer mit, dass ich irgendwie falsch bin und gute Noten haben muss oder dünn sein muss um später/in der Zukunft etwas zu werden. Gesagt wurde mir nur letzteres mit den Noten und der Figur.  Bestimmtes Verhalten oder Gefühle wurden nicht gerne gesehen. Wut sollte verdrängt werden indem ich auf mein Zimmer geschickt wurde (das kam mit der Zeit immer seltener vor) Ich war ein sehr schüchternes und ruhiges Kind, achja und immer lieb…  Aber als Jugendliche konnte ich keine Verantwortung übernehmen und war schlecht in der Schule. Ich konnte mir bestimmte Sachen nicht merken und war faul sowie chaotisch. Ich habe versucht mich anzupassen, mich immer weiter zurückgezogen, Gefühle verdrängt.  Meine Eltern haben mich also tief geprägt und ich habe den Eindruck gewonnen falsch zu sein. Das habe ich später als Mutter immer noch geglaubt. Ich hatte also ständig das Gefühl ich sei eine schlechte Mutter – ich könne meinem Kind nicht helfen, obwohl ich mich schon aufopferte und immer mein Bestes gab. Ich dachte ich wäre ein Versager. In Wirklichkeit kamen diese ganzen Annahmen aus meiner eigenen Erziehung. Weil ich nicht so angenommen wurde wie ich war. Der Frust war groß, weil ich es einfach nicht schaffte perfekt zu sein. Und nein, ich bin immer noch nicht perfekt und vielleicht auch keine gute Mutter. Ist das wichtig? Der Traum wird Realität Bei mir sieht es immer aus wie bei Hempels unterm Sofa – stört übrigens keinen Besuch mehr seit ich das Thema losgelassen habe. (Oder sie sind so höflich und sagen nichts, hihi) Meine Tochter ist hochsensibel – wie ich – und geht nicht in den Kindergarten, aber dadurch bekomme ich sämtliche Entwicklungsschritte zu Hause mit und sie ist durch diese Nähe gefühlt „braver“ als viele andere Kinder.  Die Beziehung zu meinem Mann ist eher auf das Wochenende reduziert, aber durch Zeitfenster in denen wir ausführlich reden und wunderschöne Ausflüge zu dritt habe ich keine Defizite mehr.  Mein Studium musste ich abbrechen, aber jetzt kann ich das tun was ich mich sonst nie getraut hätte: Ein eigenes Online-Business mit meinem Herzensthema aufbauen.  Und ich mag meinen Körper wie er ist. Mag ich etwas nicht, dann stelle ich was um! Derzeit verzichte zum Beispiel auf Süßigkeiten und mache mehr Sport. Schon fühle ich mich besser.  Mein Leben ist alles andere als perfekt, aber ich bin glücklich und ich bin richtig so wie ich bin! Meine Tochter zeigt mir sehr deutlich wenn ich mich gerade daneben benommen habe – also in dem Moment eine doofe Mama war – aber so schnell sie sauer und frustriert ist, so schnell vergibt sie mir auch wieder. Und ich entschuldige mich für meine Wutausbrüche, die echt nie was mit meiner Tochter zu tun haben.  Wir haben eine wunderbar starke Bindung aufgebaut in der wir doof sein dürfen, ja in der wir einfach sein dürfen.  Keine perfekte Mama, keine perfekte Tochter, aber eine richtige und ehrliche Beziehung.  Sei unperfekt mit mir Deine Julia Amelie Photo by Jon Flobrant on Unsplash

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Eines gleich zu Anfang: DU – ja genau DU – bist RICHTIG so wie DU bist!

Frisch geborene Mama

War ich aufgeregt, als ich Mama wurde. Mein Start war alles andere als schön: Nachzulesen im Beitrag Meine Traumgeburt, die zum Alptraum wurde

Aber egal wie du als Mama startest; niemand kann dich darauf vorbereiten, am allerwenigsten du selbst. 
Plötzlich ist da dieses kleine Würmchen, das Tag und Nacht körperliche Bedürfnisse hat und zusätzlich Geborgenheit, Sicherheit und Nähe braucht. 

Wir geraten da ziemlich schnell in der Schiene nicht mehr auf unsere Bedürfnisse zu achten, wenn wir nicht aufpassen. Auch dazu hatte ich bereits geschrieben: Warum Bedürfnisse missachten so eine schlechte Idee ist

Das gesamte Leben krempelt sich um. Unternehmungen werden anders, die Beziehung zum Partner ändert sich und am allerwichtigsten: Deine Persönlichkeit ändert sich mit. 

Denn du hast ein Neues Teil-Ich entwickelt: Mama sein!

Das kann wunderschön sein, aber auch sehr anstrengend und belastend.

Ich will eine perfekte Mama sein

Da geht es los! 

Jedes Schreien meines Kindes ist ja ein Hilferuf – natürlich muss ich irgendwie helfen. Wickeln, nachts da sein, am besten noch den Partner schonen, weil der geht ja arbeiten. Oder: Du bist alleinbegleitend und hast niemanden in der Nähe, der mal aushilft. Da fangen die ersten Stresssituationen an.

Bei den anderen sieht das doch so einfach aus. Die haben immer dieses perfekte niedliche Kind, das niemals schreit und bereits durchschläft! Dann mit dem Partner ins Kino und lecker essen, weil die Großeltern nichts lieber tun als mehrmals die Woche auf den Nachwuchs aufzupassen. Mit einem Jahr geht das Kind ohne Probleme in den Kindergarten und Mama wieder arbeiten. Der Haushalt sieht immer perfekt aus usw…

Ähm, ja irgendwie beschreibe ich grad so eine Barbie-Familie oder?

Wir neigen so schnell dazu uns mit anderen zu vergleichen und dann picken wir uns das raus was bei uns schief läuft und bei anderen anscheinend so perfekt. 

So, jetzt ist der Druck da! Warum krieg ich das nicht hin?
Warum sehe ich nicht perfekt aus, habe einen sauberen Haushalt, ein wohlerzogenes braves Kind, ein spannendes Sexualleben und eine Karriere in meinem Traumberuf? 

Ernsthaft? Wer hat das wirklich? 

Wie unsere Erziehung uns prägt

Woher kommt es, dass wir „perfekt“ sein wollen? 

Eigentlich – meine Meinung – wollen wir doch „glücklich“ sein oder?

Als Kind haben wir mindestens eine Bezugsperson. Wir sind abhängig von ihr, körperlich sowie psychisch. Sehr schnell fangen wir an eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln, die Umgebung mit allen Sinnen zu erforschen und spielerisch zu lernen. 

Was die Bezugsperson sehr schnell tut: Grenzen und Regeln beibringen, oft leider willkürlich.

Viele unserer Eltern machen das auch nicht mit Absicht. Da schwingen die eigenen Ängste und Sorgen mit. Wir wollen alle nur das Beste für unsere Kinder!

Je nachdem wie wir erzogen wurden sagt uns unser „Bauchgefühl“ wie wir unsere Kinder erziehen. 

Als Kind und Jugendlicher wurden wir von den Menschen um uns herum bereits maßgeblich beeinflusst. Wir haben versucht nachzuahmen, irgendwann auch uns untereinander zu messen. Lob tut gut, gewinnen ist toll, der Beste in etwas zu sein machte mich kurzzeitig glücklich!

In meiner Familie schwang für mich immer mit, dass ich irgendwie falsch bin und gute Noten haben muss oder dünn sein muss um später/in der Zukunft etwas zu werden. Gesagt wurde mir nur letzteres mit den Noten und der Figur. 

Bestimmtes Verhalten oder Gefühle wurden nicht gerne gesehen. Wut sollte verdrängt werden indem ich auf mein Zimmer geschickt wurde (das kam mit der Zeit immer seltener vor)

Ich war ein sehr schüchternes und ruhiges Kind, achja und immer lieb… 

Aber als Jugendliche konnte ich keine Verantwortung übernehmen und war schlecht in der Schule. Ich konnte mir bestimmte Sachen nicht merken und war faul sowie chaotisch. 
Ich habe versucht mich anzupassen, mich immer weiter zurückgezogen, Gefühle verdrängt. 

Meine Eltern haben mich also tief geprägt und ich habe den Eindruck gewonnen falsch zu sein.

Das habe ich später als Mutter immer noch geglaubt.

Ich hatte also ständig das Gefühl ich sei eine schlechte Mutter – ich könne meinem Kind nicht helfen, obwohl ich mich schon aufopferte und immer mein Bestes gab. Ich dachte ich wäre ein Versager.

In Wirklichkeit kamen diese ganzen Annahmen aus meiner eigenen Erziehung. Weil ich nicht so angenommen wurde wie ich war. Der Frust war groß, weil ich es einfach nicht schaffte perfekt zu sein.

Und nein, ich bin immer noch nicht perfekt und vielleicht auch keine gute Mutter. Ist das wichtig?

Der Traum wird Realität

Bei mir sieht es immer aus wie bei Hempels unterm Sofa – stört übrigens keinen Besuch mehr seit ich das Thema losgelassen habe. (Oder sie sind so höflich und sagen nichts, hihi)

Meine Tochter ist hochsensibel – wie ich – und geht nicht in den Kindergarten, aber dadurch bekomme ich sämtliche Entwicklungsschritte zu Hause mit und sie ist durch diese Nähe gefühlt „braver“ als viele andere Kinder. 

Die Beziehung zu meinem Mann ist eher auf das Wochenende reduziert, aber durch Zeitfenster in denen wir ausführlich reden und wunderschöne Ausflüge zu dritt habe ich keine Defizite mehr. 

Mein Studium musste ich abbrechen, aber jetzt kann ich das tun was ich mich sonst nie getraut hätte: Ein eigenes Online-Business mit meinem Herzensthema aufbauen. 

Und ich mag meinen Körper wie er ist. Mag ich etwas nicht, dann stelle ich was um! Derzeit verzichte zum Beispiel auf Süßigkeiten und mache mehr Sport. Schon fühle ich mich besser. 

Mein Leben ist alles andere als perfekt, aber ich bin glücklich und ich bin richtig so wie ich bin!

Meine Tochter zeigt mir sehr deutlich wenn ich mich gerade daneben benommen habe – also in dem Moment eine doofe Mama war – aber so schnell sie sauer und frustriert ist, so schnell vergibt sie mir auch wieder. Und ich entschuldige mich für meine Wutausbrüche, die echt nie was mit meiner Tochter zu tun haben. 

Wir haben eine wunderbar starke Bindung aufgebaut in der wir doof sein dürfen, ja in der wir einfach sein dürfen. 

Keine perfekte Mama, keine perfekte Tochter, aber eine richtige und ehrliche Beziehung. 

Sei unperfekt mit mir 
Deine Julia Amelie

Photo by Jon Flobrant on Unsplash

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Warum es mich nervt, dass ein Kind später etwas werden muss! https://postnatalewelt.de/blog/2019/04/29/warum-es-mich-nervt-dass-ein-kind-spaeter-etwas-werden-muss/ https://postnatalewelt.de/blog/2019/04/29/warum-es-mich-nervt-dass-ein-kind-spaeter-etwas-werden-muss/#respond Mon, 29 Apr 2019 16:58:40 +0000 http://grossekleinefuesse.de/?p=305 "Wenn sie so weiterbastelt wird sie später bestimmt mal ein Ingenieursstudium beginnen ;-)"
... und so weiter und so fort - ich kann es nicht mehr hören!
Meine Tochter kann nicht einfach Kind sein, aus ihr muss ja was werden.

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“Wenn sie so weiterbastelt wird sie später bestimmt mal ein Ingenieursstudium beginnen ;-)”

“Sie spielt mit einer Werkbank? Dann wird sie später Mechanikerin!”

“So wie sie auf der Tastatur herumtippt wird sie garantiert IT studieren!”

… und so weiter und so fort – ich kann es nicht mehr hören!

Meine Tochter kann nicht einfach Kind sein, aus ihr muss ja was werden. Am besten ja noch ein Beruf, den sonst fast nur Männer ausüben. Sexismus hallo!? Jedes noch so kleine Talent oder Interesse wird aufgegriffen und wild hineininterpretiert, was sie später an Leistung erbringen kann und somit ein “wertvolles” Mitglied in der Gesellschaft wird.

Ich weiß genau was ich mir schon alles anhören musste, als ich klein war. In der Grundschule hatte ich in allen Fächern gut zu sein und mich natürlich für alles zu interessieren. Was war die Empörung meiner Oma riesig, als ich mich nicht für den Blutkreislauf begeistern konnte. In schwarz-weiß, in schlechter Qualität abgedruckt, sollte ich also irgendwas auswendig lernen, was sich in meinem Körper befand. Dabei schien draußen die Sonne und ich hätte ein Eis essen können.

Mathematik musste mir von meinem Vater “eingeprügelt” werden, nein er hat mich zum Glück nie geschlagen. Ein einziges Mal hat er vor Frust auf den Tisch gehauen, weil ich seinen Erklärungen einfach nicht folgen konnte. Meine Mutter hatte uns zusammengesetzt und das hat nicht funktioniert.

Als ich etwa 12 Jahre alt war wurde ich ständig gefragt was ich denn später mal werden wolle. “Keine Ahnung, weiß ich noch nicht…” war meine Antwort. Wieder Empörung – ich müsse doch einen Traum haben und meine Oma wusste das in ihrem Alter schließlich auch schon längst. Ich fing tatsächlich an mir irgendwas auszudenken, damit ich immer eine Antwort parat hatte; ich glaube ich wollte “Grundschullehrerin” werden.

In meiner Familie väterlicherseits sind alle Akademiker. Opa Professor, 1. Onkel Professor, 2. Onkel Doktor mit Auszeichnung, Oma hat zwar die drei Jungs groß gezogen, aber war trotzdem vorher an der Uni, Papa jetzt auch Professor. Dementsprechend herrschen aus dieser Richtung gewisse Leistungsansprüche. Ausbildung und Studium das nonplusultra – Wissen ist Macht! Alles im Leben ist zielführend und natürlich muss ein Plan da sein, was in der Zukunft getan wird. Und dann kommt da ein kleines verträumtes Mädchen daher, das in diese Vorstellungen so gar nicht reinpasst. Ich wollte einfach nur Kind sein dürfen, einfach leben und Spaß haben. Heute bin ich wohl das schwarze Schaf der Familie, eine Enttäuschung. Stört mich übrigens gar nicht mehr! 😉

Und jetzt kommen schon aus verschiedenen Richtungen diese Bemerkungen über die Zukunft und Verantwortungsvorwürfe gegenüber meiner Tochter! Sie ist verdammt nochmal nicht mal 3 Jahre alt! Sie lernt doch gerade erst sprechen! Wie soll sie sich denn normal entwickeln, wenn ich jetzt bereits anfange sie auf Teufel komm raus in irgendeine Richtung zu drängen und massiv zu fördern? Was bleibt ihr dann noch von ihrer befreiten Kindheit? Ich müsste ihr dann bestimmtes Spielzeug hinstellen und ihr nur noch ein Programm bieten, das darauf abgestimmt ist. Sie loben, strafen, ermahnen, schimpfen usw… Das ist doch kein Leben…das ist Manipulation!

Meine Tochter soll nicht werden – meine Tochter soll sein dürfen!

Was habe ich denn davon, wenn ich sie in meine Erwartungen reindrücke und damit ihre wahre Leidenschaft unterdrücke? Woher will ich dieses Wissen nehmen was das Beste für sie ist und womit sie nachher erfolgreich wird? Was ich wirklich für sie will? Natürlich, dass sie glücklich ist… aber die Zukunft kann ich doch nicht beeinflussen. Ich kann nur jetzt da sein! Sie lassen wie sie ist, sie begleiten, durch alle Gefühle und Lebenslagen. Ich kann ihr vorleben, dass ich glücklich bin und was ich sehe: Sie ist ebenso glücklich! Sie ist so ein wunderbarer Mensch und ich genieße diese tolle Bindung, die wir aufgebaut haben.

Um nichts in der Welt würde ich ihr irgendeine Zukunft aufpressen wollen, denn ich will sie weiterhin so erleben wie sie jetzt ist und wie sie sich weiterentwickelt!

Also hört bitte auf mit euren nervigen Sprüchen über Studium und Ausbildung und Berufen! Hört auf euch da einzumischen! Was meine Tochter später interessiert und macht – das ist ganz alleine ihre Entscheidung und ihr ganz persönlicher Weg! Da hat keiner – wirklich NIEMAND – dran herumzupfuschen!

Hui, das waren eine Menge Ausrufezeichen und vielleicht mal ein etwas explosiver Beitrag, aber das musste jetzt einfach raus! 😉

Möge der Shitstorm beginnen!
Deine Julia

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